Adler seit über vier Spielen ohne Gegentor – Dresden verspielt Drei-Tore-Führung im Kellerduell
Mitteldrittel entscheidet intensives Duell in Straubing
Die Eisbären Berlin haben am 27. Spieltag der PENNY DEL einen möglichen dritten Sieg in Folge verpasst und bei den Straubing Tigers mit 5:3 verloren. In einer temporeichen und körperlich geführten Partie erwischten die Gastgeber den besseren Start und gingen durch Adrian Klein früh in Führung (9.). Berlin antwortete jedoch prompt: Manuel Wiederer glich nach einem Konter zum 1:1 aus (12.).
Nach der Pause brachte Markus Vikingstad die Eisbären erstmals in Front (24.), doch eine starke Phase der Tigers drehte das Spiel binnen kurzer Zeit. Justin Scott (30.) und Tyler Madden (31.) sorgten innerhalb von 91 Sekunden für die Wende, ehe Skyler McKenzie kurz vor der zweiten Sirene auf 4:2 erhöhte (39.).
Im Schlussdrittel verkürzte Yannick Veilleux für Berlin (44.) und hielt die Partie offen. Die Gäste erhöhten den Druck, ließen jedoch mehrere Überzahlchancen ungenutzt. Stattdessen stellte Nick Halloran in der Schlussphase den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (56.). Trotz intensiver Bemühungen blieb den Eisbären ein weiterer Treffer verwehrt, während Straubing mit einer geschlossenen Teamleistung einen verdienten Heimsieg einfuhr.
Mannheim nutzt seine Chancen eiskalt und bleibt in Schwenningen makellos
Die Adler Mannheim haben ihre starke Form eindrucksvoll bestätigt und das Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings klar mit 0:5 gewonnen. In einer zunächst ausgeglichenen Partie setzten die Gäste früh auf Struktur und Geduld, während Schwenningen zwar engagiert begann, seine Möglichkeiten jedoch nicht verwerten konnte. Den ersten Wirkungstreffer landete Mannheim im Powerplay, als Matthias Plachta nachsetzte und zur Führung traf (16.).
Nach der Pause verpassten die Wild Wings mehrfach den möglichen Ausgleich, ehe Mannheim seine Effizienz ausspielte. Kristian Reichel erhöhte nach einem Alleingang auf 0:2 (28.), Leon Gawanke legte mit einem verdeckten Distanzschuss nach (31.). Spätestens mit dem 0:3 durch John Gilmour kurz nach Beginn des Schlussdrittels (42.) war die Partie entschieden.
Schwenningen fand auch in der Folge keinen Weg an Torhüter Maxi Franzreb vorbei, der für die Adler den vierten Shutout in Serie feierte. Für ihn persönlich war der dritte aufeinanderfolgende Shutout. Anthony Greco setzte mit dem Treffer zum 0:5 den Schlusspunkt. Während die Wild Wings an ihrer Chancenverwertung scheiterten, präsentierten sich die Adler erneut äußerst abgeklärt und defensiv stabil.
Bremerhaven behauptet sich im torreichen Nordduell knapp in Wolfsburg
Die Grizzlys Wolfsburg haben ihr Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins trotz mehrfacher Aufholjagd mit 4:5 verloren. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen früh durch Bobby Lynch in Führung (5.), doch Bremerhaven drehte die Partie noch im ersten Drittel. Fabian Herrmann (11.), Nino Kinder (17.) und Alex Friesen im Powerplay (19.) sorgten für eine 1:3-Führung der Gäste.
Unmittelbar nach Wiederbeginn erhöhte Miha Verlic auf 1:4 (21.), was bei Wolfsburg einen Torhüterwechsel nach sich zog. Die Grizzlys fanden anschließend besser ins Spiel und verkürzten durch Jacob Hayhurst in Überzahl auf 2:4 (30.). Im Schlussabschnitt brachte Tyler Gaudet Wolfsburg erneut heran (44.), ehe Bennet Roßmy mit dem 5:3 für Bremerhaven antwortete (54.).
Spencer Machacek sorgte mit einem Unterzahltreffer kurz vor Schluss noch einmal für Spannung (59.), doch die Pinguins brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Bremerhaven zeigte sich insgesamt effizienter, während Wolfsburg trotz großer Moral ohne Punkt blieb.
Roosters drehen packendes Spiel und belohnen große Moral
Die Iserlohn Roosters haben vor toller Kulisse am Seilersee eine eindrucksvolle Aufholjagd gezeigt und ihr Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen mit 5:4 für sich entschieden. Vor 4.813 Zuschauern wirkten die Gäste zunächst deutlich stabiler und nutzten ihre Chancen konsequent. Nach Treffern von Trevor Parkes, Emil Johansson und Austin Ortega führte Dresden bereits im ersten Drittel mit 3:0.Iserlohn tat sich lange schwer, fand aber im Mittelabschnitt zunehmend Struktur. Tyler Boland verkürzte im Powerplay auf 1:3 und leitete damit die Wende ein. Im Schlussdrittel erhöhte der IEC den Druck, kam durch ein abgefälschtes Tor von Boland sowie durch Hendrik Törnqvist zum Ausgleich. Zwar brachte Ortega die Eislöwen noch einmal in Führung, doch die Roosters antworteten postwendend.
Daniel Fischbuch glich erneut aus, ehe Christian Thomas nur Sekunden später einen Abwehrfehler der Gäste zur ersten Iserlohner Führung nutzte. Trotz Dresdner Schlussoffensive mit gezogenem Torhüter verteidigten die Roosters den Vorsprung leidenschaftlich und machten eine spektakuläre Partie mit einem verdienten Heimsieg perfekt.AEV belohnt sich nicht im Pantherduell – Ingolstadt dreht Derby in der Schlussphase
Die Augsburger Panther haben im bayerischen Derby gegen den ERC Ingolstadt trotz mehrfacher Führungen eine bittere 3:4-Heimniederlage hinnehmen müssen. Vor heimischem Publikum zeigte der AEV eine engagierte und über weite Strecken disziplinierte Leistung, verpasste es jedoch, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.
Augsburg erwischte den besseren Start und ging durch Anthony Louis im Powerplay in Führung. Ingolstadt antwortete prompt durch Abbott Girduckis, ehe Tim Wohlgemuth die Panther erneut in Front brachte. Auch nach dem erneuten Ausgleich durch Daniel Pietta blieb die Partie offen und umkämpft, mit leichten Vorteilen im Scheibenbesitz für die Gäste.
Als Alexander Blank im Schlussdrittel zum dritten Mal die Führung für den AEV erzielte, schien ein Punktgewinn greifbar. Doch ein abgefälschter Treffer von Sam Ruopp sowie der Abstauber von Johannes Krauß drehten die Begegnung zugunsten der Schanzer. Trotz großer Moral und einer überstandenen doppelten Unterzahl gelang Augsburg der Ausgleich nicht mehr, sodass Ingolstadt einen späten, aber effizienten Derbysieg feierte.
Ice Tigers behaupten sich gegen Frankfurt – Akdag feiert gelungenes Debüt
Die Nürnberg Ice Tigers haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt mit 4:3 für sich entschieden und damit ihren Vorsprung auf einen direkten Konkurrenten weiter ausgebaut. Nach starkem Beginn der Gäste fand Nürnberg im ersten Drittel zunehmend zu seinem Spiel und drehte die Partie binnen weniger Minuten.
Frankfurt ging durch Daniel Wirt zunächst in Führung, doch Brett Murray antwortete mit einem Doppelschlag, ehe Samuel Dove-McFalls noch vor der ersten Pause auf 3:1 erhöhte. Im zweiten Abschnitt kontrollierten die Ice Tigers weitgehend das Geschehen, ehe Neuzugang Sinan Akdag bei seinem ersten Einsatz im Nürnberger Trikot mit einem platzierten Schuss das 4:1 markierte.
Im Schlussdrittel bewiesen die Löwen Moral und kamen durch Treffer von Chris Wilkie und Carter Rowney nochmals heran. Trotz großer Druckphase in den letzten Minuten verteidigte Nürnberg den Vorsprung jedoch erfolgreich. Mit dem Heimsieg kletterten die Ice Tigers auf Rang acht und setzten ein positives Zeichen im Kampf um die Playoff-Plätze.
Foto: City-Press

