Ingolstadt baut Vereinsrekord aus – Iserlohn mit Heimsieg und verschafft sich weiter Luft im Abstiegskampf
Ice Tigers triumphieren im Derby – Augsburg scheitert an Effizienz und Treutle
Die Augsburger Panther müssen die nächste herbe Derbypleite verkraften. Gegen eiskalt auftretende Nürnberger unterlag der AEV klar mit 1:5 – und erneut war mangelnde Chancenverwertung das große Thema. Während Augsburg im ersten Drittel wütend anlief, nutzten die Ice Tigers ihre Gelegenheiten kompromisslos: Greg Meireles eröffnete nach einem AEV-Patzer, Tyler Spezia legte kurz vor der Pause sehenswert nach.
Auch im zweiten Abschnitt bot sich das gleiche Bild. Die Panther erspielten sich Möglichkeiten, Nürnberg traf. Timo Bakos erhöhte in seiner Heimatstadt per feiner Rückhand und Brett Murray schloss einen Konter zum 0:4 ab. Augsburg scheiterte weiter reihenweise an Niklas Treutle, der einen Glanztag erwischte.
Als Damiani im Schlussdrittel nur die Latte traf, setzte Spezia im Gegenzug endgültig den Deckel drauf. Busdekers später Ehrentreffer blieb Ergebniskosmetik. Die Ice Tigers präsentierten sich gnadenlos effizient – die Panther dagegen stehen nach einem weiteren Derby-Dämpfer mit leeren Händen da.
Fischtown fegt Frankfurt im Startdrittel vom Eis – Pinguins feiern verdienten 5:2-Heimsieg
Mit einem furiosen ersten Drittel legten die Fischtown Pinguins den Grundstein für einen überzeugenden 5:2-Erfolg über die Löwen Frankfurt. Vier Treffer in den ersten 20 Minuten – darunter zwei im Powerplay – brachten die Eisarena früh zum Beben. Abt, Jeglic, Wejse und Verlic sorgten für eine komfortable 4:0-Führung, während die Hessen defensiv völlig den Faden verloren.
Frankfurt wechselte zur zweiten Drittelpause den Torhüter und stabilisierte sich zwar, fand aber lange keine Mittel gegen den starken Julius Hudacek. Erst im Schlussabschnitt schöpften die Löwen Hoffnung: Fröberg verkürzte im Powerplay, ein kurioses Eigentor von Eminger zum 4:2 sorgte nochmal für Spannung.
Doch Bremerhaven blieb eiskalt: Wejse schnürte seinen Doppelpack und stellte den alten Abstand wieder her. Mit abgeklärtem Finish brachten die Pinguins den Sieg über die Zeit – und feierten die Rückkehr auf die Erfolgsspur nach einer dominanten Vorstellung, die Frankfurt schon im ersten Drittel das Genick brach.
Agostino krönt Ingolstadts Zittersieg – Tabellenführer ringt mutige Eislöwen in der Overtime nieder
Der ERC Ingolstadt bleibt das Maß der Dinge in der PENNY DEL – doch der 3:2-Heimerfolg nach Verlängerung gegen aufmüpfige Eislöwen aus Dresden war härter erkämpft als erwartet. Vor 4.318 Fans, die zuvor die Trikot-Ehrung von Clublegende Thomas Greilinger feierten, sorgte zunächst Myles Powell mit einem Unterzahltor für den perfekten Panther-Start. Kenny Agostino erhöhte kurz darauf auf 2:0, doch Dresden blieb mutig und verkürzte durch Yogan verdient.
Im Schlussdrittel belohnten sich die Sachsen für ihren couragierten Auftritt: Fox entwischte der ERC-Defensive und glich zum 2:2 aus. Ingolstadt wankte, fand aber spät wieder Kontrolle – und so entschied die Overtime das Duell. Agostino stand goldrichtig und stocherte den Puck zum 10. Sieg in Serie über die Linie.
Während der Tabellenführer seinen Lauf fortsetzt, nimmt Dresden trotz der Niederlage einen verdienten Punkt mit – als Bestätigung eines starken, mutigen Auftritts beim Ligaprimus.
Roosters trotzten dem Favoriten – Hane überragt beim 3:1-Heimsieg gegen München
Mit Leidenschaft, Disziplin und einem überragenden Hendrik Hane im Tor haben die Iserlohn Roosters dem Meisterschaftsanwärter EHC Red Bull München ein beeindruckendes 3:1 abgerungen. Die Sauerländer legten den Grundstein früh: Camara vollendete ein starkes Powerplay und legte vor der ersten Pause noch einmal nach. Dazwischen wurde Münchens Ausgleich erst nach Videobeweis anerkannt – ein kurzer Dämpfer, den der IEC sofort mit dem 2:1 beantwortete.
Auch im Mittelabschnitt blieb Iserlohn eiskalt: Törnqvist erhöhte auf 3:1, während die Red Bulls Angriffswelle um Angriffswelle starteten, jedoch immer wieder an Hane und einer kompromisslosen Defensive scheiterten. München rannte bis zur letzten Sekunde an, nahm den Goalie vom Eis, doch die Gastgeber blockten, kämpften, kratzten – und brachten den Vorsprung über die Zeit.
Haie ringen Straubing nieder – Juvonen hält beim 0:2 Auswärtserfolg alles fest
In einer intensiven, über weite Strecken hochklassigen DEL-Partie haben die Kölner Haie die Straubing Tigers mit 0:2 besiegt und damit ihren fünften Erfolg aus den vergangenen sechs Spielen eingefahren. In einem vom Torhüterduell Juvonen gegen Haukeland geprägten Abend fiel die Entscheidung erst spät. Zunächst wurde ein frühes Tigers-Tor nach Videobeweis wegen Torhüterbehinderung aberkannt, anschließend neutralisierten sich beide Teams in zwei physisch geführten Dritteln.
Köln kam nach der zweiten Pause wacher aus der Kabine – und brauchte einen Moment kollektiver Entschlossenheit. In Minute 47 sprang die Scheibe hinter dem Tor in den Slot, wo Oliwer Kaski zum Gewaltschuss ausholte und den Puck unhaltbar zum 0:1 in den Winkel hämmerte. Straubing reagierte wütend, belagerte die Haie-Zone und scheiterte mehrfach spektakulär am bärenstarken Janne Juvonen, der mit seinem dritten Shutout im neunten Einsatz glänzte.
Während die Tigers alles nach vorne warfen, setzte Köln in der Schlussminute den Konter zur Entscheidung: Patrick Russell traf per Empty Net zum 0:2. Die Haie festigen damit Rang vier – und zeigen einmal mehr, wie effektiv sie in engen Spielen agieren.
Adler behalten im Derby die Nerven – Schwenningen erwacht zu spät
Die Adler Mannheim haben das Baden-Württemberg-Duell in Schwenningen mit 2:4 für sich entschieden – und das vor allem dank eines kompromisslosen Auftritts in den ersten 40 Minuten. Während die Wild Wings erst im Schlussdrittel zu ihrer eigentlichen Spielweise fanden, hatten die Gäste da bereits den Grundstein gelegt: Mattinen eröffnete früh, ehe ein Doppelschlag von Greco und Bennett binnen 13 Sekunden im Mittelabschnitt für einen komfortablen Vorsprung sorgte.
Zwar verkürzte Höfflin kurzzeitig, doch Esposito stellte den alten Abstand noch vor der zweiten Pause wieder her. Erst im letzten Drittel zündete Schwenningen offensiv – Platzer traf zum 2:4, Spink und Höfflin hatten weitere hochkarätige Chancen. Doch der Rückstand erwies sich als zu groß. Trotz einer druckvollen Schlussoffensive und extra Angreifer brachten die Adler den Derby-Sieg abgeklärt über die Zeit.
Eisbären dominieren Bärenduell – Wolfsburg chancenlos beim 1:6
Die Grizzlys Wolfsburg konnten ihren jüngsten Aufwärtstrend nicht fortsetzen und kassierten gegen starke Eisbären Berlin eine deutliche 1:6-Heimpleite. Früh übernahmen die Hauptstädter das Kommando: Liam Kirk traf doppelt im ersten Drittel und legte damit den Grundstein für einen Berliner Abend nach Maß. Wolfsburg stemmte sich zwar dagegen – allen voran Luis Schinko mit mehreren Großchancen –, scheiterte aber wiederholt an Berlins starkem Goalie Jake Hildebrand.
Als Markus Vikingstad im Mittelabschnitt auf 0:3 stellte, wurde der Rückstand zur Hypothek. Kurz nach der zweiten Pause keimte Hoffnung auf, als Justin Feser zum 1:3 verkürzte. Doch Berlin blieb eiskalt: Frederik Tiffels und Andy Eder erhöhten in einer starken Berliner Druckphase, ehe Mitch Reinke im Powerplay den Endstand markierte. Während die Grizzlys an Effektivität und Struktur fehlten, überzeugte der Meister mit Tempo, Konsequenz und gnadenloser Chancenverwertung.
Foto: City-Press

