Füchse holen Heimsieg beim Teddy Bear Ross – Freiburg gibt rote Laterne an Kaufbeuren ab
Eispiraten trotzen Personalsorgen und gewinnen in Ravensburg
Mit einem stark ausgedünnten Kader haben die Eispiraten Crimmitschau bei den Ravensburg Towerstars einen bemerkenswerten 1:3-Auswärtssieg eingefahren und damit ihr erstes Sechs-Punkte-Wochenende der Saison perfekt gemacht. Lediglich 13 Feldspieler standen den Westsachsen zur Verfügung, die von Beginn an mit klarer Struktur und großer Disziplin agierten.
Ravensburg übernahm zunächst die Initiative und ging im ersten Drittel durch Robbie Czarnik im Powerplay in Führung. Crimmitschau ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, verteidigte kompakt und fand im zweiten Abschnitt besser ins Spiel. Kapitän Dominic Walsh nutzte eine Unordnung vor dem Towerstars-Tor zum verdienten Ausgleich.
Im Schlussdrittel erhöhten die Gastgeber den Druck, scheiterten jedoch wiederholt an der gut organisierten Gäste-Defensive und an Eispiraten-Goalie Christian Schneider. Ein Wechselfehler der Towerstars leitete schließlich die Entscheidung ein: Corey Mackin traf im Powerplay zur Crimmitschauer Führung. Denis Shevyrin machte kurz vor Schluss ins leere Tor alles klar.
Steelers sichern Zusatzpunkt – Landshut nimmt verdient Zähler mit
Die Bietigheim Steelers und der EV Landshut haben sich am 24. Spieltag der DEL2 ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Beim 3:2-Erfolg der Steelers vor 3.366 Zuschauern in der EgeTrans Arena entwickelte sich eine intensive Partie, die erst in der Schlussphase an Fahrt aufnahm.
Bietigheim setzte im ersten Drittel früh Akzente, brachte viel Tempo ins Spiel und erspielte sich deutliche Schussvorteile, scheiterte jedoch immer wieder an EVL-Torhüter Philipp Dietl. Landshut fand im zweiten Abschnitt besser in die Partie, agierte mutiger nach vorne und zwang auch Steelers-Goalie Olafr Schmidt zu mehreren starken Paraden. Trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es nach 40 Minuten torlos.
Im Schlussdrittel sorgte Julian Kornelli für die Landshuter Führung, die Mike Fischer postwendend ausglich. Nach dem erneuten Treffer der Gäste durch Tor Immo übernahmen die Steelers mehr Risiko und wurden durch Maximilian Söll mit dem 2:2 belohnt. Beide Teams hatten in der Folge Chancen auf die Entscheidung, ehe die Verlängerung notwendig wurde.
In der Overtime nutzte Bietigheim schließlich eine seiner Möglichkeiten: Jack Dugan behielt die Übersicht und sicherte den Hausherren den Zusatzpunkt.
Pinguine zeigen ihre Qualität und gewinnen klar in Kaufbeuren
Der ESV Kaufbeuren hat sein Heimspiel gegen Tabellenführer Krefeld Pinguine mit 1:6 verloren. Vor 2.033 Zuschauern in der energie schwaben arena boten die Joker vor allem in den ersten 30 Minuten eine engagierte Vorstellung, konnten ihre Chancen jedoch nicht konsequent nutzen. Krefeld zeigte sich hingegen abgeklärt und drehte das Spiel mit hoher Effizienz zu seinen Gunsten.
Kaufbeuren startete mutig, setzte den Spitzenreiter phasenweise unter Druck und erspielte sich gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch mehrfach im Abschluss. Die Gäste blieben geduldig und gingen im Powerplay durch Jan Nijenhuis in Führung. Auch im zweiten Drittel hielten die Joker zunächst dagegen und verkürzten durch Max Oswald ebenfalls in Überzahl auf 1:2. In dieser Phase lag der Ausgleich mehrfach in der Luft.
Stattdessen schlugen die Pinguine eiskalt zu. Innerhalb weniger Minuten bauten Mathew Santos, Max Newton und Ex-Joker Max Hops den Vorsprung entscheidend aus. Spätestens mit dem 1:5 war die Partie vorentschieden. Im Schlussabschnitt kontrollierte Krefeld das Geschehen, während Kaufbeuren trotz weiterer Überzahlsituationen ohne Torerfolg blieb. Den Schlusspunkt setzte erneut Newton im Powerplay.
Furioses Schlussdrittel dreht die Partie: Füchse besiegen Huskies nach 0:2-Rückstand
Vor stimmungsvoller Kulisse in der Eisarena Weißwasser lieferten sich die Lausitzer Füchse und die Kassel Huskies eine über weite Strecken ausgeglichene Begegnung, die erst im letzten Drittel ihre Entscheidung fand. Kassel präsentierte sich zunächst effizient und nutzte seine Chancen konsequent: Ein Distanzschuss von Bode Wilde sowie ein sauber ausgespielter Konter, abgeschlossen von Maciej Rutkowski, brachten den Gästen eine 0:2-Führung nach 40 Minuten.
Die Füchse hielten dagegen, erspielten sich im ersten und zweiten Drittel zahlreiche Möglichkeiten, scheiterten jedoch wiederholt am gut aufgelegten Huskies-Goalie Oleg Shilin oder an der eigenen Chancenverwertung. Auch Überzahlsituationen blieben zunächst ungenutzt, während Kassel aus einer stabilen Defensive heraus auf Umschaltmomente setzte.
Mit Beginn des Schlussabschnitts kippte die Partie. Weißwasser erhöhte den Druck deutlich und wurde belohnt: Clarke Breitkreuz leitete mit seinem Anschlusstreffer nicht nur die Aufholjagd, sondern auch den traditionellen Teddy Bear Toss ein. Der Ausgleich im Powerplay und der anschließende Führungstreffer durch Christopher Theodore drehten das Spiel innerhalb weniger Minuten. Kassel fand darauf keine Antwort mehr, riskierte in der Schlussphase alles und wurde mit zwei Treffern ins leere Tor bestraft.
Am Ende stand ein 5:2-Heimsieg für die Füchse, die vor allem im letzten Drittel ihre Effizienz entdeckten. Die Huskies hingegen mussten trotz strukturierter Leistung und starker erster 40 Minuten ohne Punkte die Heimreise antreten.
Freiburg nutzt seine Chancen und setzt sich in Regensburg durch
Der EHC Freiburg hat bei den Eisbären Regensburg einen 1:3-Auswärtssieg eingefahren und sich für einen disziplinierten sowie effizienten Auftritt belohnt. In einer intensiv geführten Partie begegneten sich beide Teams über weite Strecken auf Augenhöhe, den Unterschied machten jedoch konsequent genutzte Situationen der Gäste.
Freiburg erwischte den besseren Start und ging früh in Unterzahl in Führung, als Nikolas Linsenmaier einen Scheibengewinn entschlossen abschloss. Regensburg hielt dagegen, tat sich jedoch zunächst schwer, klare Chancen gegen die kompakte Defensive der Wölfe zu kreieren. Im Mittelabschnitt steigerten die Eisbären den Druck und kamen im Powerplay durch Jack Bracco zum verdienten Ausgleich.
Im Schlussdrittel blieb das Spiel offen, ehe Freiburg erneut effizient zuschlug: Travis Ewanyk nutzte einen Fehler im Aufbau zur erneuten Führung. Regensburg versuchte in der Schlussphase mit offenem Visier noch einmal alles, wurde jedoch bei gezogenem Torhüter ausgekontert. Kilian Kühnhauser machte mit einem Treffer ins leere Tor den Auswärtssieg perfekt.
Rosenheim belohnt Moral – Bad Nauheim verkauft sich teuer
Die Starbulls Rosenheim haben ihr Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen und damit ein intensives Duell auf Augenhöhe für sich entschieden. Vor 3.608 Zuschauern im ROFA-Stadion taten sich die Gastgeber lange schwer gegen defensiv disziplinierte Hessen, zeigten jedoch im Schlussabschnitt Moral und sicherten sich den Zusatzpunkt.
Rosenheim ging im ersten Drittel durch Kapitän C.J. Stretch in Führung, profitierte dabei aber auch von einem starken Rückhalt durch Torhüter Christopher Kolarz. Bad Nauheim ließ sich davon nicht beeindrucken, erhöhte im zweiten Abschnitt den Druck und drehte die Partie verdient: Marius Erk glich aus, Raphael Jakovlev brachte die Gäste wenig später in Front.
Im letzten Drittel verteidigten die Roten Teufel konsequent und setzten auf Konter, verpassten jedoch eine Vorentscheidung. Rosenheim nutzte schließlich eine Unterzahlsituation zum Ausgleich, als Shane Hanna zum 2:2 traf. In der Verlängerung entschied Lewis Zerter-Gossage die Partie nach energischem Antritt zugunsten der Hausherren.
Weiden nutzt Chancen konsequent – DEG bricht nach starkem Beginn ein
Die Düsseldorfer EG hat ihr Auswärtsspiel bei den Blue Devils Weiden deutlich mit 0:5 verloren und ein punktloses Wochenende erlebt. Vor allem der unterschiedliche Umgang mit Chancen gab am Ende den Ausschlag zugunsten der Gastgeber, die nach ausgeglichenem Beginn zunehmend die Kontrolle übernahmen.
Im ersten Drittel hielt die DEG trotz eines erneut ausgedünnten Kaders gut dagegen und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch wiederholt am sicheren Weidener Torhüter Felix Noack. Während Düsseldorf seine Druckphase nicht in Zählbares ummünzen konnte, nutzten die Blue Devils eine Unachtsamkeit zur Führung durch Fabian Voit. Eine lange Unterzahl nach einer Spieldauerstrafe gegen die Gäste überstand die DEG zwar kämpferisch, verlor aber weiter an Substanz.
Im Mittelabschnitt verschoben sich die Spielanteile klar zugunsten der Oberpfälzer. Weiden erhöhte durch Samanski und Schiemenz auf 0:3 und profitierte dabei auch von weiteren personellen Rückschlägen bei den Rheinländern. Düsseldorf fand offensiv kaum noch Zugriff und konnte das Tempo der Gastgeber nicht mehr mitgehen.
Im Schlussdrittel bemühten sich die Gäste um Schadensbegrenzung, blieben jedoch ohne Torerfolg. Weiden spielte die Partie souverän zu Ende und baute den Vorsprung durch Treffer von Gläser und Vinzens weiter aus. Während die Blue Devils mit Effizienz und Struktur überzeugten, stand für die DEG am Ende eine klare Niederlage, bei der ein guter Start nicht ausreichte, um das Spiel offen zu halten.
Foto: City-Press

