EVL neuer Tabellenführer – Talfahrt für Kaufbeuren nimmt kein Ende
Eispiraten holen Punkt gegen die Huskies
Die Eispiraten Crimmitschau haben sich am „Kids Day“ vor 3.747 Zuschauern einen Punkt gegen Spitzenreiter Kassel erkämpft, mussten sich aber nach Penaltyschießen mit 3:4 geschlagen geben.
Trotz zahlreicher Ausfälle starteten die Westsachsen stark. Ex-Husky Louis Brune brachte die Hausherren früh in Führung (7.), Dominic Walsh legte wenig später das 2:1 nach (13.). Kassel blieb effizient und glich durch Bodnarchuk (9.) und Wilde (18.) aus. Im zweiten Drittel traf Bartuli nach einem schnellen Gegenstoß zum 2:3 (31.).
Die Eispiraten warfen im Schlussdrittel noch einmal alles nach vorn – Tim McGauley erzielte kurz vor Ende den verdienten Ausgleich (58.). In der Overtime scheiterte Brune per Penalty, im Shootout sicherte Tyler Benson den Huskies schließlich den Zusatzpunkt.
Trotz der Niederlage zeigte Crimmitschau gegen den bisherigen Ligaprimus eine kämpferisch starke Leistung und durfte sich über einen Zähler und viel Applaus aus dem Sahnpark freuen.
Payerl trifft, Bick hält – Krefeld entführt drei Punkte aus Bad Nauheim
Ein hartes Stück Arbeit für die Krefeld Pinguine: Beim EC Bad Nauheim sicherten sich die Rheinländer einen knappen 1:0-Auswärtssieg. Den entscheidenden Treffer erzielte Adam Payerl bereits im ersten Drittel, während Torhüter Felix Bick mit einem überragenden Auftritt und seinem ersten Shutout der Saison zum Matchwinner avancierte.
Vor 3.416 Zuschauern lieferten sich beide Teams ein intensives Duell mit vielen Zweikämpfen, wenig Raum und starken Defensivreihen. Die Roten Teufel starteten mutig und kamen früh zu Chancen – Julian Lautenschlager scheiterte jedoch im Eins-gegen-eins an Bick. Auf der Gegenseite nutzte Payerl einen Fehler im Wechsel der Hausherren eiskalt aus und traf nach einem Solo zur Krefelder Führung (13.).
Bad Nauheim blieb dran, kämpfte bis in die Schlussminuten verbissen um den Ausgleich, doch Bick ließ sich nicht überwinden. Auch im Powerplay fehlte dem EC das nötige Scheibenglück. So blieb es beim knappen, aber verdienten Auswärtserfolg für die Pinguine, die nach der Niederlage gegen Weiden zurück in die Erfolgsspur fanden.
Steelers überrollen Kaufbeuren
Die Bietigheim Steelers haben am Sonntagabend ein echtes Offensivspektakel geliefert und den ESV Kaufbeuren mit 9:3 abgefertigt. Vor 3.329 Fans drehten die Hausherren einen frühen Rückstand in ein wahres Torfestival. Nach dem 0:1 durch McLellan (6.) schlugen Tim Schüle, Marek Racuk und Mike Fischer noch im ersten Drittel zurück – 3:1 zur Pause.
Im zweiten Abschnitt spielten sich die Steelers in einen Rausch: Jack Dugan und Cole Fonstad, der doppelt traf, stellten auf 6:2. Kaufbeuren verlor zunehmend den Zugriff, musste zudem mehrere verletzte Spieler beklagen.
Im Schlussdrittel machten McNeely (2) und Kemp mit weiteren Treffern alles klar, ehe Bast für die Gäste den Endstand herstellte. Mit diesem überzeugenden Auftritt melden sich die Steelers eindrucksvoll im Playoff-Rennen zurück.
Landshut stürmt mit 6:2 gegen Weißwasser an die Tabellenspitze
Der EV Landshut hat ein echtes Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen gesetzt: Mit einem klaren 6:2-Heimerfolg gegen die Lausitzer Füchse übernahm das Team von Coach Uwe Krupp erstmals in dieser Saison die Tabellenführung der DEL2.
Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus – Breitkreuz und Heyter brachten die Gäste früh mit 2:0 in Front. Doch Landshut reagierte eindrucksvoll: Tobias Lindberg verkürzte, Jesse Koskenkorva glich wenig später aus. Nach der Pause legten die Niederbayern richtig los. David Stieler traf in Überzahl zur Führung, ehe Simon Seidl und Stanislav Dietz binnen 60 Sekunden auf 5:2 stellten.
Im Schlussdrittel kontrollierte der EVL das Spiel souverän, ließ kaum Chancen zu und setzte durch Seidl (57.) den Schlusspunkt. Weißwasser verlor nach starkem Beginn völlig den Zugriff, während Landshut mit Tempo, Effizienz und Struktur überzeugte – und sich verdient an die Tabellenspitze schoss.
Eisbären feiern Derbysieg und emotionalen Abschied von Klublikone Schütz
Großer Abend in der Donau-Arena: Vor 4.426 Zuschauern besiegten die Eisbären Regensburg den Tabellenzweiten Rosenheim souverän mit 3:0 und feierten damit den zweiten Sieg in Folge gegen ein Topteam der DEL2. Gleichzeitig verabschiedete der Club seine Vereinsikone Korbinian Schütz. Insgesamt schnarrte sich Schütz 25 Jahre lang für den Nachwuchs und die Eisbären und beendete letztendlich nach 476 Spielen für seinen Heimatverein seine Karriere – begleitet von einer emotionalen Choreographie der Fans.
Sportlich zeigten die Eisbären eine reife Vorstellung. David Morley brachte die Hausherren im Powerplay in Führung (15.), während Goalie Jonas Neffin die Gäste mit mehreren Paraden zur Verzweiflung trieb. Rosenheim ließ im Mittelabschnitt gute Chancen ungenutzt, ehe Regensburg im Schlussdrittel eiskalt zuschlug: Jakob Weber traf aus der Distanz (45.), kurz darauf fälschte Alexander Berardinelli zum 3:0-Endstand ab (47.).
Mit dem verdienten Sieg kletterten die Eisbären auf Rang fünf, während Rosenheim nach sechs Siegen in Serie erstmals wieder leer ausging. Besonders Neffin glänzte mit 28 Saves und seinem zweiten Shutout der Saison – Sinnbild eines Regensburger Teams, das derzeit vor allem defensiv Maßstäbe setzt.
Weiden feiert Arbeitssieg – Freiburg bleibt Schlusslicht
Die Blue Devils Weiden haben ihren erfolgreichen Re-Start nach der Länderspielpause fortgesetzt und auch das zweite Spiel des Wochenendes gewonnen. Gegen den EHC Freiburg setzte sich das Team von Coach Sebastian Buchwieser vor heimischer Kulisse mit 3:2 durch und festigte damit den Platz im oberen Tabellendrittel.
Weiden dominierte die ersten beiden Drittel klar und legte durch Luca Gläser(10.) und Tommy Muck (15.) früh vor. Freiburgs Eero Elo brachte die Wölfe kurz vor der Pause zwar zurück ins Spiel, doch Fabian Ribnitzky stellte in der 36. Minute den alten Abstand wieder her. Erst im Schlussdrittel fanden die Gäste besser ins Spiel und verkürzten durch Chris Billich im Powerplay auf 2:3 (45.).
Trotz eines starken Schlussspurts blieb Freiburg der Ausgleich verwehrt – zu souverän verteidigten die Blue Devils ihren knappen Vorsprung. Während Weiden mit sechs Punkten aus dem Wochenende weiter oben mitmischt, bleibt Freiburg mit nur elf Zählern Tabellenletzter der DEL2.
Foto: City-Press

