Penny DEL Spieltag am Dienstag

Wild Wings entscheiden intensives Duell im Penaltyschießen

Die Schwenninger Wild Wings und die Grizzlys Wolfsburg lieferten sich ein temporeiches und umkämpftes Spiel, das erst im Penaltyschießen entschieden wurde. Beim 4:3-Erfolg der Gastgeber wechselte die Führung mehrfach, beide Mannschaften nutzten ihre Möglichkeiten konsequent und hielten die Partie bis in die Schlusssekunden offen.

Schwenningen erwischte den besseren Start und ging früh durch Phil Hungerecker in Führung. Wolfsburg antwortete prompt durch Jacob Hayhurst und drehte die Begegnung wenig später mit einem Unterzahltor von Fabio Pfohl. Noch im ersten Drittel glichen die Wild Wings durch Kyle Platzer zum 2:2 aus. Im Mittelabschnitt brachte Luis Schinko die Grizzlys erneut in Front und verschaffte den Gästen einen knappen Vorsprung vor dem Schlussdrittel.

Dort erhöhten die Wild Wings den Druck und belohnten sich kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit: Tyson Spink traf in der Schlussminute zum 3:3 und erzwang die Verlängerung. In der Overtime fiel keine Entscheidung, ehe Spink im Penaltyschießen erneut Verantwortung übernahm und den entscheidenden Versuch verwandelte. Wolfsburg zeigte eine starke Auswärtsleistung, musste sich am Ende jedoch mit einem Punkt zufriedengeben.

Haie drehen Partie in Nürnberg und setzen Siegesserie fort

Die Nürnberg Ice Tigers lieferten dem Tabellenführer aus Köln über weite Strecken einen offenen Schlagabtausch, mussten sich am Ende aber mit 2:4 geschlagen geben. Vor allem im ersten Drittel präsentierten sich die Gastgeber mutig und aggressiv, erspielten sich Vorteile und gingen durch Jake Ustorf nach einem Konter verdient in Führung. Köln tat sich zunächst schwer, klare Chancen zu kreieren, blieb defensiv jedoch stabil und hielt den Rückstand zur ersten Pause in Grenzen.

Im Mittelabschnitt änderte sich das Spielbild deutlich. Die Kölner Haie erhöhten Tempo und Struktur, belohnten sich zunächst durch Brady Austin, der bei angezeigter Strafe zum Ausgleich traf. Frederik Storm drehte die Partie wenig später mit einem platzierten Abschluss, ehe ein abgefälschter Schuss von Oliwer Kaski das 1:3 brachte. Nürnberg blieb jedoch dran und verkürzte durch Timo Bakos, der einen Distanzschuss entscheidend abfälschte. Kurz vor der zweiten Pause nutzten die Haie erneut ein Powerplay, Maximilian Kammerer stellte mit seinem Treffer den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.

Im Schlussdrittel versuchten die Ice Tigers, nochmals Druck aufzubauen, fanden gegen die kompakte Defensive der Gäste jedoch kaum Lücken. Köln verteidigte konsequent, Felix Brückmann im Tor entschärfte die Nürnberger Abschlüsse zuverlässig und ließ keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. So brachten die Haie den Auswärtssieg routiniert über die Zeit, während Nürnberg trotz engagierter Leistung ohne Zählbares blieb.

Ingolstadt siegt zu Hause – Löwen halten lange dagegen

Der ERC Ingolstadt hat sich in einer torreichen Partie mit 6:3 gegen die Löwen Frankfurt durchgesetzt und dabei vor allem seine offensive Durchschlagskraft unter Beweis gestellt. Die Panther legten im Verlauf der Begegnung mehrfach vor, mussten sich jedoch immer wieder mit der Widerstandsfähigkeit der Gäste auseinandersetzen, die auf Rückstände konsequent reagierten.

Bereits im ersten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Daniel Pietta brachte Ingolstadt im Powerplay in Führung, Frankfurt antwortete ebenfalls in Überzahl durch Cam Brace. Auf das 2:1 der Hausherren durch Alex Breton folgte kurz vor der Pause der erneute Ausgleich, als Eric Uba einen Rebound verwertete und die Partie offen hielt.

Im zweiten Abschnitt erhöhte Ingolstadt den Druck und ging durch Sam Ruopp sowie Austen Keating erneut in Front. Frankfurt zeigte Moral und verkürzte noch vor der zweiten Sirene in Unterzahl durch Daniel Pfaffengut auf 3:4. Im Schlussdrittel sorgte Daniel Schmölz mit dem fünften Treffer für die Vorentscheidung, ehe Pietta mit seinem zweiten Tor ins leere Gehäuse den Schlusspunkt setzte.

Eisbären drehen Partie und entführen drei Punkte aus München

Im Topduell zwischen dem Eisbären Berlin und dem EHC Red Bull München setzten sich die Gäste mit 3:2 durch und bestätigten ihre Stabilität in engen Spielen. Die Hausherren erwischten den besseren Start, kontrollierten das erste Drittel und gingen durch Jeremy McKenna verdient in Führung. Berlin hatte in dieser Phase vor allem Torhüter Jonas Stettmer zu verdanken, dass der Rückstand überschaubar blieb.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie. Die Eisbären erhöhten Tempo und Präsenz, wurden aktiver im Forecheck und belohnten sich durch den Ausgleich von Liam Kirk. Kurz vor der zweiten Pause nutzte Lean Bergmann eine Unordnung in der Münchner Defensive zur Berliner Führung. Im Schlussabschnitt blieb das Spiel ausgeglichen, ehe Les Lancaster nach einem Bully auf 1:3 stellte. München warf in der Schlussphase alles nach vorne, kam durch Brady Ferguson noch zum Anschluss, konnte die Niederlage jedoch nicht mehr abwenden. Beide Teams lieferten sich ein intensives Duell, in dem Berlin die entscheidenden Momente für sich nutzte, während München trotz ordentlicher Leistung ohne Zählbares blieb.

Roosters drehen Partie und holen Zusatzpunkt in Augsburg

Die Augsburger Panther und die Iserlohn Roosters lieferten sich ein intensives Duell, das erst im Penaltyschießen entschieden wurde. Augsburg erwischte den besseren Start und ging durch einen Doppelschlag von Alexander Blank und Moritz Elias früh mit 2:0 in Führung. Die Panther kontrollierten weite Teile des ersten Drittels, während Iserlohn zunächst Probleme hatte, Struktur in sein Spiel zu bringen.

Nach der Pause kippte die Begegnung zunehmend. Die Roosters steigerten Tempo und Druck und belohnten sich mit dem Anschluss durch Julian Napravnik, ehe Daniel Neumann nur Sekunden später zum 2:2 ausglich. Im Schlussabschnitt neutralisierten sich beide Teams, auch Verlängerung brachte trotz Chancen auf beiden Seiten keine Entscheidung. Im Shoot-out behielt Iserlohn die Nerven: Daniel Fischbuch traf als einziger Schütze, während Roosters-Goalie Hendrik Hane die Augsburger Versuche entschärfte und seinem Team den zweiten Punkt sicherte.

Frühe Straubinger Tore stellen Weichen gegen Mannheim

Die Straubing Tigers haben im Heimspiel gegen die Adler Mannheim einen verdienten 4:1-Erfolg gefeiert und damit ein klares Zeichen im Spitzenduell gesetzt. Die Niederbayern erwischten einen Traumstart und gingen mit ihren ersten Chancen konsequent um: Adrian Klein eröffnete den Abend früh, ehe Tim Fleischer und Mario Zimmermann innerhalb weniger Sekunden auf 3:0 erhöhten. Mannheim tat sich schwer, Struktur ins eigene Spiel zu bringen, und ging mit dem deutlichen Rückstand in die erste Pause.

Im zweiten Drittel präsentierten sich die Gäste deutlich aktiver und erspielten sich mehrere Möglichkeiten. Der Lohn folgte bei Vier-gegen-Vier, als John Gilmour mit einem abgefälschten Schuss auf 1:3 verkürzte. Straubing ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, verteidigte kompakt und hatte selbst Chancen, den Vorsprung weiter auszubauen. Ein weiterer Mannheimer Treffer blieb aus, sodass die Tigers mit der Zwei-Tore-Führung in den Schlussabschnitt gingen.

Dort suchten die Adler nochmals den Anschluss, scheiterten aber mehrfach an Henrik Haukeland oder an der eigenen Ungenauigkeit. Als Mannheim alles auf eine Karte setzte und den Torhüter zog, nutzte Tyler Madden die Situation eiskalt und traf ins leere Tor zum Endstand. Straubing belohnte sich damit für einen dominanten Start und eine reife Spielanlage, während Mannheim trotz Steigerung im Spielverlauf nicht mehr entscheidend herankam.

Bremerhaven behauptet sich knapp in Dresden

Die Fischtown Pinguins haben bei den Dresdner Eislöwen einen umkämpften 2:3-Auswärtssieg eingefahren und damit ihre Position im Tabellenmittelfeld gefestigt. In einer defensiv geprägten Partie mit wenigen klaren Torchancen neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken, sodass Geduld und Effizienz den Ausschlag gaben. Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Rayan Bettahar die Gäste im Mittelabschnitt in Führung.

Im Schlussdrittel nutzte Bremerhaven ein Powerplay konsequent, als Miha Verlic auf 2:0 erhöhte. Dresden zeigte Moral und kam durch Andrew Yogan nochmals heran, doch die Antwort folgte prompt: Christian Wejse stellte den alten Abstand wieder her. Die Eislöwen warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und verkürzten durch Emil Johansson in Überzahl auf 2:3. Trotz hohem Einsatz reichte es für die Sachsen jedoch nicht mehr zum Ausgleich, während Bremerhaven das Spiel routiniert über die Zeit brachte.

Foto: City-Press