Penny DEL Spieltag am Sonntag

ERC weiter auf Rekordkurs – Tigers und Panther stoppen Niederlagenserien

Ingolstadt verlängert Siegesserie – Panther setzen sich im Derby-Feuerwerk in Nürnberg durch

Elf Siege in Serie, ein Auswärtssupport wie aus dem Lehrbuch und eine effiziente Offensive: Der ERC Ingolstadt hat seine beeindruckende Erfolgswelle auch in Nürnberg fortgesetzt. Beim 3:5-Derbysieg zeigten die Panther eine reife Mischung aus Kampfgeist, Kaltschnäuzigkeit und Nervenstärke – und beeindruckten die über 700 mitgereisten Fans.

Die Ice Tigers starteten furios und führten nach 62 Sekunden durch Murray, doch Ingolstadt konterte mit Tempo und Konsequenz: Agostino glich aus, Schmölz – bei seinem 600. DEL-Spiel – drehte das Match per feiner Rückhand. Zwar egalisierte Josef Eham prompt, doch im Mittelabschnitt übernahmen die Gäste endgültig das Kommando. Powell stocherte die Panther erneut in Front, während Brochu im ERC-Tor mehrfach überragend rettete.

Auch der dritte Abschnitt blieb ein Offensivspektakel: Nürnberg nutze durch einen tollen Spielzug sein Powerplay und kam durch Meireles zurück, rannte an – doch Ingolstadt antwortete eiskalt. Abbandonatos überraschender Abschluss zum 4:3 und Agostinos Empty-Netter besiegelten den Auswärtserfolg und eine weiter wachsende Erfolgsserie eines Teams, das momentan kaum zu stoppen ist.

Straubing stoppt Negativlauf im Frankfurter Hexenkessel

Die Straubing Tigers haben im Löwenkäfig ein starkes Lebenszeichen gesetzt und mit einem abgeklärten 1:3-Auswärtssieg ihre Niederlagenserie beendet. Vor 6.444 Zuschauern nutzten die Niederbayern ihre Chancen effizient und legten mit zwei Treffern im ersten Drittel den Grundstein für drei verdiente Punkte.

Wade Allison eröffnete früh den Torreigen, Stefan Loibl legte noch vor der Pause nach. Frankfurt, das offensiv lange kaum ins Spiel fand, kämpfte sich erst im zweiten Drittel zurück: Justin Scott erhöhte für Straubing auf 0:3, ehe Chris Wilkie die Hausherren per Videobeweis-Anschlusstor auf 1:3 heranbrachte.

Im Schlussdrittel drückten die Löwen mit vielen Angriffen und einer wilden Schlussphase inklusive 6-gegen-4-Powerplay. Doch Tigers-Goalie Henrik Haukeland blieb unüberwindbar.

Frankfurt warf alles hinein, doch Straubing verteidigte kompromisslos – und feierte am Ende einen auswärts hart erarbeiteten Befreiungsschlag.

Haie drehen Partie gleich zweimal – Schnarr und Juvonen führen Köln zum Statement-Sieg in Berlin

Die Kölner Haie haben den ersten Advent zu einem Festtag gemacht: In einem hochklassigen Duell der Vorjahresfinalisten siegten die Rheinländer bei den Eisbären Berlin mit 3:4 nach Penaltyschießen – und bestätigten damit eindrucksvoll ihren aktuellen Höhenflug. Zweimal lagen die Haie zurück, zweimal kamen sie mit Willenskraft und Tempo zurück ins Spiel, ehe Penaltyspezialist Nate Schnarr den Sieg fixierte.

Berlin erwischte den besseren Start und ging durch Matej Leden früh in Führung. Köln fand jedoch nach einigen Minuten Stabilität und drehte das Spiel noch im ersten Drittel durch Treffer von Maxi Kammerer und Patrick Russell. Nach der Pause übernahmen wieder die Eisbären das Kommando: Eric Mik und Yannick Veilleux stellten auf 3:2, während Haie-Goalie Janne Juvonen mehrfach stark retten musste.

Doch die Haie ließen nicht locker. Frederik Storm markierte im Schlussdrittel den verdienten Ausgleich zum 3:3 und leitete eine hektische, rasante Schlussphase ein, in der beide Torhüter in Hochform glänzten. In der Overtime schepperte erst die Latte nach Kaskis Schlagschuss, dann parierte Juvonen spektakulär gegen Bergmann.

Im Shootout avancierte Schnarr zum Matchwinner: Zwei eiskalte Penaltys, dazu ein letzter Save von Juvonen gegen Kirk – und Köln feierte den vierten Sieg in Serie. Ein hart erkämpfter, hochverdienter Auswärtserfolg, der das starke Momentum der Haie weiter nährt.

Später Nackenschlag: Grizzlys verlieren Krimi in Schwenningen kurz vor Schluss

Die Grizzlys Wolfsburg haben bei den Schwenninger Wild Wings eine unglückliche 3:2-Niederlage kassiert. In einer weitgehend ausgeglichenen Partie entschieden 67 Sekunden vor Schluss die Gastgeber das Spiel.Schwenningen ging früh durch Platzer in Führung, Thompson konterte wenig später. Nach einem zerfahrenen Mittelabschnitt traf Senyshyn zum 2:1, ehe Feser direkt zu Beginn des Schlussabschnitts wieder egalisierte. Beide Teams erspielten sich anschließend hochkarätige Möglichkeiten, doch die Torhüter Eriksson und Weitzmann hielten ihre Mannschaften im Spiel.

Als vieles auf eine Verlängerung hindeutete, nutzte O’Regan ein Durcheinander vor dem Grizzlys-Tor zum späten 3:2. Für Wolfsburg bleibt am Ende ein engagierter Auftritt – aber keine Punkte.

Adler dominieren am Advent: Mannheim fegt Bremerhaven mit 4:0 vom Eis

Die Adler Mannheim haben am ersten Advent ein klares Statement gesetzt und die Fischtown Pinguins souverän mit 4:0 bezwungen. Dank einer disziplinierten Defensive, starkem Forechecking und einem glänzend aufgelegten Maxi Franzreb feierte das Team von Dallas Eakins einen ungefährdeten Shutout-Erfolg.

Bereits nach zwei Minuten brachte Tom Kühnhackl die Hausherren in Führung, ehe Zach Solow per Nachschuss nachlegte. Mannheim kontrollierte das Geschehen, vergab aber durch Reichel und Michaelis weitere klare Möglichkeiten. Im zweiten Drittel brannten die Adler ein Offensivfeuerwerk ab, scheiterten jedoch mehrfach an Pinguins-Keeper Hudacek oder am Aluminium. Erst Alex Ehl vollendete konsequent zum verdienten 3:0.

Auch im Schlussabschnitt blieb Mannheim das dominante Team. Bremerhaven kämpfte, fand gegen die kompakte Adler-Defensive aber kaum Lösungen. Den Schlusspunkt setzte Dan Renouf in Unterzahl – sein erstes Saisontor und der verdiente 4:0-Endstand. Mannheim feiert damit einen überzeugenden Heimsieg und zeigt sich zum Start in den Dezember in bestechender Form.

Effiziente Panther bremsen mutige Roosters aus

Die Iserlohn Roosters boten Augsburg einen leidenschaftlichen Kampf, doch am Ende entschieden Effizienz und Stabilität: Mit 1:4 nahmen die Panther verdient alle Punkte aus dem Sauerland mit nach Hause. Dabei erwischten die Gäste zwei perfekte Drittelstarts. Louis traf früh zum 0:1, Jentzsch glich im Powerplay zwar umgehend aus, doch Iserlohn ließ weitere Möglichkeiten liegen.

Nach der Pause schlug Augsburg erneut eiskalt zu: Blank vollendete einen mustergültigen Angriff zur 1:2-Führung. Die Roosters arbeiteten sich phasenweise tief ins Offensivdrittel, fanden aber kaum Lücken gegen die verbesserte AEV-Defensive. Auch im Schlussabschnitt blieb Iserlohn bemüht, doch Jenikes Top-Paraden gegen Blank und Grenier verhinderten Schlimmeres – bis ein Wechselfehler den Gästen den entscheidenden Konter eröffnete: Damiani stellte auf 1:3, Schemitsch legte per Empty Net nach.

Augsburg belohnt sich damit für einen disziplinierten Auftritt, während Iserlohn für seinen Aufwand ohne Punkte bleibt.

Red Bulls eiskalt: München stoppt Dresdner Anlauf im Adventsspiel

Dresden startete mutig in sein Advents-Heimspiel, doch am Ende setzte sich abgezockte Münchner Effizienz durch. Trotz früher Chancen der Eislöwen – Andres traf nur den Außenpfosten, Bouma scheiterte aus kurzer Distanz – schlugen die Gäste im ersten Drittel eiskalt zu. Hager traf im Powerplay doppelt, Fontaine legte nach: 0:3 nach 20 Minuten.

Auch im zweiten Abschnitt blieb München brutal effektiv. Abeltshauser stellte auf 0:4, während Olkinuora im Dauereinsatz war und Dresden nur selten echte Torgefahr entwickelte. Kurz vor der Drittelpause belohnte Bouma den Dresdner Aufwand zumindest mit dem 1:4.

Im Schlussabschnitt stemmten sich die Eislöwen gegen die Niederlage, überstanden eine lange doppelte Unterzahl und suchten konsequent den Weg zum Tor. Doch die Red Bulls verteidigten souverän, ließen kaum Chancen zu und kontrollierten das Geschehen. Erst neun Sekunden vor dem Ende traf Fox im Powerplay zum 2:4 – zu spät, um Münchens Premierensieg in Dresden noch zu gefährden.

Foto: City-Press