Kaufbeuren siegt endlich wieder – Starbulls behalten im Spitzenspiel die Oberhand
Eispiraten behalten in turbulentem Duell die Oberhand – Nauheim trotz Aufholjagden ohne Ertrag
Die Eispiraten Crimmitschau haben ein intensives und lange offenes DEL2-Spiel gegen den EC Bad Nauheim mit 5:3 für sich entschieden. Vor 2.354 Zuschauern im Sahnpark entwickelte sich eine Partie mit hohem Tempo, mehreren Führungswechseln und vielen spielentscheidenden Momenten.
Crimmitschau erwischte den besseren Start und ging durch Kreutzer in Führung, musste nach Wiederbeginn jedoch einen schnellen Doppelschlag der Gäste hinnehmen. Bad Nauheim übernahm in dieser Phase die Kontrolle, verpasste es aber, sich deutlicher abzusetzen. Die Hausherren fanden zurück ins Spiel, glichen durch Sacher aus und drehten die Partie noch vor der zweiten Pause durch einen Distanzschuss von McCormick.
Auch im Schlussdrittel blieb es spannend: Nauheim kam erneut zurück, doch McCormick nutzte ein Powerplay zum entscheidenden Treffer. Walsh setzte mit einem Empty-Net-Tor den Schlusspunkt.
Starbulls bestehen beim Spitzenreiter – Rosenheim holt Zusatzpunkt in Krefeld
Die Krefeld Pinguine und die Starbulls Rosenheim trennten sich am zweiten Weihnachtsfeiertag nach einem intensiven Spitzenspiel mit 3:3 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung. Im anschließenden Penaltyschießen sicherten sich die Gäste aus Oberbayern den Zusatzpunkt und behaupteten damit ihre starke Position in der DEL2-Spitzengruppe.
Rosenheim erwischte den besseren Start und ging früh durch Lewis Zerter-Gossage (3.) in Führung. Krefeld übernahm anschließend mehr Spielanteile und wurde kurz vor der ersten Pause belohnt, als Carl Konze mit einem abgefälschten Distanzschuss zum 1:1 traf (18.). Im Mittelabschnitt nutzten die Pinguine ihr Powerplay konsequent: Max Newton verwertete eine Kombination aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung (31.).
Die Starbulls antworteten jedoch eindrucksvoll. Zunächst glich Shane Hanna nach einem schnellen Gegenstoß zum 2:2 aus (35.), nur eine Minute später drehte erneut Zerter-Gossage mit seinem zweiten Treffer des Abends die Partie zum 2:3 (36.). Krefeld zeigte Moral und kam noch vor der zweiten Sirene durch Davis Vandane zum erneuten Ausgleich (39.).
Im Schlussdrittel und in der Verlängerung standen die Defensivreihen sowie beide Torhüter im Fokus, weitere Treffer fielen nicht. Im Penaltyschießen blieb Krefeld ohne Erfolg, während Ville Järveläinen für Rosenheim traf und den Gästen den zweiten Punkt sicherte.
Towerstars dominieren lange – Steelers wachen zu spät auf
Die Ravensburg Towerstars haben am zweiten Weihnachtstag einen wichtigen 2:4-Auswärtssieg bei den Bietigheim Steelers gefeiert. Vor 4.075 Zuschauern in der Ege-Trans-Arena legten die Oberschwaben mit einem furiosen Start den Grundstein und brachten den Erfolg trotz später Gegentreffer kontrolliert über die Zeit.
Ravensburg nutzte die frühe Phase konsequent: Odeen Tufto traf im Vier-gegen-Vier zur Führung (2.), Mark Rassell erhöhte nach starkem Forecheck auf 0:2 (15.). Kurz vor der Pause sorgte Denis Pfaffengut per Nachschuss für klare Verhältnisse (20.). Bietigheim steigerte sich im Mittelabschnitt und kam zu mehr Abschlüssen, scheiterte jedoch mehrfach an Towerstars-Goalie Ilya Sharipov und ließ ein längeres Fünf-gegen-Drei-Powerplay ungenutzt.
Als Nick Latta direkt nach Wiederbeginn auf 0:4 stellte (42.), schien die Partie entschieden. Die Steelers warfen in der Schlussphase alles nach vorne und belohnten sich spät: Joshua Rust verkürzte (56.), Mike Fischer traf nach Vorarbeit von Brett Kemp zum 2:4 (58.). Für mehr reichte die Aufholjagd nicht mehr.
Powerplay entscheidet Weihnachtsspiel: DEG stoppt Kasseler Comeback
Die Düsseldorfer EG hat am zweiten Weihnachtsfeiertag ein intensives Duell gegen die Kassel Huskies mit 4:2 für sich entschieden und damit den zweiten Sieg in Folge gefeiert. In einem zunächst abtastenden ersten Drittel brachte Yushiroh Hirano die Hausherren in Führung (13.), während Kassel mehrere Ausgleichschancen ungenutzt ließ.
Der Mittelabschnitt gehörte zunächst den Gästen: Maciek Rutkowski glich im Powerplay aus (23.), Michael Bartuli drehte die Partie per Konter nur Sekunden später (24.). Die Antwort der DEG folgte jedoch prompt und effektiv mit dem Mann mehr: Lucas Lessio stellte auf 2:2 (32.), Luca Tosto nutzte ein weiteres Überzahlspiel zur erneuten Führung (37.).
Im Schlussdrittel blieb es umkämpft, Kassel drängte auf den Ausgleich, scheiterte aber an Düsseldorfs Defensive und Goalie Niklas Lunemann. Auch ein spätes Powerplay brachte den Huskies nichts ein. Als die Gäste alles riskierten, sorgte Michael Clarke mit einem Treffer ins leere Tor für die Entscheidung (60.).
Effizientes Überzahlspiel bringt Landshut den Derbysieg
Der EV Landshut hat das Derby gegen die Eisbären Regensburg mit 6:3 für sich entschieden und damit nach zuletzt vier Niederlagen wieder in die Erfolgsspur gefunden. Vor ausverkaufter Kulisse entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem Tobias Lindberg den EVL früh im Powerplay in Führung brachte (17.), ehe Kevin Slezak postwendend ausglich (18.).
Im zweiten Drittel übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle. Jesse Koskenkorva (34.) und David Stieler(40.) verwerteten Nachschüsse zur verdienten 3:1-Führung. Regensburg zeigte im Schlussabschnitt jedoch Moral und kam durch Sam Payeur (42.) und erneut Slezak (49.) zum 3:3-Ausgleich zurück.
Den Unterschied machten erneut die Special Teams: Lindberg (51.) und Tor Immo (53.) trafen jeweils nur Sekunden nach Beginn eines Powerplays und brachten Landshut entscheidend auf Kurs. Den Schlusspunkt setzte Martin Haš mit einem Unterzahltor ins leere Tor (55.).
Später Ausgleich und Overtime-Entscheidung: Füchse drehen Spiel in Weiden
Die Lausitzer Füchse haben am zweiten Weihnachtsfeiertag bei den Blue Devils Weiden einen hart erkämpften 3:4-Erfolg nach Verlängerung gefeiert. In einer temporeichen Partie mit wechselnden Vorteilen glichen die Gäste erst kurz vor dem Ende aus und sicherten sich anschließend den Zusatzpunkt.
Die Füchse erwischten den besseren Start und gingen früh durch Tom Knobloch (4.) in Führung. Weiden fand danach besser ins Spiel und kam durch Noah Samanski (17.) noch im ersten Drittel zum Ausgleich. Im Mittelabschnitt nutzten die Hausherren ihre Druckphase, als Tylor Ward (32.) das 2:1 erzielte. Kurz vor der Pause bewiesen die Gäste jedoch Nervenstärke: Nikita Knaus verwandelte einen Penalty 22 Sekunden vor Drittelende zum 2:2.
Auch im Schlussabschnitt bestimmten die Blue Devils über weite Strecken das Geschehen und gingen im Powerplay durch Paul Vincenz (52.) erneut in Führung. Die Füchse stemmten sich dagegen, nahmen den Torhüter vom Eis und wurden belohnt: Lane Scheidl traf 13 Sekunden vor der Sirene zum 3:3-Ausgleich.
In der Overtime hatten die Lausitzer schließlich das bessere Ende für sich. Nach Vorarbeit von Nieleck setzte Leden den entscheidenden Treffer zum 3:4.
ESVK nutzt starke Anfangsphase – Freiburg verpasst Comeback im Allgäu
Der ESV Kaufbeuren hat am 28. DEL2-Spieltag einen verdienten 4:2-Heimsieg gegen den EHC Freiburg gefeiert und damit die Siegesserie der Wölfe beendet. Die Joker überzeugten mit Struktur, hoher Intensität und besserer Effizienz, mussten den Erfolg jedoch mit der Verletzung ihres Top-Scorers Henri Kanninen teuer bezahlen.
Kaufbeuren erwischte den perfekten Start: Nach gewonnenem Bully traf Max Oswald bereits in der zweiten Minute zur frühen Führung. Die Hausherren blieben tonangebend und erhöhten durch Sami Blomqvist (18.) nach starker Vorarbeit auf 2:0. Freiburg kam kaum in die Offensive, hatte vor der Pause jedoch Pech mit einem Lattentreffer.
Auch im zweiten Drittel hielt der ESVK das Tempo hoch. Tyson McLellan stellte in der 25. Minute auf 3:0, ehe die Gäste im Powerplay durch Eero Elo (39.) verkürzten. Kurz nach Wiederbeginn stellte Jonas Fischer nach feinem Zuspiel von Kanninen den alten Abstand wieder her (43.).
Der Wendepunkt folgte wenig später: Kanninen verletzte sich nach einem Zweikampf und Freiburg nutzte das folgende Überzahlspiel durch Shawn O’Donnell (48.) zum 4:2-Anschluss. Trotz Druckphase und gezogenem Torhüter gelang den Gästen kein weiteres Tor. Kaufbeuren brachte den Vorsprung geschlossen über die Zeit, während Freiburg trotz engagierter Schlussphase ohne Punkte abreiste.
Foto: City-Press

