Penny DEL Spieltag am Dienstag

Haie entscheiden Spiel früh – Frankfurt rennt Fehlstart vergeblich hinterher

Die Kölner Haie haben den Christmas-Klassiker in Frankfurt mit 1:4 gewonnen und dabei das Spiel schon im ersten Drittel entschieden. Die Löwen wirkten defensiv verunsichert und lagen nach frühen Treffern von Niedenz, Tuomie und Russell schnell 0:3 zurück. Goalie Tokarski verhinderte in dieser Phase Schlimmeres.

Im zweiten Abschnitt fand Frankfurt besser in die Partie, nutzte Kölner Strafzeiten und verkürzte durch Brace im Powerplay. Wedman und Fröberg hatten anschließend den Anschluss auf dem Schläger, scheiterten jedoch knapp.

Im Schlussdrittel verteidigte Köln souverän und ließ nur wenige klare Löwen-Chancen zu. Als Frankfurt den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, traf Kero ins leere Tor zum 1:4-Endstand. Die Haie feierten damit ihren vierten Sieg in Folge, während die Löwen ihre Negativserie nicht stoppen konnten.

Ice Tigers siegen in Overtime – Augsburg kämpft stark, bleibt aber sieglos daheim

Die Augsburger Panther mussten sich auch im letzten Heimspiel vor Weihnachten geschlagen geben: Gegen die Nürnberg Ice Tigers unterlag der AEV trotz großer Moral mit 2:3 nach Verlängerung.

Nach einem ausgeglichenen, torlosen Start übernahmen die Gäste im Mittelabschnitt das Kommando. Dove-McFalls und Barratt stellten verdient auf 0:2, während Augsburg offensiv lange nicht durchkam. Erst im Schlussdrittel drehten die Panther auf: Louis verkürzte nach einem Solo, kurz darauf glich Blank zum 2:2 aus.

In einer offenen Schlussphase blieb beiden Teams der Siegtreffer verwehrt. In der Overtime entschied schließlich ein schneller Konter: Murray traf präzise ins lange Eck und brachte Nürnberg den Zusatzpunkt, während Augsburg seine Heimserie weiter nicht durchbrechen konnte.

München stoppt Ingolstadts Heimserie – Red Bulls eiskalt im Topspiel

Im Derby der oberen Tabellenregion setzte sich Red Bull München mit 1:3 beim ERC Ingolstadt durch und beendete damit die beeindruckende Heimserie der Panther nach 14 Siegen in Folge. Beide Teams starteten mit hohem Tempo, doch erst in einer Vier-gegen-vier-Phase fielen die Treffer: Hirose traf präzise zur Münchner Führung, Barber glich kurz darauf aus.

Im Mittelabschnitt boten sich Ingolstadt gleich mehrfach Hochkaräter, doch Pfostenpech und ein starker Bibeau verhinderten den möglichen ERC-Führungstreffer. Stattdessen schlugen die Gäste im Stil einer Spitzenmannschaft zu: DeSousa verwertete einen Abpraller zum 1:2 und legte im direkten Gegenzug nach, nachdem Girduckis zuvor erneut den Pfosten getroffen hatte.

Im Schlussdrittel drängte der ERC zwar auf den Anschluss, scheiterte aber immer wieder an Münchens kompakter Defensive. Auch ein Powerplay mit Extra-Angreifer brachte keinen Erfolg, sodass die Red Bulls ihren achten Sieg in Serie sicherten und am ERC in der Tabelle vorbeizogen.

Straubing siegt dank frühem Offensivfeuerwerk – Dresden kämpft sich spät heran

Die Straubing Tigers feierten am Vorabend von Heiligabend einen 5:3-Heimsieg über die Dresdner Eislöwen und bauten ihre Erfolgsserie weiter aus. Vor über 250 mitgereisten Gästefans startete Dresden zwar engagiert, doch Scott, Loibl und Beaudin nutzten drei defensive Unsauberkeiten der Sachsen zur klaren 3:1-Pausenführung der Tigers.

Im Mittelabschnitt entschieden die Niederbayern die Partie scheinbar vorzeitig: Brandt traf in doppelter Überzahl, Loibl legte nur Sekunden später zum 5:1 nach. Erst danach fand Dresden zurück ins Spiel. Bouma verkürzte in Überzahl, Fox besorgte im Schlussdrittel das 5:3, ehe Bugl mehrfach stark retten musste.

Dresden drängte mit gezogenem Torhüter auf den Anschluss, ein Videobeweis nahm den Eislöwen kurz vor Schluss jedoch den Hoffnungsmoment. Trotz wackerer Aufholjagd reichte es nicht – Straubing brachte den Sieg, nach dominanten 25 Anfangsminuten, über die Zeit.

Effiziente Pinguins lassen Schwenningen keine Chance – Hungerecker krönt 100. DEL-Spiel mit Shutout

Die Fischtown Pinguins haben ihr Auswärtsspiel in Schwenningen mit 0:4 gewonnen. Matchwinner wurde Goalie Leon Hungerecker, der in seinem 100. DEL-Spiel mit zahlreichen Paraden die Null hielt und seinem Team damit Stabilität verlieh.

Beide Mannschaften starteten engagiert, doch während die Wild Wings frühe Großchancen ausließen, nutzten die Gäste kurz vor der ersten Pause den entscheidenden Moment: Bruggisser traf per Distanzschuss zum 0:1. Auch im zweiten Abschnitt blieb Bremerhaven defensiv kompakt und schlug offensiv eiskalt zu – Kinder erhöhte nach feiner Kombination auf 0:2.

Im Schlussdrittel stemmte sich Schwenningen vehement gegen die drohende Niederlage und drückte zeitweise auf den Anschluss, scheiterte aber wiederholt an Hungerecker oder der vielbeinigen Pinguins-Abwehr. Ein Powerplay-Treffer von Conrad brachte die Vorentscheidung, Mauermann setzte per Empty Net den Schlusspunkt zum 0:4.

Grizzlys drehen spät auf – Iserlohn verliert Führung und Faden

Die Grizzlys Wolfsburg haben ihr letztes Spiel vor Weihnachten mit 4:1 gegen die Iserlohn Roosters gewonnen und dabei vor allem in den Special Teams zugeschlagen. Iserlohn bestimmte über weite Strecken die Partie, verpasste aber nach der eigenen Führung den Ausbau – und kassierte die entscheidenden Gegentreffer in Unterzahl.

Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel mit Chancen auf beiden Seiten brachte Roosters-Kapitän Daniel Fischbuch sein Team Mitte des zweiten Abschnitts per präzisem Schlenzer in Führung. Kurz darauf bot sich den Sauerländern die große Chance auf das 0:2, doch das Powerplay blieb erneut wirkungslos. Wolfsburg nutzte dagegen sein erstes Überzahlspiel: Lynch traf im Nachschuss zum 1:1.

Zu Beginn des Schlussdrittels folgte der nächste Nackenschlag für die Roosters, als Smith eine Hereingabe unhaltbar abfälschte. Während Iserlohn zunehmend hektischer agierte und klare Aktionen vermissen ließ, setzte Melchiori mit dem 3:1 die Vorentscheidung. In der Schlussphase nahm Iserlohn den Goalie heraus, doch Chrobot traf ins leere Tor.

Torreiches Spektakel: Mannheim behält im 13-Tore-Krimi die Oberhand

Die Adler Mannheim haben das „Spiel der leuchtenden Herzen“ gegen die Eisbären Berlin mit 8:5 gewonnen – eine Partie, die vor Weihnachten zu einem Offensivfeuerwerk auf beiden Seiten wurde. Während Mannheim dank einer starken Powerplay-Ausbeute früh die Kontrolle übernahm, bewiesen die Berliner mehrfach Moral, konnten den Rückstand jedoch nie vollständig wettmachen.

Nach einer annullierten Berliner Führung entschieden die Adler das erste Drittel praktisch im Alleingang: Solow, Heim, Bennett und Mattinen trafen binnen sechs Minuten zum 4:1. Berlin antwortete nach dem Wiederbeginn couragiert, verkürzte durch Byron in Unterzahl und Kirk im Powerplay, doch erneut brachten zahlreiche Strafen die Hauptstädter aus dem Rhythmus. Mannheim nutzte die Phase eiskalt: Plachta, Greco und Schütz erhöhten im Überzahl-Dreierpack auf 7:3.

Im Schlussdrittel stemmten sich die Eisbären nochmals gegen die drohende Niederlage, kamen durch Kirk und Reinke in Überzahl bis auf 7:5 heran. Doch die Adler verteidigten routiniert – und Ehl sorgte per Empty-Netter für den endgültigen Schlusspunkt eines furiosen Abends.

Foto: City-Press