Panther erklimmen mit Clubrekord die Spitze – Iserlohn fertigt Dresden im Kellerduell ab
Grizzlys brechen Bremerhavener Bann: Effizient, eiskalt, unbezwingbar
Die Grizzlys Wolfsburg haben ihren langjährigen Auswärtsfluch in Bremerhaven eindrucksvoll beendet und bei den Fischtown Pinguins einen souveränen 0:4-Erfolg eingefahren. Matchwinner waren ein überragender Dustin Strahlmeier mit seinem zweiten Shutout in Serie sowie Doppelpacker Bobby Lynch.
Während Bremerhaven in der Anfangsphase mehr Druck entwickelte, sorgten die Grizzlys für die Tore: Spencer Machacek traf früh im Powerplay, kurz darauf legte Justin Feser per Unterzahlkonter nach. Die Pinguins warfen alles nach vorne, scheiterten jedoch wiederholt an Strahlmeiers starker Form.
Direkt nach der ersten Pause bestrafte Lynch einen schnellen Umschaltmoment eiskalt – und beendete zugleich den Arbeitstag von Pinguins-Goalie Hungerecker. Wolfsburg blieb gnadenlos effizient und erhöhte durch Lynch ein zweites Mal, erneut nach einem mustergültigen Konter.
Im Schlussdrittel verteidigten die Niedersachsen abgeklärt und ließen kaum noch Gefahr zu. Hudacek verhinderte auf der Gegenseite zwar einen höheren Rückstand, doch der Abend gehörte klar den Gästen: Effektiv, stabil – und getragen von einem Torhüter in Topform.
Rooster zerlegen Eislöwen im Duell um den Abstiegskampf
Die Iserlohn Roosters haben am 22. Spieltag ein klares Statement gesetzt und die Dresdner Eislöwen in deren eigener Halle mit 1:6 abgefertigt. Von Beginn an dominierten die Sauerländer eine Partie, in der die Hausherren nie richtig ins Spiel fanden und früh den Faden verloren.
Nach nur fünf Minuten eröffnete Christian Thomas den Torreigen, ehe Daniel Fischbuch und Eirik Salsten binnen Sekunden auf 0:3 stellten. Dresden blieb die passende Antwort schuldig und kam erst im zweiten Drittel durch Sebastian Gorcik zum Anschluss. Doch Iserlohn reagierte umgehend: Wieder Salsten sowie Kyle Wood mit einem Strahl von der blauen Linie erhöhten auf 1:5.
Im Schlussabschnitt blieben die Roosters konzentriert, kontrollierten das Tempo und setzten durch Tyler Boland den Schlusspunkt. Jenike überzeugte im Roosters-Tor mehrfach, während Dresden offensiv blass blieb und defensiv zu viele Fehler produzierte.
Am Ende stand ein hochverdienter Auswärtssieg für Iserlohn, während Eislöwen-Coach Niklas Sundblad von einem „inakzeptablen Auftritt“ sprach und sich bei den Fans entschuldigte.
Panther auf Rekordkurs: Ingolstadt schlägt Berlin und übernimmt die Tabellenspitze
Der ERC Ingolstadt bleibt das heißeste Team der PENNY DEL und feierte mit einem 5:2 über die Eisbären Berlin nicht nur den neunten Sieg in Serie, sondern zugleich den längsten Erfolgsrun seiner Clubgeschichte. Die Oberbayern übernahmen damit verdient die Tabellenführung.
Von Beginn an bestimmten die Panther das Tempo. Riley Barber eröffnete früh per Drehschuss, ehe Austen Keating kurz nach der ersten Pause eiskalt zum 2:0 nachlegte. Berlin fand erst über mehrere Powerplays etwas Zugriff, doch Ingolstadt blieb im Umschaltspiel brandgefährlich. Noch vor der zweiten Sirene erhöhte Kenny Agostino nach starkem Entlastungsangriff auf 3:0.
Im Schlussabschnitt kämpften sich die ersatzgeschwächten Eisbären zurück: Blaine Byron und Liam Kirk verkürzten auf 3:2, Berlin witterte kurzzeitig die Wende. Doch Ingolstadt blieb stabil, verteidigte konsequent und machte in der Schlussphase mit zwei Empty-Net-Treffern von Peter Abbondonato und Alex Breton alles klar.
Ein Statement-Sieg des neuen Spitzenreiters – und ein Abend, an dem der ERC seine Titelambitionen untermauerte.
Foto: City-Press

