Kaufbeuren trennt sich von Warriner

Nach nur 14 Spieltagen ist das Kapitel Todd Warriner beim ESV Kaufbeuren bereits wieder Geschichte. Der DEL2-Club hat seinen Head Coach mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der 50-jährige Kanadier, der im Sommer als amtierender „Trainer des Jahres“ aus der Oberliga Nord von den Tilburg Trappers in die Wertachstadt gekommen war, sollte den sportlichen Umbruch bei den Jokern einleiten – doch nach einem schwierigen Saisonstart zog die Vereinsführung nun die Reißleine.

Mit lediglich 15 Punkten aus 14 Spielen und zuletzt drei deutlichen Niederlagen in Folge fanden die Joker nie wirklich in die Spur. Besonders das Defensivverhalten bereitete große Sorgen, dazu blieben zahlreiche Leistungsträger deutlich unter ihren Möglichkeiten. Auch taktisch konnte Warriner zuletzt keine Impulse mehr setzen, die Mannschaft wirkte verunsichert und instabil.

Sportdirektor Patrick Reimer begründete die Entscheidung nach intensiven Gesprächen und Analysen:

„Todd konnte die Mannschaft leider nicht in der erhofften Art und Weise entwickeln und stabilisieren. Wir bleiben aber von unserem eingeschlagenen Weg überzeugt und haben die langfristige Entwicklung des Teams im Blick.“

Die Verantwortlichen haben bereits Gespräche mit potenziellen Nachfolgern aufgenommen. Nach Informationen verschiedener Medien gilt Tom Rowe – ehemaliger Trainer von Reimer in Nürnberg – als ein möglicher Kandidat, auch wenn noch nichts entschieden ist.

Unverändert bleibt die Rolle von Co-Trainer Andrew Donaldson, der im Sommer aus persönlichen Gründen nach Kaufbeuren wechselte und vorerst weiter an der Bande stehen wird.

Der Verein dankte Warriner in seiner Mitteilung für „Engagement und geleistete Arbeit“ und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. Ob beim nächsten Heimspiel gegen Düsseldorf bereits ein neuer Head Coach hinter der Bank steht, dürfte sich in den kommenden Tagen entscheiden.

Foto: City-Press