DEL 2 Spieltag am Freitag

Ehrungen für Walsh und De Los Rios – DEG weiterhin auf Formsuche

Rekordabend im Sahnpark: Eispiraten behaupten sich gegen Weiden

Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr Heimspiel gegen die Blue Devils Weiden mit 2:1 für sich entschieden und drei wichtige Punkte eingefahren. Im Mittelpunkt des Abends stand Kapitän Dominic Walsh, der vor dem Spiel für seinen 670. Einsatz im Trikot der Westsachsen geehrt wurde und damit neuer Rekordspieler des Clubs ist.

Sportlich entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der Weiden zunächst den besseren Zugriff fand und durch Noah Samanski in Führung ging. Crimmitschau antwortete jedoch prompt und glich nur wenig später durch Dylan Wruck aus. Im zweiten Abschnitt kippte das Spiel zugunsten der Gastgeber. Nach überstandener Druckphase nutzten die Eispiraten ein Powerplay konsequent, Robin Veber erzielte dabei seinen ersten Treffer für Crimmitschau. Im Schlussdrittel verteidigten die Hausherren den knappen Vorsprung mit viel Disziplin, getragen von einer starken Leistung von Torhüter Christian Schneider. Trotz intensiver Schlussphase der Gäste blieb es beim Heimerfolg. So wurde der emotionale Ehrungsabend für Walsh auch sportlich mit einem verdienten Sieg veredelt.

Bietigheim nutzt Effizienz und entführt Punkte aus Düsseldorf

Die Düsseldorfer EG hat ihr Heimspiel am Schools Day gegen die Bietigheim Steelers mit 1:4 verloren und konnte ihre ordentlichen Spielphasen nicht in Zählbares ummünzen. Die Gäste präsentierten sich hingegen abgeklärt und nutzten defensive Unachtsamkeiten der Rheinländer konsequent aus.

Bereits im ersten Drittel stellte Brett Kemp mit einem Doppelpack früh die Weichen zugunsten der Steelers. Düsseldorf tat sich vor allem in der Rückwärtsbewegung schwer und fand offensiv nur selten klare Lösungen. Im Mittelabschnitt keimte nach dem Unterzahltreffer von Ture Linden kurz Hoffnung auf, doch Bietigheim antwortete prompt und stellte durch Filip Reisnecker den alten Abstand wieder her. Trotz verbesserter Spielanlage fehlte der DEG die Durchschlagskraft im Abschluss.
Im Schlussdrittel verteidigten die Gäste kompakt und ließen kaum gefährliche Situationen zu. Ein Empty-Net-Tor von Joshua Rust besiegelte schließlich den Auswärtserfolg.

Während Bietigheim mit einer reifen Leistung wichtige Punkte sammelte, blieb Düsseldorf erneut hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Landshut behält im Derby die Nerven und klettert auf Rang drei

Der EV Landshut hat das emotionale Derby gegen den ESV Kaufbeuren mit 4:2 für sich entschieden und damit in der DEL2-Tabelle einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Vor 4.343 Zuschauern in der nahezu ausverkauften VR-Bank Landshut Arena überzeugten die Niederbayern vor allem mit Effizienz in den entscheidenden Momenten.

Landshut bestimmte das erste Drittel und belohnte sich durch Tobias Lindberg mit der verdienten Führung. Kaufbeuren fand im zweiten Abschnitt besser ins Spiel und glich durch Yannik Burghart aus, doch ein schneller Konterabschluss von Dylan Plouffe brachte den EVL erneut in Front. Der Schlussabschnitt entwickelte sich zu einem offenen und nervenaufreibenden Schlagabtausch. Nach dem schnellen Ausgleich durch Henri Kanninen zeigte Landshut große Moral, überstand eine lange Unterzahlphase schadlos und nutzte wenig später ein Powerplay zur erneuten Führung. Lindberg avancierte mit seinem zweiten Treffer zum entscheidenden Faktor. Ein Empty-Net-Tor von Wade Bergman setzte schließlich den Schlusspunkt unter ein intensives Derby, in dem sich Landshut dank größerer Abgeklärtheit drei wichtige Punkte sicherte.

Starbulls zeigen Moral und entführen Zusatzpunkt aus Kassel

In einem hochklassigen DEL2-Spitzenspiel haben die Starbulls Rosenheim bei den Kassel Huskies einen 2:3-Erfolg nach Verlängerung gefeiert. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und legten im ersten Drittel mit zwei Treffern durch Garlent und Benson den Grundstein für eine scheinbar komfortable Führung.

Nach einem torlosen Mittelabschnitt geriet diese jedoch ins Wanken.
Rosenheim steigerte sich im Schlussdrittel deutlich, zeigte mehr Struktur im eigenen Spiel und belohnte sich mit einem Doppelschlag durch Ville Järveläinen und Shane Hanna zum Ausgleich. Kassel hatte in dieser Phase mehrfach die Chance, wieder in Führung zu gehen, scheiterte jedoch an einem starken Rosenheimer Torhüter oder am Aluminium.

In der Verlängerung bot sich beiden Teams die Möglichkeit zur Entscheidung. Nachdem Kassel ein eigenes Powerplay ungenutzt ließ, nutzten die Starbulls ihre Überzahl eiskalt: Lukas Laub erzielte den entscheidenden Treffer und besiegelte die Wende. Dank großer Moral und konsequenter Chancenverwertung in den Schlüsselmomenten sicherte sich Rosenheim zwei wichtige Auswärtspunkte, während Kassel trotz guter Ausgangslage nur mit einem Zähler zurückblieb.

Offener Schlagabtausch: Regensburg setzt sich in Nauheim durch

Der EC Bad Nauheim hat ein torreiches DEL2-Heimspiel gegen die Eisbären Regensburg trotz großer Moral mit 4:7 verloren. Vor 2.667 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion erwischten die Gastgeber einen idealen Start, als Andrej Bíreš bereits in der 2. Minute zur Führung traf. Regensburg antwortete jedoch prompt und drehte die Partie durch Treffer von Pierre Preto und Corey Trivino. Donát Péter erhöhte wenig später auf 1:3, ehe Jordan Hickmott die Roten Teufel mit dem 2:3 wieder heranbrachte. Kurz vor der ersten Pause stellte Kevin Slezak im Powerplay den Zwei-Tore-Abstand wieder her.

Im zweiten Drittel zeigte Bad Nauheim große Moral. Zunächst verkürzte Davis Koch, anschließend glich Sebastian Bengtsson in der 39. Minute zum 4:4 aus. Doch erneut folgte die schnelle Antwort der Gäste: Corey Trivino brachte Regensburg Sekunden vor der Pause wieder in Führung.

Im Schlussabschnitt sorgte Jeremy Bracco mit dem 4:6 für die Vorentscheidung. Bad Nauheim fand trotz weiterer Chancen keinen Weg mehr vorbei an Eisbären-Keeper Jonas Neffin. Den Schlusspunkt setzte erneut Trivino, der mit einem Empty-Net-Treffer seinen Hattrick perfekt machte. Regensburg feierte damit den vierten Sieg in Serie, während sich Nauheim trotz vier eigener Tore nicht belohnen konnte.

Jubiläum ohne Ertrag: Freiburg bricht im Derby gegen Ravensburg ein

Der EHC Freiburg hat das Baden-Württemberg-Derby gegen die Ravensburg Towerstars mit 1:5 verloren und einen zunächst vielversprechenden Abend ohne Punktgewinn beendet. Dabei stand die Partie ganz im Zeichen von Alexander De Los Rios, der vor dem Eröffnungsbully für sein 700. Pflichtspiel im Trikot der Wölfe geehrt wurde. Sportlich hielt Freiburg im ersten Drittel gut dagegen, musste nach einem offenen Schlagabtausch jedoch einen frühen Rückstand hinnehmen. Nickolas Latta brachte die Gäste in Führung, ehe Nikolas Linsenmaier im Powerplay den Ausgleich erzielte.

Die Vorentscheidung fiel im zweiten Abschnitt. Ravensburg nutzte Freiburger Unsauberkeiten konsequent aus und zog mit vier Treffern davon. Mark Rassell war dabei der prägende Akteur: Der Kanadier erzielte innerhalb von gut 13 Minuten einen Hattrick und stellte die Weichen klar auf Auswärtssieg. Dazwischen erhöhte Alec Ahlroth auf 1:3. Freiburg fand in dieser Phase defensiv keinen Zugriff mehr und ging mit einem deutlichen Rückstand in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel versuchten die Wölfe zwar, noch einmal Druck aufzubauen, scheiterten jedoch mehrfach an Towerstars-Torhüter Ilya Sharipov. Ravensburg spielte die Partie kontrolliert zu Ende und bestätigte mit einer abgeklärten Vorstellung seine Effektivität. Für Freiburg blieb trotz des besonderen Jubiläums von Alexander De Los Rios am Ende ein ernüchternder Derbyabend.

Füchse liefern Spitzenreiter Paroli, bleiben aber ohne Punkte

Die Lausitzer Füchse haben dem Tabellenführer Krefeld Pinguine einen intensiven Heimauftritt geboten, mussten sich am Ende jedoch mit 2:4 geschlagen geben. Die Gäste traten trotz eines dezimierten Kaders von Beginn an strukturiert auf und setzten Weißwasser früh unter Druck. In Überzahl brachte Davis Vandane Krefeld in Führung, doch die Füchse antworteten noch im ersten Drittel durch Lane Scheidl ebenfalls im Powerplay.

Im Mittelabschnitt blieb die Partie umkämpft, wobei Füchse-Goalie Anthony Morrone mehrfach stark parierte. Dennoch gingen die Pinguine durch Mark Zengerle erneut in Führung. Auch im Schlussdrittel bewies Weißwasser Moral: Scheidl glich mit einem sehenswerten Bauerntrick zum 2:2 aus und schnürte damit seinen Doppelpack. Die Antwort des Spitzenreiters folgte jedoch prompt. Max Newton stellte mit zwei Treffern die Weichen endgültig auf Auswärtssieg.

Trotz einer engagierten Leistung und Chancen bis in die Schlussphase gelang den Füchsen keine weitere Ergebniskorrektur. Krefeld bestätigte seine Tabellenführung, während Weißwasser für einen couragierten Auftritt ohne Zählbares blieb.

Foto: City-Press