Eispiraten drehen Sachsenderby vor ausverkauftem Sahnpark
Vor ausverkaufter Kulisse mit 5.222 Zuschauern haben die Eispiraten Crimmitschau das letzte Heimspiel des Jahres mit 3:2 gegen die Lausitzer Füchse für sich entschieden. In einem intensiv geführten Derby neutralisierten sich beide Teams im ersten Drittel weitgehend, klare Torchancen waren vorhanden, doch die Torhüter Kevin Reich und Anthony Morrone hielten ihre Mannschaften zunächst schadlos.
Nach der Pause erwischten die Gäste den besseren Start: Lennard Nieleck brachte Weißwasser in Führung, ehe Clarke Breitkreuz mit einem Bauerntrick auf 0:2 erhöhte. Crimmitschau zeigte jedoch Moral und kam noch im Mittelabschnitt zurück. Adam McCormick traf binnen kurzer Zeit doppelt und stellte den Spielstand wieder auf Gleichstand, wodurch das Derby endgültig Fahrt aufnahm.
Im Schlussdrittel drängten beide Teams auf die Entscheidung. Die Füchse scheiterten mehrfach am Aluminium, während die Eispiraten ihre Chancen konsequenter nutzten. Corey Mackin erzielte in der 52. Minute den entscheidenden Treffer zum 3:2. In der Schlussphase verteidigten die Westsachsen kompakt und brachten den Vorsprung über die Zeit, während Weißwasser trotz engagierter Leistung ohne Punkte blieb.
Steelers stoppen Rosenheimer Siegesserie
Die Steelers Bietigheim haben im Duell gegen den Tabellenzweiten ein Ausrufezeichen gesetzt und die Starbulls Rosenheim vor ausverkaufter EgeTrans-Arena mit 5:2 bezwungen. Der Aufsteiger stoppte damit seine eigene Negativserie ebenso wie die Siegesserie des Tabellenzweiten. Früh stellten die Gastgeber die Weichen: Arne Uplegger eröffnete mit einem Solo zum 1:0 (3.), Cole Fonstad erhöhte im Powerplay (8.) und Maximilian Söll nutzte einen Abpraller zum 3:0 (11.). Rosenheim fand durch Teemu Pulkkinen (12.) noch im ersten Drittel eine Antwort.
Im Mittelabschnitt veränderte sich das Bild. Die Starbulls erhöhten den Druck, schnürten Bietigheim phasenweise ein und kamen durch Lewis Zerter-Gossage im Überzahlspiel auf 3:2 heran (30.). In dieser Phase hielten die Steelers mit großem Einsatz dagegen, verteidigten Unterzahlsituationen konsequent und hatten mit Olafr Schmidt einen sicheren Rückhalt. Auf der Gegenseite ließ Rosenheim trotz weiterer Chancen – unter anderem Aluminiumtreffer – den möglichen Ausgleich liegen.
Im Schlussdrittel entschieden Effizienz und Disziplin das Spiel. Nach überstandener doppelter Unterzahl setzte erneut Uplegger mit seinem zweiten Alleingang den Wirkungstreffer zum 4:2 (48.). Rosenheim ging ins Risiko, wurde aber ausgekontert: Joshua Rust traf zum 5:2 (51.). Ein gehaltener Penalty von Schmidt gegen Ville Järveläinen unterstrich den verdienten Heimsieg der Steelers, während Rosenheim trotz Niederlage Tabellenzweiter blieb.
Düsseldorf setzt Serie gegen Kaufbeuren fort
Die Düsseldorfer EG hat den ESV Kaufbeuren vor 8.400 Zuschauern im PSD BANK DOME mit 5:2 besiegt. Damit feierten die Rheinländer den dritten Sieg in Folge und sammelten neun Punkte aus den letzten drei Partien. Früh stellte die DEG die Weichen auf Sieg: Daniel Assavolyuk brachte die Gastgeber in Führung, ehe Erik Bradford noch im ersten Drittel auf 2:0 erhöhte. Kaufbeuren zeigte trotz zahlreicher Ausfälle Moral, ließ defensiv jedoch zu viele Räume zu und konnte seine wenigen klaren Chancen nicht nutzen.
Im Mittelabschnitt blieb Düsseldorf spielbestimmend, auch wenn die Joker phasenweise besser ins Spiel fanden. Niklas Lunemann bestätigte im DEG-Tor seine starke Form und vereitelte mehrere Möglichkeiten der Gäste. Auf der Gegenseite schlug Assavolyuk erneut zu und stellte auf 3:0, nachdem Kaufbeuren die Scheibe nicht aus der eigenen Zone bekam. Trotz weiterer Bemühungen der Allgäuer und einzelner Nadelstiche blieb es bis zur zweiten Pause bei der komfortablen Führung der Hausherren.
Im Schlussdrittel schien die Partie mit dem 4:0 durch Simon Thiel früh entschieden, doch Kaufbeuren gab sich nicht auf. Max Oswald und Max Hadraschek verkürzten noch einmal auf 4:2 und belohnten den Einsatzwillen der dezimierten Joker. Für eine echte Wende reichte es jedoch nicht mehr, Thiel setzte mit seinem zweiten Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt.
Kein Happy End trotz Aufholjagd: Freiburg unterliegt in Landshut knapp
Der EV Landshut hat seinen starken Jahresendspurt fortgesetzt und sich vor 4.131 Zuschauern in der VR-Bank Landshut Arena mit 4:3 gegen den EHC Freiburg durchgesetzt. Grundlage des Heimsiegs war erneut das effiziente Überzahlspiel der Niederbayern, die bereits im ersten Drittel durch David Elsner und Jakob Mayenschein zwei Powerplay-Treffer erzielten und damit früh die Kontrolle über die Partie übernahmen. Freiburg zeigte sich zwar engagiert und laufstark, biss sich bei numerischer Unterlegenheit jedoch mehrfach die Zähne aus.
Im Mittelabschnitt hielten die Wölfe das Spiel offen, erspielten sich phasenweise Vorteile und gute Chancen, ließen diese aber ungenutzt. Landshut verteidigte konzentriert und brachte die 2:0-Führung ohne weiteren Schaden in die zweite Pause. Als Elsner kurz nach Wiederbeginn mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 erhöhte, schien die Partie zugunsten des EVL entschieden, doch Freiburg bewies Moral und kam mit viel Tempo zurück.
Innerhalb weniger Sekunden machten Shawn O’Donnell und Eero Elo das Spiel wieder spannend und verkürzten auf 3:2. Zwar stellte Landshut durch Tor Immo nochmals den Zwei-Tore-Abstand her, doch erneut O’Donnell sorgte postwendend für den Anschluss. In einer intensiven Schlussphase drängten die Gäste auf den Ausgleich, fanden jedoch keinen Weg mehr vorbei an der Landshuter Defensive.
Überzeugender Auftritt in der Fremde: Regensburg gewinnt in Kassel
Die Eisbären Regensburg haben mit einem konzentrierten und mutigen Auftritt beim EC Kassel Huskies drei wichtige Auswärtspunkte eingefahren. Vor 4.655 Zuschauern in der Probonio-Arena entwickelte sich eine schnelle und intensive Partie, in der beide Teams ihre Special Teams nutzen konnten. Regensburg ging durch Bryce Kindopp im Powerplay früh in Führung, Kassel antwortete ebenfalls in Überzahl durch Kapitän Jake Weidner, sodass es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die erste Pause ging.
Im zweiten Drittel präsentierten sich die Gäste wacher und aggressiver im Forecheck. Yuma Grimm profitierte von einem Fehler in der Kasseler Defensive und brachte die Oberpfälzer erneut in Front, ehe Tristan Keck mit einem platzierten Abschluss schnell ausglich. Doch Regensburg blieb zielstrebig und setzte den nächsten Wirkungstreffer: Donát Péter verwertete einen Nachschuss zur dritten Führung des Abends. Kassel hatte in dieser Phase zwar mehr Scheibenbesitz, ließ jedoch sowohl bei Fünf-gegen-fünf als auch im Powerplay die nötige Konsequenz vermissen.
Im Schlussabschnitt erhöhten die Huskies den Druck deutlich und drängten auf den Ausgleich, scheiterten aber immer wieder an der kompakten Defensive der Gäste und am aufmerksamen Jonas Neffin im Tor. Regensburg lauerte auf Umschaltmomente und nutzte einen davon eiskalt: Kindopp schnürte mit seinem zweiten Treffer des Abends per Konter den Doppelpack und entschied die Partie 2:4 spät.
Goalie Schulte überragt: Pinguine holen Zusatzpunkt in Weiden
Die Krefeld Pinguine haben bei den Blue Devils Weiden einen hart erarbeiteten 0:1-Erfolg nach Penaltyschießen gefeiert. In einer über 65 Minuten torlosen Partie standen vor allem die Torhüter im Mittelpunkt. Während Weiden vor allem im ersten Drittel die aktivere Mannschaft war, hielt Krefelds junger Schlussmann Julius Schulte seine Farben mit starken Paraden im Spiel und feierte bei seinem ersten Auswärtseinsatz der Saison einen Shutout.
Mit zunehmender Spielzeit fanden auch die Gäste besser in die Begegnung. Krefeld agierte im zweiten Abschnitt strukturierter, nahm die Zweikämpfe an und erspielte sich eigene Chancen, unter anderem durch Gogulla und Hops. Beide Teams hatten Möglichkeiten in Überzahl, doch sowohl Schulte als auch Weidens Keeper Felix Noack ließen keinen Treffer zu. Im Schlussdrittel sorgte eine umstrittene Szene nach Videobeweis für Diskussionen, als ein vermeintliches Krefelder Tor wegen Regelverstoßes aberkannt wurde. Weiden erhöhte danach den Druck, scheiterte jedoch immer wieder am sicheren Rückhalt der Pinguine.
Auch die Verlängerung brachte trotz guter Gelegenheiten auf beiden Seiten keine Entscheidung. Erst im Penaltyschießen fiel das einzige Tor des Abends: Max Newton verwandelte als einziger Schütze und sicherte den Gästen den Zusatzpunkt.
Towerstars setzen sich in Bad Nauheim durch – Wiens glänzt bei DEL2-Debüt
Die Ravensburg Towerstars haben ihr letztes Auswärtsspiel des Jahres bei den EC Bad Nauheim mit 0:2 gewonnen und damit den dritten Sieg in der Fremde in Folge gefeiert. Vor 3.022 Zuschauern entwickelte sich eine von Defensivarbeit geprägte Partie, in der Torchancen lange Zeit Mangelware blieben. Beide Teams standen kompakt, klare Abschlüsse waren selten, sodass es torlos in die erste Pause ging. Auf beiden Seiten zeigten die Torhüter früh ihre Präsenz und hielten ihre Mannschaften im Spiel.
Die entscheidende Szene folgte kurz vor der ersten Drittelpause, als Bad Nauheim eine Strafzeit kassierte und Ravensburg das zweite Drittel in Überzahl beginnen durfte. Diese Gelegenheit nutzten die Gäste effizient: Robbie Czarnik traf nach einem schnell ausgespielten Powerplay zur Führung. In der Folge blieb das Spiel zerfahren, mit vielen Zweikämpfen und wenig Rhythmus. Während Bad Nauheim Mühe hatte, offensiv Struktur zu finden, verteidigten die Towerstars diszipliniert und ließen nur wenige gefährliche Abschlüsse zu. Im Tor der Oberschwaben überzeugte dabei der erst 20-jährige Nico Wiens, der bei seinem DEL2-Debüt über die gesamte Spielzeit Ruhe ausstrahlte.
Im Schlussabschnitt erhöhten die Roten Teufel den Druck und kamen zu mehreren guten Möglichkeiten, scheiterten jedoch entweder an Wiens oder am Torgestänge. Die Gäste blieben ihrer Linie treu, verteidigten konsequent und setzten in der Schlussphase auf Spielkontrolle. Als Bad Nauheim kurz vor dem Ende den Torhüter vom Eis nahm, sorgte Mark Rassell mit einem Treffer ins leere Tor für die Entscheidung.
Foto: City-Press

