Penny DEL Spieltag am Dienstag

Penalty-Krimi in Köln – Red Bulls triumphieren im Derby gegen den Spitzenreiter

Haie behalten die Nerven – Penalty-Drama entscheidet Topspiel gegen Mannheim

n einem hochklassigen und intensiven Duell haben die Kölner Haie die Adler Mannheim mit 3:2 nach Penaltyschießen bezwungen. Vor 15.913 Zuschauern in der atmosphärisch brodelnden LANXESS arena lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, das erst im 24. Versuch des Shootouts entschieden wurde.

Köln startete druckvoll und nutzte zwei frühe Überzahlsituationen eiskalt: Maximilian Kammerer traf aus zentraler Position zur Führung, Patrick Russell legte wenig später per One-Timer zum 2:0 nach. Mannheim fand erst im zweiten Drittel besser ins Spiel und verkürzte durch Maxi Heim, der einen Schuss von Gawanke unhaltbar abfälschte. Die Adler drückten weiter, doch Köln überstand mehrere brenzlige Situationen – darunter ein beinahe sicherer Plachta-Abschluss, den Tyrväinen in letzter Sekunde entschärfte.

Im Schlussabschnitt wurde die Partie immer offener. Köln verpasste das 3:1 mehrfach, ehe Alexander Ehl im Nachschuss den verdienten Ausgleich besorgte. Bennett traf zweimal nur den Pfosten – Glück für die Haie, die sich in die Verlängerung retteten. Dort erspielten sich die Rheinländer insbesondere im Powerplay mehrere gute Chancen, scheiterten aber an Mannheims starker Defensive um Goalie Franzreb.

Das Penaltyschießen wurde zum Nervenspiel: Ex-Hai Justin Schütz traf doppelt für Mannheim, Schnarr hielt Köln im Rennen. Erst im 24. Versuch sorgte Nate Schnarr mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung und den viel umjubelten Zusatzpunkt.

Ice Tigers erzwingen Comeback – doch im Shootout behalten die Wild Wings die Nerven

Nürnberg zeigte große Moral, Schwenningen die nötige Abgezocktheit: In einem spektakulären DEL-Duell unterlagen die Ice Tigers den Wild Wings mit 4:5 nach Penaltyschießen. Während Schwenningen zwei Drittel lang klar den Ton angab, starteten die Franken im Schlussabschnitt eine beeindruckende Aufholjagd.

Die Gäste bestimmten früh das Geschehen und erspielten sich ein klares Chancenplus. Zwar gingen die Ice Tigers durch ein abgefälschtes Barratt-Tor zunächst in Führung, doch Schwenningen drehte die Partie bis zur ersten Pause auf 1:2. Direkt nach Wiederbeginn erhöhte Dziambor zum 1:3, während Nürnberg trotz kurzer Bank nur vereinzelt gefährliche Nadelstiche setzen konnte. Spezia verkürzte im Konter, doch die Wild Wings wirkten weiterhin stabiler.

Im letzten Drittel kippte das Momentum komplett: Nürnberg rannte unermüdlich an, verpasste aber mehrfach den Ausgleich, ehe Senyshyn aus dem Nichts zum 2:4 für die Gäste traf. Die Ice Tigers antworteten mit purer Willenskraft – erst Murray in doppelter Überzahl, dann Headrick in Unterzahl zum 4:4 sorgten für ein brodelndes Stadion.

In der Overtime scheiterte Nürnberg knapp am Sieg, doch im Penaltyschießen schlug die Stunde der Gäste: Boaz Bassen verwandelte den entscheidenden Versuch und sicherte Schwenningen den Extrapunkt in einem hochdramatischen Schlagabtausch.

Löwen eiskalt: Frankfurt bestraft Fehler der Panther und jubelt über 4:2-Heimsieg

Die Löwen Frankfurt haben ihren Heimnimbus unter Trainer Tom Pokel gewahrt und das Duell gegen die Augsburger Panther mit 4:2 für sich entschieden. Die Gäste dominierten über weite Strecken die Schussstatistik, doch Frankfurt präsentierte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter und nutzte seine Chancen eiskalt.

Augsburg erwischte vor 5.844 Zuschauern den besseren Start: Nach druckvollen Minuten legte Grenier mustergültig für Anthony Louis auf, der zum 0:1 vollendete. Doch die Löwen schüttelten sich kurz und fanden schnell ihre Linie. Ein erkämpftes Lobach-Tor brachte den schnellen Ausgleich, zur Pause war die Partie offen.

Im zweiten Drittel kippte das Spiel: Erst zauberte Lilja den Puck per Rückhand ins Kreuzeck, dann erhöhte Bicker nach einem Abwehrfehler der Panther auf 3:1. Frankfurt spielte nun mit wachsendem Selbstvertrauen, während Augsburg trotz guter Gelegenheiten an Brenner oder dem Aluminium scheiterte.

Zu Beginn des Schlussabschnitts sorgte Pfaffengut per Abfälscher für das vorentscheidende 4:1. Zwar verkürzte Bowey spät, doch der Treffer kam zu spät, um Frankfurts abgeklärten Auftritt noch zu gefährden.

Münchens Kaltschnäuzigkeit stoppt Straubinger Aufholjagd

Die Straubing Tigers haben im Derby beim EHC Red Bull München trotz großer Moral eine 5:3 Niederlage hinnehmen müssen. Vor 10.796 Zuschauern im ausverkauften SAP Garden lieferten sich beide Teams ein intensives, temporeiches Duell – am Ende setzte sich jedoch die Effizienz der Gastgeber durch.

München erwischte den besseren Start und ging früh im Powerplay durch Ville Pokka in Führung. Straubing tat sich zunächst schwer, ins Spiel zu finden, während Florian Bugl mehrfach stark parierte. Erst im Mittelabschnitt drehten die Tigers auf: Josh Melnick fälschte zum Ausgleich ab, kurz darauf traf Alex Green in Unterzahl sogar zur 1:2-Führung.

Doch die Freude währte nur Sekunden. Mit einem Doppelschlag binnen acht Sekunden rissen Veit Oswald und Gabriel Fontaine das Momentum zurück auf die Münchner Seite. Straubing wechselte den Torhüter, Henrik Haukeland stabilisierte das Spiel – doch der Rückstand blieb.

Im Schlussdrittel belohnte Elis Hede den energischen Tigers-Start mit dem 3:3. Die Partie wogte nun hin und her, bis Adam Brooks nach einem Alleingang eiskalt zur erneuten Münchner Führung vollendete. In der Schlussphase setzte Straubing alles auf eine Karte, doch Tobias Rieder entschied die Partie per Empty-Net-Treffer endgültig.

Foto: City-Press