Spielabbruch in Weiden – Ravensburg lässt sein Potential beim Primus aufblitzen
Bad Nauheim dreht 2:0 Rückstand und stoppt Landshuts Siegesserie
Der EV Landshut hat nach fünf gewonnenen Spielen in Folge einen bitteren 2:3-Heimrückschlag gegen den EC Bad Nauheim kassiert. Vor ausverkauftem Haus begann die Partie defensiv geprägt, beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Erst im zweiten Drittel brach der EVL den Bann: Stieler traf im Powerplay zum 1:0, nur Sekunden später lenkte Schwarz einen Dersch-Schuss zum 2:0 ins Netz. Landshut war dem dritten Treffer nahe, doch ein Break von Hickmott kurz vor der Pause brachte die Hessen zurück ins Spiel.
Mit Beginn des Schlussabschnitts kippte die Partie endgültig: In doppelter Überzahl glich Vause zum 2:2 aus, ehe Hickmott im nächsten Powerplay seinen zweiten Treffer nachlegte und den Auswärtssieg perfekt machte. Die Roten Teufel, lautstark begleitet von 500 Fans im Sonderzug, zeigten große Moral und nutzten ihre Überzahlsituationen eiskalt – der entscheidende Unterschied in einem ansonsten ausgeglichenen Match.
Landshut stemmte sich in der Schlussphase gegen die Niederlage, vergab jedoch mehrere gute Chancen. Auch mit extra Angreifer fiel der ersehnte Ausgleich nicht mehr. Bad Nauheim feiert dagegen einen leidenschaftlichen Auswärtserfolg und eine stimmungsvolle Heimfahrt.
Füchse gewinnen Nervenkrimi – Weißwasser holt Zusatzpunkt in Kaufbeuren
Der ESV Kaufbeuren hat trotz engagierter Leistung nur einen Punkt aus dem Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse mitgenommen. Vor 2.112 Zuschauern starteten die Joker druckvoll, doch Weißwasser nutzte seine erste klare Möglichkeit: Tripcke verwertete in der 11. Minute einen sauber ausgespielten Angriff zur Gästeführung. Der ESVK erspielte sich bis zur Pause ein Chancenplus, scheiterte jedoch immer wieder an Goalie Morrone.
Im zweiten Drittel belohnte sich Kaufbeuren für seine Bemühungen: Kanninen fälschte einen Bast-Pass zum 1:1 ab. Kurz darauf bot sich Blomqvist sogar die Führungschance, doch die Füchse übernahmen anschließend für einige Minuten das Kommando und zwangen Porter zu mehreren starken Paraden. Trotz guter Überzahlmöglichkeiten blieb es beim Remis.
Nach dem Seitenwechsel legte Weißwasser erneut vor – Nieleck traf nach starker Vorarbeit von Scheidl zum 1:2. Doch die Antwort der Hausherren folgte prompt: McLellan vollendete einen perfekt getimten Steilpass zum Ausgleich. Beide Mannschaften neutralisierten sich in der Schlussphase, sodass die Verlängerung torlos blieb.
Im Penaltyschießen avancierte schließlich Clarke Breitkreuz zum Matchwinner und sicherte den Füchsen den 3:2-Auswärtssieg – ein hart erkämpfter Erfolg gegen mutige, aber im Abschluss zu unglückliche Joker.
Bietigheim setzt Ausrufezeichen – Steelers schlagen Freiburg souverän 4:1
Die Bietigheim Steelers haben im Derby gegen den EHC Freiburg einen wichtigen 4:1-Heimsieg gefeiert und damit einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller auf Abstand gehalten. Die Steelers erwischten vor 3.475 Fans im Ellental einen Traumstart: Bereits nach 93 Sekunden fälschte Brett Kemp einen Querpass regelkonform ins Tor ab. Bietigheim blieb auch danach spielbestimmend, verpasste im ersten Drittel jedoch ein höheres Ergebnis.
Im Mittelabschnitt brachte ein Doppelschlag in Überzahl die Vorentscheidung. Erst verwertete Kemp freistehend ein Fonstad-Zuspiel, anschließend erhöhte Dugan per präzisem Abschluss im Powerplay auf 3:0. Freiburg fand in dieser Phase kaum Zugriff, nahm zu viele Strafen und musste sich mehrfach bei Goalie Cerveny bedanken, dass die Partie nicht vorzeitig entschieden war.
Der EHC verkürzte im Schlussdrittel durch Kühnhauser, doch Bietigheim ließ sich nicht beirren. Fischer vollendete eine sehenswerte Kombination zum 4:1-Endstand und besiegelte einen verdienten Heimsieg. Während Freiburg offensiv zu inkonstant blieb, überzeugten die Steelers mit Disziplin, Effizienz und einem starken Auftritt ihrer Top-Reihe rund um Kemp.
Rosenheim zu abgeklärt – Eispiraten bleiben im Sahnpark ohne Tor
Die Eispiraten Crimmitschau haben einen gebrauchten Abend erlebt und ihr Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim mit 0:3 verloren. Trotz einiger Rückkehrer fanden die Westsachsen kaum Rhythmus und kamen vor 2.996 Zuschauern selten gefährlich vor das Tor. Rosenheim hingegen wirkte frischer und setzte die entscheidenden Akzente – allen voran Verteidiger Joel Keussen, der zwei Schüsse von der blauen Linie im Netz unterbrachte.
Crimmitschau vergab im ersten Drittel die besten Chancen des Spiels: Dylan Wruck scheiterte gleich zweimal frei vor Autio, einmal sogar in Unterzahl. Danach übernahmen die Gäste das Kommando. Ein wuchtiger Distanzschuss Keussens brachte die Führung, ehe die Starbulls im Mitteldrittel mit einem klaren Chancenplus nachlegten und auf 2:0 erhöhten.
Im Schlussabschnitt bäumten sich die Eispiraten kurz auf, doch weder Mackin noch McGauley oder Wruck fanden einen Weg vorbei am starken Autio. Die Entscheidung fiel durch Ex-Crimmitschauer Scott Feser, der einen Sarault-Pass kompromisslos zum 3:0 verwertete. Am Ende stand ein verdienter Sieg der Gäste, die körperlich und taktisch überlegen wirkten – während Crimmitschau die Belastung der letzten Spiele deutlich anmerkte.
DEG zerlegt Regensburg – Faber zweimal und Offensivwucht entscheidet
Die Düsseldorfer EG hat am Totensonntag ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und die Eisbären Regensburg mit 6:1 besiegt. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel, in dem Faber kurz vor der Sirene zur DEG-Führung traf, nahmen die Hausherren das Spiel spätestens im Mittelabschnitt komplett in die Hand.
Regensburg verpasste zu Beginn des zweiten Drittels die große Ausgleichschance, ehe Düsseldorf eiskalt zuschlug: Linden erhöhte im Gegenzug auf 2:0, Faber legte kurz darauf seinen zweiten Treffer nach. Zwar gelang den Eisbären durch einen abgefälschten Schuss von Bracco der Anschluss, doch die DEG antwortete mit einem Doppelschlag: Brown traf im Fallen zum 4:1 im Powerplay, Boos erhöhte wenig später auf 5:1.
Nach einer Verletzung von Gästegoalie Neffin übernahm Fiedler, der im Schlussabschnitt unter Dauerbeschuss stand. Regensburg fand offensiv kaum noch statt, während Düsseldorf souverän verwaltete und durch Blumenschein spät zum 6:1-Endstand traf. Die DEG feierte damit einen überzeugenden Heimsieg, gestützt auf Tempo, Präzision – und einen glänzend aufgelegten Max Faber.
Scheibenbruch stoppt Spielfortsetzung – Huskies-Führung bleibt ohne Wert
Ein ungewöhnlicher Abend in Weiden endete ohne Ergebnis: Die Partie zwischen den Kassel Huskies und den Blue Devils musste nach rund 28 Minuten abgebrochen werden. Grund war eine beschädigte Plexiglasscheibe an der Zeitnehmerbank, die trotz intensiver Bemühungen nicht rechtzeitig ersetzt werden konnte – selbst eine kurzfristig organisierte Ersatzscheibe traf zu spät ein.
Bis dahin hatten die Zuschauer ein intensives Spiel gesehen. Kassel erwischte den besseren Start, als Verteidiger Marco Müller einen Distanzschuss zur frühen Führung versenkte. Weiden drängte anschließend auf den Ausgleich, scheiterte jedoch mehrfach am starken Maurer. Die Huskies wiederum ließen ein Powerplay ungenutzt und verpassten es, den Vorsprung auszubauen.
Nach einem harmlosen Zweikampf Mitte des zweiten Drittels riss schließlich die Scheibe, woraufhin die Begegnung gemäß DEL2-Reglement nach 90 Minuten Wartezeit endgültig abgebrochen wurde. Wie das Spiel gewertet oder angesetzt wird, entscheidet die Liga in den kommenden Tagen. Beide Clubs wollen die Entscheidung gemeinsam mit der DEL2 bekanntgeben.
Krefeld kassiert zweite Heimniederlage – Ravensburg eiskalt und effizient
Nach drei Auswärtssiegen in Folgen mussten sich die Pinguine zu Hause geschlagen geben. Gegen abgezockte Ravensburg Towerstars setzte es ein 3:5 und damit die zweite Heimpleite in Folge. Die Schwarz-Gelben verschliefen den Auftakt komplett – nach nicht einmal sechs Minuten lagen sie bereits 0:2 hinten. Und obwohl Vandane kurz darauf per abgefälschtem Schuss verkürzte, stellten die Gäste nur eine Minute später den alten Abstand wieder her.
Im Mittelabschnitt zogen die Strafzeiten das Spiel auseinander. Erst in doppelter Überzahl gelang Krefeld durch Gogulla das 2:3, doch wirklich Kontrolle gewannen die Hausherren nie. Gleich zu Beginn des Schlussdrittels schlugen die Towerstars erneut im Powerplay zu und erhöhten auf 2:4. Newton sorgte mit einem satten Schuss ins Eck zwar noch einmal für Hoffnung, doch Ravensburg fand – wie so oft an diesem Abend – die direkte Antwort.
Rassell verwertete einen Konter zum 3:5-Endstand und besiegelte damit den verdient erkämpften Auswärtssieg. Die Pinguine blieben zwar bis zuletzt gefährlich, scheiterten jedoch an der eigenen Wackel-Defensive und einem starken Sharipov im Towerstars-Tor. Ravensburg reist mit einem Sechs-Punkte-Wochenende zurück an den Bodensee.
Foto: City-Press

