Adler zurück an der Spitze – München stoppt Ingolstadts Rekordserie
Eisbären eiskalt – Iserlohns Aufholjagd bleibt unbelohnt
Die Iserlohn Roosters haben in Berlin trotz mutiger Moral und starkem Mittelabschnitt mit 5:3 verloren. Wie schon im ersten Saisonduell nutzten die Eisbären ihre Chancen konsequenter und bestraften jeden Fehler der Sauerländer – ein Muster, das sich über 60 Minuten immer wieder zeigte. Iserlohn startete mutig, verpasste frühe Großchancen und lief kurz darauf in den Rückstand. Veilleux und ein abgefälschter Powerplay-Schuss von Eder stellten nach 20 Minuten auf 2:0 für den Titelverteidiger.
Der IEC fand im zweiten Drittel eindrucksvoll zurück: Fischbuch verkürzte, Berlin antwortete sofort, doch Norell und Wood drehten das Momentum und glichen noch vor der Sirene zum 3:3 aus. Das Spiel war wieder offen – bis kleine Unachtsamkeiten das Pendel erneut kippen ließen. Pföderl traf nach einem Befreiungsfehler zur erneuten Berliner Führung, Eder legte bei einem Konter nach.
Iserlohn stemmte sich gegen die Niederlage, zog Hane und warf alles nach vorn – doch der Ausgleich wollte nicht fallen.
Derbyfest im SAP Garden – München stoppt ERC-Serie mit Abgezocktheit und Shutout
Red Bull München hat Tabellenführer Ingolstadt im oberbayerischen Prestigeduell mit 2:0 bezwungen und damit nicht nur den siebten Heimsieg in Serie gefeiert, sondern auch die beeindruckende ERC-Erfolgsreihe von elf Siegen beendet. Vor ausverkaufter Kulisse und insgesamt 10.796 Zuschauern trafen Jeremy McKenna per Abfälscher früh zum 1:0 und Ville Pokka machte Sekunden vor Schluss mit einem Empty-Netter alles klar.
Ingolstadt kam zwar engagiert, doch München fand schnell die Kontrolle – einzig Panther-Goalie Brett Brochu verhinderte Schlimmeres. Auch im Mittelabschnitt blieb die Partie von Disziplin und Taktik geprägt: Zweimal rettete der Pfosten, Großchancen verpufften auf beiden Seiten.
Im Schlussdrittel suchte der ERC verzweifelt den Ausgleich, doch Red-Bulls-Keeper Antoine Bibeau veredelte seinen starken Abend mit dem ersten DEL-Shutout. Als Ingolstadt alles riskierte, entschied München gnadenlos.
Adler zu abgezockt – Straubing scheitert an Effizienz und starker Mannheimer Defensive
Die Straubing Tigers stecken weiter im Formtief – am 25. Spieltag setzte es zu Hause ein deutliches 0:4 gegen selbstbewusst auftretende Adler Mannheim. Während die Niederbayern Chancen liegen ließen, agierte der Tabellenzweite eiskalt und nutzte entscheidende Momente clever aus.
Leon Gawanke eröffnete früh im Powerplay, weitere Großchancen blieben zunächst ungenutzt, doch Straubing fand erst spät ins Spiel. Zu Beginn des zweiten Drittels vergaben Madden und Leonhardt beste Möglichkeiten – im Gegenzug erhöhte Kris Reichel zum 0:2. Trotz offensiver Bemühungen fehlte Straubing die Durchschlagskraft.
Im Schlussabschnitt setzten die Adler kontrollierte Nadelstiche, Straubing verzweifelte mehrfach an Goalie Maximilian Franzreb, der seinen zweiten Shutout in Serie einfuhr. Späte Überzahl sorgte für den Knock-Out: Justin Schütz und Marc Michaelis stellten auf 0:4. Die Tigers kämpfen, Mannheim punktet – und das gnadenlos effizient.
Pinguine kontern Wild Wings aus – Bremerhaven nimmt in Schwenningen drei Punkte mit
Die Fischtown Pinguins haben ihr Auswärtsspiel in Schwenningen klar mit 2:6 gewonnen und dabei vor allem in der Chancenverwertung den Unterschied gemacht. Beide Teams starteten punktgleich in die Partie, doch am Ende gingen die drei Zähler an die Gäste von der Nordseeküste.
Schwenningen erwischte zunächst den besseren Start und ging im ersten Drittel zweimal in Führung, doch Bremerhaven antwortete jeweils schnell – unter anderem durch Alex Friesen und Fabian Herrmann, der direkt bei seinem Comeback traf. Mit dem 2:2 nach 20 Minuten war die Begegnung noch völlig offen, spielerisch blieb es jedoch ein zerfahrenes Duell mit wenigen klaren Chancen.
Im Mitteldrittel übernahmen die Pinguins zunehmend die Kontrolle. Ein abgefälschter Schuss brachte die erstmalige Führung, anschließend erhöhten Jan Urbas und Alex Friesen binnen kurzer Zeit auf 2:5. Die Wild Wings fanden offensiv kaum Lösungen, während Bremerhaven zielstrebiger agierte und defensiv stabil blieb.
Auch im Schlussabschnitt änderte sich das Bild nicht: Schwenningen drückte, Bremerhaven konterte konsequent – Colt Conrad sorgte mit seinem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung. Die Pinguins belohnen sich damit für ein abgeklärtes Auswärtsspiel, während die Hausherren trotz engagiertem Beginn ohne Zählbares dastehen.
Wolfsburg nutzt Chancen – Frankfurt scheitert an Effizienz
Die Löwen Frankfurt mussten sich am 25. DEL-Spieltag auswärts mit 4:1 bei den Grizzlys Wolfsburg geschlagen geben. In einem lange offenen Duell präsentierten sich die Hausherren kaltschnäuziger im Abschluss und entschieden die Partie im Schlussdrittel endgültig zu ihren Gunsten.
Nach einem ausgeglichenen Auftakt ohne Treffer kamen beide Teams zunächst nur vereinzelt zu Abschlüssen. Frankfurt setzte erste Offensivimpulse, während Cody Brenner im Löwen-Tor mehrfach sicher agierte. Mit dem 0:0 ging es in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt übernahmen die Grizzlys zunehmend die Kontrolle. Luis Schinko brach nach einer halben Stunde den Bann, kurz vor der Pause erhöhte Bobby Lynch auf 2:0. Frankfurt tat sich offensiv schwer, selbst im Powerplay fehlte die letzte Durchschlagskraft.
Auch im Schlussdrittel blieb Wolfsburg effektiver: Jacob Hayhurst stellte auf 3:0, ehe Maksim Matushkin per abgefälschtem Schuss verkürzte. In der Schlussphase riskierte Frankfurt mit einem Extra-Angreifer alles, doch Tyler Gaudet sorgte per Empty-Net-Treffer für den Endstand.
Haie schlagen Nürnberg – fünfter Sieg in Serie und Sprung auf Rang drei
Die Kölner Haie haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt und Nürnberg mit 7:4 bezwungen. Vor 17.919 Zuschauern präsentierte sich der KEC offensiv dominant und profitierte vor allem von einem starken Powerplay, in dem gleich vier Treffer gelangen. Tanner Kero eröffnete früh, ehe Patrick Russell und Dominik Bokk in Überzahl auf 3:0 stellten.
Im zweiten Drittel kamen die Ice Tigers besser ins Spiel und verkürzten, doch Köln antwortete prompt: Brady Austin und erneut Bokk erhöhten binnen kurzer Zeit auf 5:1. Nürnberg kämpfte sich mit zwei Powerplaytoren zurück, bevor Oliwer Kaski kurz vor der Pause den alten Abstand wiederherstellte.
Im Schlussabschnitt kontrollierten die Haie das Geschehen weitgehend, Juhani Tyrväinen traf zum 7:3, ehe Nürnberg mit dem letzten Treffer des Abends Ergebniskosmetik betrieb. Mit dem fünften Sieg in Folge klettert Köln auf Tabellenplatz drei.
Foto: City-Press

