DEL 2 Rekordkulisse im Straßenbahnderby – Freiburg ringt Kassel nieder – ESVK endlich wieder siegreich
EVL verspielt komfortable Führung – Weiden dreht Partie im Schlussdrittel
Der EV Landshut hat sein Heimspiel-Wochenende mit einer bitteren Enttäuschung beendet. Zwei Tage nach dem überzeugenden 4:1-Sieg gegen Tabellenführer Krefeld unterlagen die Niederbayern den Blue Devils Weiden trotz einer 2:0-Führung am Ende mit 2:3. Vor 3.966 Zuschauern begann die Krupp-Truppe geduldig und dominant, biss sich jedoch lange an Weidens kompakter Defensive die Zähne aus. Erst im Mittelabschnitt platzte der Knoten: Trevor Gooch staubte zum 1:0 ab, Tor Immo erhöhte mit einem präzisen Handgelenkschuss.
Doch im letzten Drittel kippte das Spiel komplett. Tomas Rubes brachte Weiden im Powerplay zurück, Luca Gläser glich wenig später aus und Constantin Vogt drehte die Partie endgültig. Landshut warf in der Schlussphase alles nach vorne, traf durch Immo sogar den Pfosten, doch der Ausgleich blieb aus.
Eispiraten starten Aufholjagd – doch Regensburg siegt am Ende knapp
Die Eispiraten Crimmitschau haben in Regensburg einen mutigen Auswärtsauftritt hingelegt, standen am Ende aber mit leeren Händen da. Trotz eines späten Comebacks unterlag das Team von Jussi Tuores den Eisbären mit 4:3.
Die Eisbären gingen früh durch Beradinelli mit 1:0 in Führung, ehe Adam McCormick mit einem satten Onetimer ausglich. Ein schneller Doppelschlag der Hausherren zu Beginn des zweiten Drittels stellte die Weichen auf Regensburger Sieg. Im Schlussabschnitt besiegelte ein 4-auf-1-Konter das Spiel und bescherte Regensburg eine komfortable 4:1 Führung
Im Schlussabschnitt bäumten sich die Eispiraten beeindruckend auf: Doppelpacker Dylan Wruck brachte Crimmitschau mit zwei blitzsauberen Treffern wieder heran und sorgte für eine dramatische Schlussphase.
Krefeld schockt DEG früh und gewinnt verdient
Die Düsseldorfer EG hat das Straßenbahnderby vor 13.102 Zuschauern bitter mit 3:6 verloren – und das vor allem wegen eines komplett verpatzten Auftaktdrittels. Krefeld legte los wie entfesselt, traf innerhalb von drei Minuten gleich dreifach und führte nach 20 Minuten bereits mit 0:4. Die DEG wirkte überrumpelt, fehleranfällig und wurde von eiskalten Pinguinen gnadenlos bestraft.
Nach dem fünften Gegentreffer war für Goalie Bednard Feierabend – ein Wechsel, der Wirkung zeigte: Mit Lunemann im Tor kämpfte sich Düsseldorf zurück. Linden im Powerplay, Tosto und erneut Linden brachten die Arena zurück in Wallung, das Comeback schien greifbar.
Doch im Schlussdrittel fehlte die letzte Präzision: Eine Großchance von Linden und ein Lattenkracher blieben ungenutzt. Stattdessen setzte Mäkitalo mit seinem zweiten Treffer den Krefelder Schlusspunkt. Die DEG zahlte für ihren Horrorstart einen hohen Preis – und Krefeld nahm verdient drei Derby-Punkte mit an den Niederrhein.
Rosenheims Überzahl-Feuerwerk zerlegt Weißwasser in 124 Sekunden
Die Starbulls Rosenheim haben am ersten Adventssonntag eindrucksvoll demonstriert, wie man ein DEL2-Spiel in wenigen Momenten entscheidet. Beim 4:2 gegen die Lausitzer Füchse traf das Team von Jari Pasanen viermal – sämtlich im Powerplay. Der entscheidende Schlag erfolgte spät im zweiten Drittel, als Rosenheim innerhalb von nur 2:04 Minuten aus einem 1:1 ein komfortables 4:1 machte.
Zuvor hatte Füchse-Goalie Lennart Neiße die Hausherren mit spektakulären Paraden fast zur Verzweiflung gebracht. Erst Hannas Schlaghammer brach den Bann, ehe Weißwasser durch Kretschmar überraschend ausglich. Doch die kurze doppelte Überzahl läutete die Wende ein: Pulkkinen traf humorlos, Feser legte sofort nach, Zerter-Gossage erhöhte wenig später.
Im Schlussabschnitt kontrollierten die Starbulls das Geschehen, ließen defensiv kaum etwas zu und hätten das Ergebnis mehrfach ausbauen können. Der späte Treffer von Nieleck zum 4:2 blieb kosmetischer Natur. Rosenheim festigt damit seinen Platz in der Spitzengruppe – und tut das mit einer Überzahlshow, die ligaweit Maßstäbe setzte.
Towerstars stolpern im Derby – Kaufbeuren bestraft jeden Fehler eiskalt
Die Ravensburg Towerstars haben einen bitteren Abend erlebt: Vor 2.921 Zuschauern kassierte das Team von Bo Subr beim 1:4 gegen den ESV Kaufbeuren eine empfindliche Derbyniederlage. Trotz optischer Vorteile machten individuelle Patzer und fehlende Effizienz den Oberschwaben einen Strich durch die Rechnung.
Schon früh lief Ravensburg dem Geschehen hinterher – ein geblockter Schuss leitete Bast’s eiskalten Konter zum 0:1 ein. Auch zwei Powerplays brachten keinen Schwung. Im zweiten Drittel überstand Ravensburg zwar eine lange 3-gegen-5-Unterzahl, doch erneut nutzte Kaufbeuren einen Ravensburger Fehler: Kanninen erhöhte, Bast legte quasi mit der Pausensirene das 0:3 nach.
Als die Joker direkt nach Wiederbeginn auf 0:4 stellten, waren die Weichen endgültig gestellt. Nick Lattas schneller Anschluss blieb kosmetisch, denn Porter im ESVK-Tor ließ fortan nichts mehr zu. So feierten die Allgäuer nach acht sieglosen Spielen ausgerechnet in Ravensburg einen klaren und verdienten Befreiungsschlag.
0:4 Auswärtserfolg in Nauheim beschert Steelers das perfekte Wochenende
Mit einer Mischung aus Konsequenz, Tempo und beeindruckender Defensivarbeit haben die Bietigheim Steelers beim 0:4-Auswärtssieg in Bad Nauheim ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Vor 2.289 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion dominierten die Ellentaler über 60 Minuten – und krönten ihr Sechs-Punkte-Wochenende mit einem Shutout von Olafr Schmidt.
Der Blitzstart der Gäste setzte früh den Ton: Mike Fischer traf nach kaum zwei Minuten, während die Roten Teufel offensiv kaum Durchschlagskraft entwickelten. Bietigheim blieb spielbestimmend, nutzte aber erst im Mittelabschnitt seine Überlegenheit konsequent aus. Fonstad, Racuk und Kemp sorgten binnen weniger Minuten für einen Dreierpack, der die zuvor heimstarken Hausherren regelrecht lähmte.
Im Schlussdrittel spielte der SCB das Ergebnis abgeklärt herunter, verteidigte kompakt und ließ selbst in Unterzahl kaum etwas zu. Bad Nauheim kämpfte, fand aber keinerlei Antworten auf die robuste Steelers-Struktur.
Freiburg ringt Tabellenführer nieder – Wölfe belohnen starkes Wochenende im Penaltykrimi
Mit Herz, Härte und einem unerschütterlichen Kampfgeist hat der EHC Freiburg das Topteam aus Kassel bezwungen. Vor lautstarker Kulisse besiegten die Wölfe den Favoriten nach einem emotionalen Schlagabtausch im Penaltyschießen – und feierten damit den zweiten Sieg binnen 48 Stunden.
Kassel erwischte den besseren Start und nutzte ein frühes Powerplay zur Führung, doch Freiburg arbeitete sich trotz vieler Unterzahlsituationen bissig ins Spiel zurück. Im zweiten Drittel kippte die Partie: Die Wölfe wurden aktiver, drückten aufs Tempo und belohnten sich durch Hempel zum 1:1.
Als Ilestedt im Schlussabschnitt per sattem Abschluss zum 2:1 traf, kochte die Halle. Die Huskies schlugen zwar durch Daugavins zurück, doch Freiburg war in der Endphase dem Sieg näher. Weder ein spätes Powerplay noch eine dominante Overtime brachten die Entscheidung.
Im Shootout verwandelten Linsenmaier und Ilestedt eiskalt, während Cerveny den Kasten vernagelte. So blieb der Zusatzpunkt im Breisgau – als verdienter Lohn für einen mutigen Auftritt gegen den Tabellenführer.
Foto: City-Press

