DEL 2 Spieltag am Sonntag

Später Ausgleich reicht nicht: Bad Nauheim unterliegt DEG im Overtime-Krimi

In einem bis zur letzten Sekunde umkämpften Schlagabtausch sicherte sich die Düsseldorfer EG einen glücklichen 2:3-Auswärtssieg nach Verlängerung gegen den EC Bad Nauheim. Vor 3341 Zuschauern brachte Kevin Maginot die Rheinländer früh in Front, ehe Justin MacPherson für die optisch überlegenen, aber ineffizienten Hausherren ausglich. Die Schlussphase geriet zum offenen Visier: Auf Max Fabers Führungstor für die Gäste antwortete Davis Koch erst 53 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem 2:2. In der Overtime avancierte Doppelpacker Faber endgültig zum Matchwinner, als er eine Strafzeit wegen eines Nauheimer Wechselfehlers zum Endstand nutzte. Während DEG-Coach Harry Lange die starke Leistung von Torhüter Niklas Lunemann hervorhob und den Sieg als „schmeichelhaft“ einstufte, beklagte sein Gegenüber Peter Russell die mangelnde Chancenverwertung der Teufel.

Overtime-Drama in der Donau-Arena: Eisbären ringen Joker nach Rückstand nieder

In einer hochemotionalen Partie am „F*CK CANCER“-Spieltag bewiesen die Eisbären Regensburg vor 4521 Zuschauern enorme Moral und drehten einen zweimaligen Zwei-Tore-Rückstand gegen den ESV Kaufbeuren noch in einen 4:3-Sieg nach Verlängerung. Zunächst schienen die Gäste beim Debüt von Coach Leif Carlsson durch Treffer von Brent Raedeke (17.) und Yannik Burghart (21.) auf der Siegerstraße. Auch auf den zwischenzeitlichen Anschluss von David Morley (26.) fand ESVK-Kapitän Bernhard Ebner (27.) die passende Antwort zum 1:3. Doch die Oberpfälzer kämpften sich zurück: Kevin Slezak (28.) nutzte eine unglückliche Szene, bei der sich Kaufbeurens Goalie Cody Porter verletzte, zum erneuten Anschluss. Während Ersatzmann Rihards Babulis sein Team lange im Spiel hielt, erzwang Doppelpacker Morley erst sechs Sekunden vor der Schlusssirene das 3:3. In der Overtime machte schließlich Alexander Berardinelli im Powerplay das Comeback perfekt (63.) und sicherte den Hausherren den Zusatzpunkt.

Steelers ringen Weiden mit 3:1 nieder

In einer intensiven Partie vor 3.421 Zuschauern in der EgeTrans-Arena sicherten sich die Bietigheim Steelers drei wichtige Punkte gegen die Blue Devils Weiden. Zunächst erwischten die Gäste das Momentum, als Manuel Edfelder eine Überzahlsituation präzise zur 1:0-Führung nutzte (10.). Die Antwort der Schwaben ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nur 30 Sekunden später glich Marek Racuk nach Vorarbeit von Mick Hochreither postwendend aus. Während der Mittelabschnitt von starken Torhüterleistungen – insbesondere durch Olafr Schmidt – und der disziplinierten Defensivarbeit der Oberpfälzer geprägt war, erhöhte Bietigheim im Schlussdrittel die Schlagzahl. Die Entscheidung fiel schließlich spät: Nach starker Vorarbeit über Schüle und Dugan vollendete Fischer zum 2:1 (52.). Als Weiden in der Schlussphase alles riskierte und Torhüter Wolf zog, traf Basti Eckl zum 3:1-Endstand ins verwaiste Gehäuse.

Achter Sieg in Serie: Krefeld entscheidet Spitzenspiel in Kassel für sich

Die Krefeld Pinguine haben das DEL2-Gipfeltreffen bei den Kassel Huskies knapp mit 2:1 für sich entschieden und ihre Erfolgsserie auf acht Spiele ausgebaut. Mathew Santos nutzte bereits in der 4. Minute einen Wechselfehler der Hausherren nach Vorarbeit von Jubilar Davis Vandane (100. Spiel im Pinguine Trikot) zur frühen Führung. Während Adam Payerl im dominanteren Mitteldrittel der Gäste aus spitzem Winkel auf 2:0 erhöhte (31.), startete Kassel im Schlussabschnitt eine druckvolle Aufholjagd. Simon Schütz verkürzte per Schlagschuss (45.), doch der Ausgleich blieb aus: Die Huskies scheiterten in der Schlussphase mehrfach am Aluminium sowie am überragenden Felix Bick im Krefelder Tor. Auf der Gegenseite zeigte auch Huskies-Rückkehrer Philipp Maurer trotz der Niederlage eine starke Leistung.

Torfestival mit bitterem Beigeschmack: Landshut ringt dezimierte Eispiraten nieder

In einem von Härte und Dramatik geprägten Schlagabtausch setzte sich der EV Landshut vor 4.210 Zuschauern mit 6:3 gegen die personell gebeutelten Eispiraten Crimmitschau durch. Zunächst sah es nach einer Überraschung aus, als Corey Mackin (22.) und Maxim Trépanier (23.) die Gäste per Doppelschlag in Front brachten. Doch das Team von Uwe Krupp zeigte Moral: Tor Immo (32.) und Trevor Gooch (33.) egalisierten den Spielstand noch im Mittelabschnitt, der zudem von einem Faustkampf und der verletzungsbedingten Auswechslung von EVL-Keeper Jonas Langmann überschattet wurde. Das Schlussdrittel bot puren Nervenkitzel: Auf Tobias Lindbergs Führung (41.) und eine Spieldauerstrafe gegen Crimmitschaus Robin Veber antwortete Mackin sensationell per Shorthander zum 3:3 (44.). Letztlich entschied David Stielers Powerplay-Treffer (48.) die Partie, ehe Gooch und Elias Lindner per Empty-Net-Goals den Deckel draufmachten. Während Landshut jubelte, bezahlten die Westsachsen ihren Kampfgeist teuer mit Verletzungen von Veber und Johannes Schmid.

Blitz-Entscheidung in der Overtime: Ravensburg ringt tapfere Füchse nieder

In einer spannenden Partie vor 2.718 Zuschauern sicherten sich die Ravensburg Towerstars einen knappen 3:2-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Lausitzer Füchse. Trotz spielerischer Überlegenheit der Hausherren gingen die Gäste überraschend durch Ex-Towerstar Alexander Dosch (33.) in Führung. Marvin Schmid (37.) fand jedoch die passende Antwort und glich per Handgelenkschuss aus. Im Schlussabschnitt brachte Thomas Reichel die Oberschwaben erstmals in Front (55.), doch die Lausitzer steckten nicht auf: Lennard Nieleck erzwang spät das 2:2 (58.) und rettete sein Team in die Overtime. Dort fackelten die Towerstars nicht lange: Bereits nach 18 Sekunden verwertete Kapitän Robbie Czarnik einen Abpraller zum Siegtreffer und sicherte den wichtigen Zusatzpunkt im Kampf um die Top-4. Während Towerstars-Coach Bo Subr die mangelnde Chancenverwertung bemängelte, können die Gäste auf die starke Leistung von Goalie Lennart Neiße aufbauen.

Effizienz schlägt Chancenplus: Starbulls entführen drei Punkte aus Freiburg

In einer intensiven Partie vor 2.367 Zuschauern in der Echte Helden Arena setzten sich die Starbulls Rosenheim dank kaltschnäuziger Chancenverwertung und eines überragenden Rückhalts mit 1:3 beim EHC Freiburg durch. Die Gäste erwischten einen Traumstart, als Scott Feser bereits nach 53 Sekunden zur Führung traf. Während die Breisgauer im Mittelabschnitt das Tempo erhöhten und sich ein Chancenplus erspielten, bissen sie sich immer wieder am stark reagierenden Starbulls-Goalie Oskar Autio die Zähne aus. Im Schlussdrittel stellte Kapitän Ville Järveläinen im Powerplay die Weichen auf Sieg (43.), ehe Shawn O’Donnell die Wölfe – ebenfalls in Überzahl – kurzzeitig auf 1:2 heranbrachte (53.). Die Hoffnung der Hausherren währte jedoch nur kurz: Youngster Michael Musin besiegelte mit einem präzisen Schuss in den Winkel (56.) den Auswärtserfolg der Oberbayern, während Freiburg trotz couragierter Leistung leer ausging.

Foto: Bruno Bounty Photography