Penny DEL Spieltag am Dienstag

Haie gehen als Tabellenführer ins neue Jahr – Mission Nichtabstieg scheint für Dresden fast aussichtslos

Adler drehen Spiel in Nürnberg und sichern sich den Zusatzpunkt

Die Nürnberg Ice Tigers und die Adler Mannheim lieferten sich zum Jahresabschluss 2025 ein intensives und bis in die Verlängerung offenes Duell, das die Gäste aus Mannheim mit 3:2 für sich entschieden. Nürnberg musste krankheitsbedingt auf mehrere Stammkräfte verzichten, erwischte jedoch den besseren Start und setzte die Adler früh unter Druck. Mannheims Torhüter Maximilian Franzreb verhinderte in dieser Phase mehrfach einen Rückstand, ehe Kristian Reichel einen etwas glücklichen Abpraller zur Führung der Gäste nutzte.

Auch im Mittelabschnitt blieb die Partie ausgeglichen. Die Ice Tigers belohnten sich für ihren Aufwand durch Evan Barratt, der mit einem platzierten Handgelenksschuss zum 1:1 traf. Beide Teams spielten weiter mit hohem Tempo und suchten konsequent den Weg nach vorne, ohne dabei die defensive Ordnung völlig aufzugeben. Chancen auf beiden Seiten sorgten dafür, dass das Spiel jederzeit kippen konnte.

Im Schlussdrittel ging Nürnberg zunächst durch Samuel Dove-McFalls in Führung, profitierte dabei von einem Fehler im Mannheimer Aufbauspiel. Die Adler zeigten jedoch Moral und glichen durch Lukas Kälble nach sehenswertem Kombinationsspiel aus. In der Verlängerung brachte schließlich eine Überzahlsituation die Entscheidung zugunsten der Gäste: Luke Esposito profitierte von einem unglücklichen Klärungsversuch der Ice Tigers und besiegelte den Mannheimer Auswärtssieg nach 62 Minuten.

Effiziente Löwen setzen sich gegen engagierte Eislöwen durch

Die Löwen Frankfurt haben sich in einer strukturierten und disziplinierten Vorstellung mit 3:0 gegen die Dresdner Eislöwen durchgesetzt. Die Gastgeber bestimmten weite Teile der Begegnung, während Dresden trotz ordentlicher Phasen offensiv nicht entscheidend zum Abschluss kam.

Im ersten Drittel nutzten die Löwen ihr Powerplay konsequent: Ty Glover brachte Frankfurt in Überzahl in Führung. Dresden hielt das Spiel offen und kam zu einzelnen Möglichkeiten, scheiterte jedoch mehrfach an Mirko Pantkowski oder an der kompakten Defensive der Hausherren.

Nach der Pause baute Frankfurt den Vorsprung erneut im Powerplay aus, als Carter Rowney einen Abpraller verwertete. Kurz vor Drittelende sorgte Michael Joyaux mit einem platzierten Abschluss für das vorentscheidende 3:0. Die Eislöwen investierten im Schlussabschnitt viel, fanden aber auch mit zusätzlichem Feldspieler keinen Weg an Pantkowski vorbei, der seinen Shutout souverän festhielt.

Fischtown behält im Schlagabtausch gegen Berlin die Oberhand

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben sich in einer torreichen und wechselhaften Partie mit 6:4 gegen die Eisbären Berlin durchgesetzt und damit einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Vor allem ein starker Beginn und eine entschlossene Schlussphase gaben letztlich den Ausschlag zugunsten der Gastgeber.

Bremerhaven nutzte im ersten Drittel seine Chancen konsequent: Alex Friesen brachte die Pinguins im Powerplay in Führung, Colt Conrad erhöhte wenig später. Berlin blieb jedoch im Spiel und verkürzte durch Liam Kirk, der auch im zweiten Abschnitt früh zum Ausgleich traf. Miha Verlic stellte die Führung für Fischtown wieder her, ehe Kirk mit seinem dritten Treffer des Abends und Andy Eder die Partie zwischenzeitlich zugunsten der Gäste drehten.

Im Schlussdrittel zeigte Bremerhaven Moral und Struktur. Ziga Jeglic glich aus, bevor Nico Krämmer in der Schlussphase für die erneute Führung sorgte. Als Berlin alles riskierte, setzte Nino Kinder mit einem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt. Während die Pinguins ihre Effizienz und Tiefe im Kader ausspielten, blieb den Eisbären trotz starkem Offensivbeitrag von Kirk am Ende nur die Erkenntnis, defensiv nicht stabil genug gewesen zu sein.

Kölner Dominanz entscheidet torreiche Partie in Iserlohn

Die Iserlohn Roosters und die Kölner Haie lieferten sich am Seilersee eine unterhaltsame Partie, die trotz engagiertem Beginn der Gastgeber klar an die Gäste ging. Iserlohn startete mutig und ging im ersten Drittel durch Eric Cornel in Überzahl in Führung, ehe Moritz Müller per Distanzschuss für Köln ausglich. Nach 20 Minuten stand ein offenes 1:1, das den Spielverlauf gut widerspiegelte.

Im zweiten Abschnitt legten die Roosters erneut vor: Colin Ugbekile traf im Powerplay zum 2:1. Danach übernahmen die Haie zunehmend die Kontrolle. Jan Luca Sennhenn, Ryan MacInnis, Veli-Matti Vittasmäki und Louis-Marc Aubry drehten die Partie mit vier Treffern binnen weniger Minuten auf 2:5. Kurz vor der Pause brachte Eric Cornel sein Team mit dem 3:5 nochmals heran.

Im Schlussdrittel sorgte Maximilian Kammerer mit einem Doppelschlag früh für klare Verhältnisse und stellte auf 3:7. Die Roosters kamen kurz vor Ende noch durch Camara zum 4:7, mehr ließ Köln jedoch nicht zu. Unter dem Strich setzten sich die Haie dank größerer Durchschlagskraft in den entscheidenden Phasen verdient durch, während Iserlohn trotz ordentlicher Ansätze die defensive Stabilität vermissen ließ.

Panther holen Punkt im Derby – München setzt sich erst in der Verlängerung durch

Die Augsburger Panther haben beim EHC Red Bull München Moral bewiesen und sich nach starkem Comeback einen Zähler gesichert. In einer intensiven und ausgeglichenen Partie behielten die Gastgeber am Ende mit 3:2 nach Verlängerung die Oberhand, mussten dafür jedoch deutlich mehr investieren als es der zwischenzeitliche Spielstand vermuten ließ.

Nach einem torlosen ersten Drittel nutzte München im Mittelabschnitt seine Möglichkeiten konsequent. Markus Eisenschmid brachte die Red Bulls in Führung, wenig später erhöhte Brady Ferguson auf 2:0. Augsburg ließ sich davon nicht beeindrucken und antwortete noch vor der Pause: 
T.J. Trevelyan staubte nach energischem Forechecking zum wichtigen Anschlusstreffer ab und hielt die Panther im Spiel.

Im Schlussdrittel erhöhte der AEV den Druck und wurde für seinen Aufwand belohnt. Anthony Louis sorgte nach einem schnellen Umschaltmoment für den Ausgleich und erzwang die Verlängerung. Dort entschied schließlich ein Konter die Partie zugunsten der Hausherren, den Ryan Murphy mit seinem Treffer vollendete. Während München den Zusatzpunkt sicherte, unterstrich Augsburg mit dem späten Comeback seine Wettbewerbsfähigkeit im Derby.

Wild Wings stoppen Negativlauf – Ingolstadt kommt nach Fehlstart nicht mehr zurück

Die Schwenninger Wild Wings haben ihre Durststrecke eindrucksvoll beendet und sich mit einem 5:3-Heimsieg gegen den ERC Ingolstadt belohnt. In einer über weite Strecken temporeichen Begegnung legten die Gastgeber mit hoher Konsequenz den Grundstein für den Erfolg, während die Panther erst spät zu ihrem Spiel fanden.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase nutzte Schwenningen zwei Ingolstädter Fehler kurz vor der ersten Pause eiskalt aus. Tylor Spink und Kyle Platzer sorgten binnen weniger Sekunden für eine 2:0-Führung. Auch im zweiten Drittel blieben die Wild Wings effizient: Sebastian Uvira und erneut Kyle Platzer bauten den Vorsprung auf 4:0 aus, ehe Chris Jandric mit einem späten Treffer den Anschluss herstellte.

Im Schlussabschnitt erhöhte Ingolstadt deutlich den Druck. Daniel Pietta im Powerplay und Sam Ruopp brachten die Gäste bis auf ein Tor heran und machten die Partie noch einmal spannend. Die endgültige Entscheidung fiel jedoch in der Schlussphase, als Alexander Karachun mit einem Treffer ins leere Tor den Heimsieg absicherte.

Tigers drehen Partie in Wolfsburg und setzen sich auswärts durch

Die Straubing Tigers haben bei den Grizzlys Wolfsburg einen 2:5-Auswärtserfolg gefeiert und dabei nach frühem Rückstand große Moral bewiesen. Wolfsburg erwischte den besseren Start, bestimmte zunächst Tempo und Spielanteile und ging durch Tyler Gaudet (6.) sowie Gemel Smith (12.) verdient mit 2:0 in Führung.

Straubing fand mit zunehmender Spielzeit besser in die Partie und kam durch Nicolas Beaudin (13.) noch im ersten Drittel heran. Im Mittelabschnitt überstanden die Tigers mehrere Unterzahlsituationen und belohnten sich für ihren Einsatz: Filip Varejcka glich aus (35.), ehe Tyler Madden kurz vor der zweiten Pause das Spiel erstmals drehte (40.).

Im Schlussdrittel drängten die Grizzlys auf den Ausgleich, scheiterten jedoch mehrfach an der kompakten Defensive und an Goalie Henrik Haukeland. In Überzahl sorgte Nick Halloran für die Vorentscheidung (55.), bevor Marcel Brandt mit einem Treffer ins leere Tor den Endstand markierte.

Foto: City-Press