Penny DEL Spieltag am Freitag

Haie übernehmen Tabellenführung – Löwen stoppen Negativtrend

Haie belohnen Geduld – Bremerhaven scheitert an Juvonen und eigener Chancenverwertung

Die Kölner Haie haben sich am zweiten Weihnachtsfeiertag in der ausverkauften LANXESS arena mit 3:0 gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven durchgesetzt und eine intensive Partie für sich entschieden. Der Erfolg basierte weniger auf Offensivdominanz als auf Disziplin, Effizienz und einem erneut starken Janne Juvonen, der seinen vierten Shutout der Saison feierte.

Bremerhaven erwischte den besseren Start und setzte die Hausherren früh unter Druck. Mehrere Abschlüsse von Urbas, Jeglic und Bruggisser fanden jedoch ihren Meister im Kölner Schlussmann. Die Haie überstanden zwei frühe Unterzahlsituationen schadlos und fanden anschließend besser in die Begegnung, ohne vor der Pause Kapital daraus zu schlagen.

Der Knackpunkt folgte im zweiten Drittel: In eigener Überzahl leisteten sich die Gäste einen Scheibenverlust, den Maximilian Kammerer eiskalt nutzte und per Unterzahltreffer zum 1:0 vollendete (28.). Bremerhaven blieb bemüht, lief aber immer wieder an der kompakten Kölner Defensive und Juvonen an.

Im Schlussabschnitt erhöhten die Pinguins den Druck und gingen in der Endphase volles Risiko. Doch statt des Ausgleichs traf Louis-Marc Aubry ins leere Tor (59.), ehe Patrick Russell Sekunden vor Schluss ebenfalls ohne Goalie den 3:0-Endstand herstellte.

Effizienz schlägt Spielanteile – Grizzlys drehen Partie gegen Berlin

Die Grizzlys Wolfsburg haben ihren dritten Sieg in Serie gefeiert und die Eisbären Berlinmit 1:2 bezwungen. In einer umkämpften Begegnung setzten die Niedersachsen auf defensive Stabilität und konsequente Chancenverwertung, während Berlin über weite Strecken mehr vom Spiel hatte.

Die Gäste aus der Hauptstadt bestimmten die Anfangsphase und gingen folgerichtig durch Liam Kirk in Führung (12.). Wolfsburg zeigte sich davon unbeeindruckt und kam mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie. Spencer Machacek nutzte eine der ersten klaren Möglichkeiten zum Ausgleich (15.) und brachte die Grizzlys zurück ins Spiel.

Im offenen Mittelabschnitt mit Chancen auf beiden Seiten erzielte Justin Feser den entscheidenden Treffer (34.). Berlin drängte im Schlussdrittel auf den erneuten Ausgleich, scheiterte jedoch immer wieder an der kompakten Wolfsburger Defensive und einem souveränen Dustin Strahlmeier im Tor. Auch in Überzahl und mit gezogenem Goalie fanden die Eisbären keinen Weg mehr vorbei – Wolfsburg rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.

Später Straubinger Treffer entscheidet umkämpftes Derby in Nürnberg

Die Nürnberg Ice Tigers und die Straubing Tigers lieferten sich ein intensives Derby, das bis in die Schlussminute offen blieb. Beide Teams starteten mit hohem Tempo, fanden früh Abschlüsse und begegneten sich über weite Strecken auf Augenhöhe.

Straubing nutzte im ersten Drittel ein Powerplay zur Führung, als Alex Green aus dem Bullykreis traf (14.). Nürnberg antwortete prompt und glich durch Julius Karrer aus (16.). Im Mittelabschnitt agierten die Gastgeber effizienter: Evan Barratt verwertete einen Alleingang zur 2:1-Führung (25.), während die Tigers trotz guter Chancen zunächst ohne Ertrag blieben.

Im Schlussdrittel erhöhten die Niederbayern den Druck und wurden belohnt. Marcel Brandt erzielte bei angezeigter Strafe den Ausgleich (51.). Als sich vieles bereits auf eine Verlängerung einstellte, behielt Straubing die Nerven: Tim Fleischer traf kurz vor dem Ende zum 2:3-Auswärtssieg (59.) und sicherte den Tigers die Punkte in einem Derby, das beiden Mannschaften alles abverlangte.

Ingolstadt meldet sich eindrucksvoll zurück und stürzt Mannheim vom Thron

Der ERC Ingolstadt hat ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und das Auswärtsspiel bei den Adler Mannheim verdient mit 2:5 gewonnen. Die Panther zeigten sich von Beginn an hochkonzentriert und nutzten ihre frühen Chancen konsequent: Peter Abbandonato (2.) und Jakin Smallwood (7.) sorgten für eine schnelle 0:2-Führung.

Mannheim fand erst spät im ersten Drittel besser ins Spiel, blieb im Abschluss jedoch glücklos. Nach einer längeren Unterbrechung zu Beginn des Mittelabschnitts übernahmen die Adler zwar phasenweise die Kontrolle, doch Ingolstadt blieb effizient. Alex Breton stellte nach gewonnenem Bully auf 0:3 (38.).

Im Schlussdrittel entschieden die Gäste die Partie endgültig. Philipp Preto (42.) und Abbott Girduckis (45.) erhöhten binnen weniger Minuten auf 0:5. Die Adler bewiesen Moral und kamen durch Matthias Plachta (57.) und Nick Mattinen im Powerplay (60.) noch zu zwei Treffern. Am Ende stand jedoch ein klarer Ingolstädter Sieg, der die Kräfteverhältnisse an der Tabellenspitze neu ordnete.

Dresden nutzt Effizienz und bremst Augsburger Playoff-Hoffnungen

Die Dresdner Eislöwen haben sich im Heimspiel gegen die Augsburger Panther mit 3:1 durchgesetzt und damit einen wichtigen Sieg eingefahren. In einer Partie, in der Augsburg mehr Spielanteile hatte, machten die Sachsen den Unterschied mit konsequenter Chancenverwertung und starken Special Teams.

Im ersten Drittel blieben die Panther trotz guter Möglichkeiten ohne Ertrag, während Dresden eine Überzahlsituation eiskalt nutzte: Lance Bouma fälschte einen Schuss unhaltbar zum 1:0 ab (16.). Auch im Mittelabschnitt fehlte dem AEV die Durchschlagskraft, selbst eine lange Überzahl blieb ungenutzt. Stattdessen erhöhte Sebastian Gorcik nach einem Fehler im Augsburger Aufbauspiel auf 2:0 (33.).

Nach der Pause brachte Christian Hanke die Gäste mit dem 2:1-Anschluss (43.) noch einmal zurück ins Spiel. Augsburg drängte, fand aber kaum klare Abschlüsse gegen tief stehende Eislöwen. In der Schlussminute sorgte Rourke Chartiermit einem Treffer ins leere Tor für die Entscheidung.

Effektivität schlägt Druck: Roosters verlängern Schwenningens Niederlagenserie

Die Iserlohn Roosters haben das Duell am zweiten Weihnachtsfeiertag bei den Schwenninger Wild Wings mit 4:2 für sich entschieden und damit wichtige Punkte eingefahren. Dabei gehörte die Anfangsphase den Wild Wings, die mit viel Tempo und frühem Powerplay Druck aufbauten, ihre Chancen jedoch nicht nutzten. Iserlohn verteidigte diszipliniert und setzte nach torlosem Start im zweiten Drittel die ersten Nadelstiche.

Binnen 13 Sekunden sorgten Thomas und Daniel Fischbuch für die 2:0-Führung der Gastgeber (22.). Schwenningen antwortete durch Tylor Larkin (28.) und hielt die Partie offen. Nach der zweiten Pause stellte Lassen per Konter auf 3:1 (47.), ehe Tylor Spink die Wild Wings nochmals heranbrachte (52.). In der Schlussphase stemmten sich die Gäste gegen die Niederlage, scheiterten aber immer wieder an Roosters-Keeper Hendrik Hane. Den Schlusspunkt setzte Camara mit dem Treffer ins leere Tor.

Frankfurt stoppt Münchner Lauf – Löwen feiern Premieren-Sieg im SAP Garden

Die Löwen Frankfurt haben am zweiten Weihnachtstag ihre Durststrecke beendet und beim EHC Red Bull München mit 1:3 gewonnen. In einem zunächst ausgeglichenen Spiel ohne Treffer im ersten Drittel nutzten die Gäste im Mittelabschnitt ihre Momente konsequent: Markus Schweiger brachte Frankfurt in Führung, ehe Gabriel Fontaine im Powerplay ausglich. Eine Frankfurter Überzahl antwortete prompt, Daniel Pfaffengut stellte noch vor der Pause auf 1:2. München erhöhte im Schlussdrittel spürbar den Druck, scheiterte jedoch mehrfach an einem starken Mirko Pantkowski und am disziplinierten Defensivverbund der Hessen.

In der Schlussphase setzten die Red Bulls alles auf eine Karte, doch Kapitän Maksim Matushkin machte mit einem Treffer ins leere Tor den Auswärtserfolg perfekt. Während Frankfurt erstmals seit der DEL-Rückkehr in München punktete und neues Selbstvertrauen tankte, blieb den Hausherren trotz engagierter Leistung nur ein ärgerlicher Dämpfer nach zuvor starken Wochen.

Foto: City-Press