Tigers zerlegen Augsburg im Derby – 9:4!
Die Straubing Tigers melden sich nach der Deutschland-Cup-Pause mit einem Offensiv-Feuerwerk zurück. Beim 9:4-Auswärtssieg in Augsburg zeigten die Niederbayern gnadenlose Effizienz und starke Special Teams.
Bereits im ersten Drittel sorgten Halloran, Allison, McKenzie und Scott für klare Verhältnisse. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Tigers eiskalt: Brandt traf im Powerplay, Allison legte doppelt nach. Im Schlussabschnitt setzte Hede mit zwei Treffern den Schlusspunkt.
Augsburg traf zwar viermal, offenbarte aber große Defensivprobleme. Straubing bleibt damit souverän an der Tabellenspitze – und setzt ein klares Ausrufezeichen im Bayern-Derby.
Haie drehen Krimi in Wolfsburg – Russell trifft 43 Sekunden vor Schluss
Die Kölner Haie haben das Auswärtsspiel in Wolfsburg nach einem furiosen Schlussdrittel mit 4:3 gewonnen. Dabei sah lange alles nach einem Sieg der Grizzlys aus – doch am Ende drehte der KEC das Spiel mit drei Treffern in den letzten zehn Minuten.
Wolfsburg führte nach Toren von Hayhurst, Gaudet und Ex-Hai Fabio Pfohl zwischenzeitlich verdient mit 3:1 und hatte die Partie über weite Strecken im Griff. Doch im letzten Drittel bewiesen die Haie Moral: Zunächst verkürzte Louis-Marc Aubry im Powerplay, dann traf Kapitän Moritz Müller zum Ausgleich. 43 Sekunden vor Schluss sorgte Patrick Russell mit einem satten Schuss in den Winkel für den umjubelten Siegtreffer.
Die Grizzlys trafen kurz vor dem Ende noch den Pfosten, scheiterten aber an Haie-Goalie Janne Juvonen, der den Erfolg mit starken Paraden festhielt. Während Wolfsburg trotz Chancenübergewicht mit leeren Händen dasteht, belohnen sich die Haie für eine beeindruckende Aufholjagd.
Spektakel am Seilersee – Ingolstadt siegt in Overtime nach 5:2-Rückstand
Spektakel pur in Iserlohn: Die Roosters und der ERC Ingolstadt lieferten sich ein Offensiv-Feuerwerk, das die Gäste nach furioser Aufholjagd mit 6:5 nach Verlängerung für sich entschieden.
Iserlohn startete perfekt – Fischbuch und ein unglückliches Eigentor brachten früh das 2:0. Nach Ingolstadts Doppelschlag durch Powell und Ellis zogen die Roosters im Mittelabschnitt durch Jentzsch, Cornel und Törnqvist scheinbar entscheidend auf 5:2 davon.
Doch der ERC gab nicht auf: Barber und Krauß brachten die Panther zurück, Girduckis traf im Schlussdrittel zum 5:5. In der Overtime entschied schließlich Riley Barber im Powerplay das wilde Duell zugunsten der Schanzer.
Trotz starker Leistung und fünf eigener Treffer blieb den Roosters am Ende nur ein Punkt – während Ingolstadt mit großem Comeback Moral bewies und Platz drei festigte.
Heißes Derby in Frankfurt – Löwen besiegen Mannheim beim Heimdebüt von Tom Pokel
Der Einstand von Tom Pokel hätte kaum besser laufen können: Vor ausverkauftem Haus feierten die Löwen Frankfurt beim 3:2 gegen die Adler Mannheim einen emotionalen Derbysieg und beschenkten ihren neuen Coach mit drei Punkten.
Die Gastgeber erwischten einen Traumstart: Nach nur 30 Sekunden brachte Matthew Wedman die Eissporthalle zum Beben und traf zum 1:0. Mannheim drückte zwar auf den Ausgleich, scheiterte aber mehrfach am starken Mirko Pantkowski im Frankfurter Tor. Im zweiten Drittel legten die Löwen nach – Daniel Pfaffengut erhöhte früh auf 2:0. Doch die Adler fanden zurück ins Spiel: Nick Mattinen verkürzte per Konter in Unterzahl auf 2:1.
Im Schlussabschnitt sorgte Dennis Lobach mit einem Alleingang für das 3:1 und die Vorentscheidung. Zwar traf Matthias Plachta kurz vor Schluss noch zum Anschluss, doch Frankfurt verteidigte die Führung clever und brachte den Derbysieg über die Zeit.
Effiziente Wild Wings gewinnen hitzige Partie in Dresden
Die Schwenninger Wild Wings haben ihr erstes Spiel nach der Länderspielpause mit 2:0 bei den Dresdner Eislöwen gewonnen. In einer intensiven Partie mit zahlreichen Strafen avancierte Goalie Joacim Eriksson mit 33 Saves und seinem zweiten Shutout der Saison zum Matchwinner.
Zach Senyshyn brachte die Gäste im ersten Drittel per Konter in Führung (9.). Dresden kämpfte sich ins Spiel, scheiterte jedoch mehrfach am überragenden Eriksson. Auch im Mittelabschnitt blieb es bei der knappen Führung, obwohl die Eislöwen phasenweise mehr vom Spiel hatten.
Im Schlussdrittel drückten die Sachsen auf den Ausgleich, doch die Wild Wings verteidigten clever. Thomas Larkin sorgte kurz vor Schluss per Empty Netter (59.) für die Entscheidung. Trotz engagierter Leistung und ordentlichem Debüt von Neuzugang Rourke Chartier blieb Dresden ohne Punkte.
Berlin siegt im Penalty-Krimi – Ice Tigers verpassen Sensation trotz Mini-Kader
Mit gerade einmal drei Reihen lieferten die stark ersatzgeschwächten Nürnberg Ice Tigers den Eisbären Berlin ein packendes Duell, mussten sich am Ende aber mit 4:5 nach Penaltyschießen geschlagen geben.
Die Eisbären erwischten den besseren Start: Marcel Noebels traf früh im Powerplay (4.), Ty Ronning legte kurz darauf nach (12.). Doch Nürnberg zeigte Moral – erst verkürzte Charlie Gerard nach feinem Solo (13.), dann besorgte Samuel Dove-McFalls den Ausgleich (18.). Im Mittelabschnitt drehten die Franken die Partie sogar komplett, als Brett Murray in Überzahl zum 3:2 abfälschte (24.).
Kurz vor der zweiten Pause kam Berlin zurück: Eric Mik traf per Direktschuss zum 3:3 (40.). Die Schlussphase bot dann Hochspannung pur. Evan Barratt brachte die Ice Tigers in der 58. Minute erneut in Führung, doch Ty Ronning glich 61 Sekunden vor Ende aus.
In der Verlängerung vergab Nürnberg in Überzahl gleich mehrere Chancen, ehe das Penaltyschießen entscheiden musste. Dort traf für die Ice Tigers nur Tyler Spezia, während Ty Ronning und Liam Kirk für die Gäste verwandelten – der Zusatzpunkt ging nach Berlin.
Trotz der Niederlage bewiesen die Ice Tigers Kampfgeist und Moral, während Berlin mit Effizienz und Nervenstärke einen hart erkämpften Auswärtssieg feierte.
Foto: City-Press

