Shoutouts in Regensburg und Bad Nauheim – Towerstars beenden Negativserie
Steelers bezwingen Crimmitschau – spätes Aufbäumen reicht den Eispiraten nicht
Vor 4.493 Zuschauern in der EgeTrans Arena setzten sich die Bietigheim Steelers mit 3:1 gegen die Eispiraten Crimmitschau durch. In einem intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Spiel erwischten zunächst die Gäste den besseren Start, doch kurz vor Drittelende sorgte Arne Uplegger mit einem präzisen Schuss für die überraschende Bietigheimer Führung.
Im zweiten Abschnitt steigerten sich die Hausherren merklich, bestimmten phasenweise das Tempo und fanden immer wieder Wege vor das Tor von Kevin Reich. Der Crimmitschauer Schlussmann hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel und verhinderte einen höheren Rückstand. Erst im Schlussdrittel gelang Corey Mackin im Powerplay der verdiente Ausgleich.
Doch Bietigheim antwortete prompt: Pawel Dronia brachte die Gastgeber mit einem Distanzschuss erneut in Front, ehe Cole Fonstad per Empty Net den Endstand herstellte.
Regensburg eiskalt im Derby – Blue Devils ohne Durchschlagskraft
Im Oberpfalzduell zwischen den Eisbären Regensburg und den Blue Devils Weiden setzte sich die Effizienz der Gastgeber klar durch. Bereits nach knapp fünf Minuten lagen die Hausherren mit 2:0 in Front – ein früher Doppelschlag, durch Kindopp und Slezak, von dem sich Weiden spielerisch wie mental kaum erholte.
Regensburg verteidigte kompakt, während den Gästen trotz Einsatz die nötige Durchschlagskraft im Abschluss fehlte. Zudem präsentierte sich Schlussmann Jonas Neffin – wie bereits mehrfach in dieser Saison – in Topform und stellte Weiden vor unlösbare Aufgaben. Im Schlussdrittel riskierten die Blue Devils in Unterzahl alles und zogen den Goalie, doch statt des Anschlusses setzte Alex Berardinelli den Puck ins leere Tor zum 3:0. Damit war das Derby entschieden und alle Hoffnungen der Gäste auf ein Comeback dahin.
Jonas Neffin sicherte sich mit einer souveränen Leistung seinen dritten Shutout der Saison, während die Blue Devils ohne eigenes Tor das Eis verlassen mussten.
Huskies drehen Partie im Mittelabschnitt – Kaufbeuren verpasst Ausgleich
Trotz couragiertem Auftritt musste sich der ESV Kaufbeuren am 22. DEL2-Spieltag beim Tabellenzweiten Kassel Huskies knapp mit 1:2 geschlagen geben. Die Allgäuer, die mit einem dezimierten Kader und ohne mehrere Stammkräfte antreten mussten, gingen im ersten Drittel überraschend in Führung: Henri Kanninen verwertete in Minute zwölf ein traumhaftes Zuspiel von McLellan und brachte die Gäste damit 1:0 in Front.
Kassel steigerte sich mit fortlaufender Spielzeit, während Kaufbeuren defensiv viel investierte und auf Konter lauerte. Im zweiten Abschnitt nutzten die Hausherren schließlich ihre Druckphase. Erst glich Darren Mieszkowski per Direktabnahme aus, wenig später drehte Dominic Turgeon die Begegnung mit dem 2:1. Die Joker kamen durch Yannik Burghart und Tyson McLellan zu guten Chancen, scheiterten jedoch an Kassel-Schlussmann Philipp Maurer.
Im letzten Drittel verteidigten die Huskies kompakt und ließen nur wenige Abschlüsse zu. Auch ein spätes Powerplay und das Risiko mit sechstem Feldspieler brachte Kaufbeuren keinen Erfolg mehr. Kassel rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und behielt die Punkte in Nordhessen, während der ESVK trotz personeller Engpässe einen disziplinierten und ausdauernden Auswärtsauftritt zeigte.
Landshut siegt nach Shootout – DEG belohnt sich nur teilweise
In einem spannenden und ausgeglichenen DEL2-Duell sicherte sich der EV Landshut am zweiten Advent einen 4:3-Heimsieg nach Penaltyschießen gegen die Düsseldorfer EG. Beide Teams lieferten den 4.382 Zuschauern in der VR-Bank Landshut Arena ein intensives Match, das über 65 Minuten hinweg eng geführt war. Düsseldorf erwischte den besseren Start und ging früh im Powerplay durch Ture Linden in Führung, doch Landshut antwortete noch im ersten Drittel durch Tobias Lindberg zum 1:1.
Auch im Mittelabschnitt teilten sich beide Mannschaften die Treffer: Lindberg sorgte zunächst für die Landshuter Führung, ehe Daniel Assavolyuk fast im Gegenzug ausglich. Beide Teams erspielten sich Chancen, gefährlich wurde es besonders beim vierminütigen Überzahlspiel der Hausherren kurz vor der Sirene – jedoch ohne Ertrag. Im Schlussdrittel schien Dylan Plouffes Treffer zum 3:2 den EVL auf die Siegerstraße zu bringen, doch Max Balinson rettete Düsseldorf 42 Sekunden vor Ende mit einem Schlagschuss in die Verlängerung.
In der Overtime hatte Landshut leichte Vorteile, ein Treffer fiel jedoch nicht. Im Penaltyschießen entschied schließlich Tobias Schwarz als einziger erfolgreicher Schütze das Duell zugunsten der Gastgeber. Die DEG zeigte einen mutigen und strukturierten Auftritt, musste sich am Ende jedoch mit einem Punkt begnügen.
Krefeld dreht das Spiel und siegt nach Shootout in Freiburg
Die Krefeld Pinguine bleiben Tabellenführer – dank eines 3:4-Erfolges nach Penaltyschießen beim EHC Freiburg. In einer Partie, die sich über weite Strecken ausgeglichen entwickelte, setzte der KEV zunächst das erste Ausrufezeichen, als Mathew Santos im ersten Drittel zur Führung traf. Freiburg hielt defensiv kompakt dagegen, eigene Abschlüsse blieben jedoch selten.
Im Mittelabschnitt drehte sich das Bild: Die Wölfe nutzten ihre Powerplays eiskalt und gingen durch Treffer von Christian Billich sowie Eero Elo und Fabian Ilestedt mit 3:1 in Führung. Krefeld geriet ins Hintertreffen, antwortete jedoch im Schlussdrittel mit hohem Tempo und Durchschlagskraft. Jan Nijenhuis verkürzte in seinem zweiten Einsatz erstmals für Schwarz-Gelb, ehe Philip Gogulla per Abstauber zum 3:3 ausglich.
In der Verlängerung besaßen beide Teams Möglichkeiten zur Entscheidung, eine davon verpasste Krefeld nur knapp. Erst im Penaltyschießen fiel die Entscheidung zugunsten der Gäste: Max Newton und Daniel Bruch verwandelten, während KEV-Goalie Felix Bick nur einmal überwunden wurde.
Bad Nauheim setzt Ausrufezeichen – Füchse ohne Torerfolg
Der EC Bad Nauheim feierte am Sonntagabend einen klaren 5:0-Heimsieg gegen die Lausitzer Füchse und bestätigte damit einen überzeugenden Auftritt vor 2037 Zuschauern. In einem zunächst ausgeglichenen und chancenarmen Auftaktdrittel neutralisierten sich beide Teams weitgehend, bevor das Powerplay der Hausherren im Mittelabschnitt zum Wendepunkt wurde. Justin MacPherson brach den Bann, kurz darauf erhöhte Parker Bowles innerhalb weniger Sekunden auf 2:0.
Nach der zweiten Pause baute Bad Nauheim die Führung konsequent aus: Marc El-Sayed traf früh im Schlussdrittel, Davis Koch legte in einer offenen Phase nach. Für den Schlusspunkt sorgte Sebastian Bengtsson, der mit seinem ersten Treffer im EC-Trikot sowie insgesamt vier Scorerpunkten herausragte. Füchse-Torhüter Anthony Morrone verhinderte mit mehreren Paraden ein noch deutlicheres Ergebnis, während Jerry Kuhn auf der anderen Seite mit starken Szenen seinen dritten Saison-Shutout sicherte.
Weißwasser blieb offensiv zu selten zwingend und scheiterte mehrfach an Kuhn oder am Pfosten. In der Schlussphase entlud sich der Frust in einer handfesten Auseinandersetzung – am klaren Endstand von 5:0 änderte das jedoch nichts.
Towerstars stoppen Negativserie – 4:2-Erfolg gegen Rosenheim
Nach drei sieglosen Spielen fanden die Ravensburg Towerstars am Sonntagabend zurück in die Erfolgsspur. Gegen den Tabellendritten Starbulls Rosenheim setzte sich die Mannschaft von Trainer Bo Subr vor 2461 Zuschauern mit 4:2 durch. Der Auftakt verlief vielversprechend: Ravensburg bestimmte früh das Spiel, belohnte sich jedoch erst in der 14. Minute, als Alec Ahlroth zum 1:0 abstaubte. Rosenheim drehte die Partie jedoch vor der Pause durch Treffer von Ville Järveläinen und Maximilian Adam.
Im zweiten Drittel gelang den Towerstars der Ausgleich, als Mark Rassell eine Czarnik-Aktion verwertete. Trotz mehrerer Strafzeiten überstand Ravensburg die Druckphase der Gäste, während Rosenheims Überzahlspiel an diesem Abend ohne Erfolg blieb. Die Entscheidung fiel im Schlussabschnitt: Erik Karlsson brachte die Hausherren mit 3:2 erneut in Führung, wenig später erhöhte Robbie Czarnik aus halbrechter Position zum Endstand.
Rosenheim erspielte sich im letzten Drittel zwar Chancen, trat vor dem Tor jedoch nicht konsequent genug auf. Ravensburg hingegen zeigte sich effizient und verteidigte die Führung souverän. Für die Towerstars bedeutete der Heimsieg ein wichtiges Erfolgserlebnis, während die Starbulls nach zuvor vier Dreier-Erfolgen erstmals wieder ohne Punkte blieben.
Foto: City-Press

