Füchse schlagen Kaufbeuren in letzter Sekunde – Joker vergeben späten Lohn eines couragierten Auftritts
In einem umkämpften Duell in Weißwasser entschieden die Lausitzer Füchse den 27. DEL2-Spieltag erst drei Sekunden vor Schluss mit 3:2 für sich. Beide Teams traten durch Verletzungen und Erkrankungen personell geschwächt an, wobei Kaufbeuren zusätzlich eine lange Anreise zu verkraften hatte. Nach einem ereignisarmen ersten Drittel nutzten die Gastgeber ihren hohen Druck im Mittelabschnitt und gingen durch Breitkreuz und Nachwuchsstürmer Knaus verdient zweimal in Führung, während Rio Kaiser für den zwischenzeitlichen ESVK-Ausgleich sorgte.
Im Schlussabschnitt steigerten sich die Allgäuer deutlich, kamen durch Neuzugang Brent Raedeke im Powerplay zum 2:2 und setzten die Füchse zunehmend unter Druck. Doch eine strittige Szene um den gefoulten Topscorer Kanninen und eine spätere Strafe brachten Kaufbeuren aus dem Rhythmus – und Weißwasser schlug zu: Hjorth traf in Überzahl kurz vor der Sirene zum 3:2-Endstand.
Huskies feiern souveränen Heimsieg – Blue Devils trotz aufopferungsvollem Kampf ohne Chance
Mit einem abgeklärten 4:1-Erfolg über die Blue Devils Weiden legten die Kassel Huskies am Weihnachtsvorabend drei verdiente Punkte unter den Baum. Beide Teams kamen nach einem torlosen ersten Abschnitt besser aus der Kabine, doch Kassel nutzte seine Chancen konsequenter: Valenti stocherte den Führungstreffer über die Linie, wenig später erhöhte Wilde per präzisem Abschluss unter die Latte.
Im Schlussdrittel schien die Vorentscheidung früh gefallen, als Mieszkowski in doppelter Überzahl zum 3:0 abfälschte. Obwohl Weiden durch Vinzens noch einmal verkürzte, geriet Kassel kaum ins Wanken – auch weil die Gäste offensiv nur selten zwingend wurden und Shilin im Tor stabil blieb. Die Hausherren verpassten es zwar, das Spiel früher deutlicher zu gestalten, doch Hunter Garlent sorgte – passend zu seiner verkündeten Vertragsverlängerung – mit einem Empty-Net-Treffer für den 4:1-Endstand.
Später Stich ins Herz: Bad Nauheim ringt Landshut nieder
In einer packenden Partiel setzte sich der EC Bad Nauheim am Ende mit 4:3 nach Verlängerung gegen den EV Landshut durch – und das mit einem dramatischen Schlusspunkt. 18,6 Sekunden vor dem Ende der Overtime sorgte Topscorer Justin MacPherson für den umjubelten Siegtreffer der Roten Teufel.
Zuvor hatten sich beide Teams ein intensives und temporeiches Spiel geliefert. Landshut erwischte den besseren Start und führte nach Treffern von Steck und Immo zweimal, ehe Bengtsson mit einem Doppelpack und Kaiser das Match zugunsten der Gastgeber drehten. Bad Nauheim vergab im zweiten Drittel weitere Topchancen, während EVL-Goalie Dietl sein Team mit mehreren Glanzparaden im Spiel hielt.
Im Schlussabschnitt traf Kornelli zum 3:3-Ausgleich, danach hatten beide Seiten den Sieg auf der Kelle – Bowles für Bad Nauheim, Lindberg in der Overtime für den EVL. Die Entscheidung fiel schließlich im letzten Angriff des Abends: MacPherson vollendete eine schnelle Kombination und sicherte Bad Nauheim zwei wichtige Punkte
Effektive Wölfe stoppen Bietigheims Siegesserie
Der erfolgreiche Lauf der Bietigheim Steelers hat in Freiburg ein abruptes Ende gefunden. Vor ausverkaufter Kulisse setzten sich die Wölfe mit 5:3 durch – dank gnadenloser Chancenverwertung und drei Treffern von Fabian Ilestedt.
Die Partie begann hitzig: Bereits nach 90 Sekunden saßen drei Akteure auf der Strafbank, doch aus dem frühen Chaos schlug zunächst niemand Kapital. Freiburg brach den Bann in seinem ersten Powerplay, als Ilestedt aus halblinker Position zum 1:0 traf. Trotz deutlicher Spielanteile blieb Bietigheim im ersten Drittel ohne Torerfolg.
Auch im zweiten Abschnitt nutzte der EHC eine Nachlässigkeit eiskalt: Ilestedt fing einen Aufbaupass ab und erhöhte per Rückhand auf 2:0. Die Steelers blieben aber dran und verkürzten durch Racuk, dessen Schlenzer abgefälscht im Tor landete.
Das Schlussdrittel brachte dann den entscheidenden Freiburger Doppelschlag. Ewanyk stellte auf 3:1, O’Donnell legte im Powerplay nach – und Ilestedt vollendete mit seinem dritten Treffer zum 5:1. Bietigheim kämpfte sich durch Tore von Sturm und Hochreither zwar noch einmal heran, doch der Rückstand aus den fatalen vier Minuten Mitte des Schlussabschnitts war nicht mehr aufzuholen.
Starbulls überstehen Zittern im Schlussdrittel – Crimmitschau fehlt die Kaltschnäuzigkeit
Die Starbulls Rosenheim haben ihr letztes Spiel vor Weihnachten mit 4:3 gegen die Eispiraten Crimmitschau gewonnen – ein Erfolg, der trotz eines starken Auftaktdrittels erst in der Schlussphase über die Zeit gebracht wurde.
Die Gastgeber dominierten den ersten Abschnitt klar und gingen nach einem schnellen Doppelschlag von Zwickl und Feser verdient mit 2:0 in die Pause. Nach dem Wiederbeginn kippte das Spiel jedoch völlig: Crimmitschau nutzte Rosenheimer Fehler eiskalt aus und kam durch Brune und Veber zum Ausgleich, während Goalie Kolarz den Starbulls das 2:2 rettete.
Im Schlussdrittel traf zunächst Kolb aus heiterem Himmel, ehe erneut Feser binnen Sekunden auf 4:2 erhöhte. Statt die Partie zu entscheiden, ließen die Grün-Weißen mehrere Powerplays liegen – und mussten nach einem Unterzahltreffer der Gäste noch zittern. Am Ende rettete Rosenheim den knappen Vorsprung über die Zeit und behauptete dank dreier Zähler den Platz in der Spitzengruppe.
DEG belohnt sich für Geduld und Kampf – Regensburg unterliegt trotz starkem Start
Die Düsseldorfer EG feierte kurz vor Weihnachten einen wichtigen 4:1-Auswärtssieg in Regensburg und bescherte damit Neu-Headcoach Harry Lange seinen ersten Erfolg hinter der Bande. Beide Teams lieferten sich ein intensives Spiel, in dem die Eisbären zunächst klarer agierten und durch ein abgefälschtes Tor im ersten Drittel verdient führten.
Düsseldorf fand jedoch zunehmend Stabilität, nutzte im Mittelabschnitt eine Druckphase zum Ausgleich und übernahm im Schlussdrittel endgültig die Kontrolle. Ein Unterzahltor von Simon Thiel drehte die Partie, ehe Ture Linden und ein Empty-Net-Treffer von Eric Bradford alles klar machten. Regensburg kämpfte zwar um jede Chance, scheiterte aber wiederholt an Lunemann und der stabilen DEG-Defensive.
Spitzenreiter Krefeld triumphiert in Ravensburg
Die Ravensburg Towerstars mussten sich dem Tabellenführer aus Krefeld trotz eines verheißungsvollen Starts mit 1:4 geschlagen geben. Marvin Schmid brachte die Oberschwaben früh in Führung, doch nach einem verhaltenen Auftaktdrittel fanden die Pinguine im Mittelabschnitt ihren Rhythmus.
Davis Vandane glich bereits 28 Sekunden nach Wiederbeginn aus, ehe David Cerny das Spiel nur wenige Minuten später drehte. Niclas Focks erhöhte noch vor der zweiten Pause auf 1:3 und belohnte damit die klar dominanten Gäste. Im Schlussdrittel verteidigten die Pinguine ihre Führung souverän und setzten durch Ex-Towerstar Mathew Santos den Schlusspunkt zum 1:4.
Foto: City-Press

