An der Spitze formt sich ein Dreikampf – Kellerkinder bleiben torlos
Ingolstadt baut Siegesserie aus – Panther stellen Klubrekord ein
Der ERC Ingolstadt bleibt das heißeste Team der PENNY DEL: Mit einem überzeugenden 5:2-Heimerfolg über die Fischtown Pinguins feierten die Panther ihren achten Ligasieg in Folge und egalisierten damit den Vereinsrekord für die längste Siegesserie. Dabei erwischte Ingolstadt einen optimalen Start – Schmölz verwertete bereits nach drei Minuten einen perfekt ausgespielten Angriff, während Rückkehrer Devin Williams im ersten Drittel sämtliche Bremerhavener Abschlüsse entschärfte.
Im Mittelabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Wejse traf zunächst im Powerplay zum Ausgleich, doch Ingolstadt antwortete doppelt in Überzahl. Keating und Sheen stellten auf 3:1, ehe Abt die Gäste noch einmal heranbrachte. Die Pinguins hielten lange dagegen, mussten jedoch im Schlussdrittel den Unterschied in Effizienz und Durchschlagskraft anerkennen. Barber stellte mit einem Treffer aus kurzer Distanz die Weichen endgültig auf Sieg, bevor Girduckis fünf Minuten vor Schluss per Konter alles klar machte.
Für Bremerhaven bedeutete die Niederlage das dritte sieglose Wochenende in Serie – erneut entschieden die Special Teams gegen die Norddeutschen.
Nürnberg dominiert Frankfurt – Ice Tigers feiern 5:2-Heimsieg
Die Nürnberg Ice Tigers haben am Sonntag einen überzeugenden 5:2-Erfolg gegen die Löwen Frankfurt gefeiert. Trotz kurzer Bank und der strapaziösen Heimreise aus Bremerhaven dominierten die Franken das Spiel von Beginn an. Mit hohem Tempo und einem klaren Chancenplus erzielte Brett Murray früh das verdiente 1:0, während Goalie Niklas Treutle die wenigen Frankfurter Möglichkeiten entschärfte.
Im Mittelabschnitt erhöhte Nürnberg den Druck weiter: Tyler Spezia traf erst per Direktschuss und später eiskalt im Zwei-auf-Null-Konter zum 3:0, ehe Evan Barratt kurz vor der Pause auf 4:0 stellte. Frankfurt fand erst spät ins Spiel, scheiterte jedoch mehrfach am starken Treutle. Ein medizinischer Notfall im Gästeblock verzögerte den Start ins dritte Drittel, glücklicherweise folgte später Entwarnung.
Auf dem Eis meldeten sich die Löwen durch Matushkin und McKiernan zurück, doch die Aufholjagd kam zu spät. Jakob Weber setzte mit einem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt. Nürnberg holt sich damit ein verdientes sechs-Punkte-Wochenende und liefert eine der souveränsten Vorstellungen der bisherigen Saison ab.
München zerlegt Augsburg im Derby – Red Bulls siegen klar mit 3:8
Die Augsburger Panther mussten im bayerischen Derby erneut eine deutliche Niederlage hinnehmen. Der ersatzgeschwächte AEV startete zwar ideal: Schon in der 2. Minute traf Thomas Schemitsch zum 1:0. Doch München fand schnell Antworten und drehte das Spiel mit hoher Effizienz und viel Tempo. Ehliz glich früh aus, Hager und McKenna stellten noch im ersten Drittel auf 1:3.
Augsburg verpasste im Mittelabschnitt eine doppelte Überzahl, die Partie wieder spannend zu machen. Stattdessen erhöhten die Red Bulls eiskalt – Pokka und Daubner sorgten für eine komfortable 5:1-Führung vor der zweiten Pause. Im Schlussdrittel dominierte der Tabellenprimus weiter. Rieder und Krening legten nach, während Kunyk und Cramarossa für etwas Ergebniskosmetik sorgten.
Den Schlusspunkt setzte McKenna mit seinem zweiten Treffer des Abends, nachdem Brooks ihn mustergültig, mit einem sogenannten „Tscheschenpass“, freigespielt hatte. Am Ende stand ein deutliches 8:3 – ein Derby, das Münchens Klasse und Augsburgs personelle Probleme schonungslos offenlegte.
Straubing unterliegt Berlin – Kirks Hattrick sorgt für erstes null-Punkte-Wochenende beim Tabellenführer
Die Straubing Tigers haben im Topspiel gegen Meister Eisbären Berlin eine 2:4-Heimniederlage hinnehmen müssen. Dabei erwischten die Niederbayern den besseren Start: Tyler Madden traf früh zum 1:0. Berlin ließ sich jedoch nicht beeindrucken und glich durch Liam Kirk aus, der wenig später auch den Führungstreffer für die Gäste markierte. Straubing blieb zwar gefährlich, scheiterte jedoch mehrfach am stark aufgelegten Jonas Stettmer oder am Aluminium.
Im Schlussdrittel nutzte Berlin seine Chancen eiskalt: Reinke erhöhte auf 3:1, ehe Kirk mit seinem dritten Treffer des Abends den Hattrick vollendete. Die Tigers stemmten sich gegen die Niederlage und kamen durch Beaudin noch einmal heran, doch ein später Ausgleich blieb aus.
Während Straubing trotz der zweiten Pleite in Folge Tabellenführer bleibt, schrumpft der Vorsprung auf Ingolstadt auf zwei Punkte. Berlin dagegen feiert den dritten Auswärtssieg in Serie – und einen glänzend aufgelegten Liam Kirk als Matchwinner.
Iserlohn bleibt erneut torlos – Effiziente Adler feiern klaren 4:0-Auswärtssieg
Die Iserlohn Roosters stecken weiter in der Offensivkrise: Auch im dritten Spiel in Folge gelang kein Treffer, während die Adler Mannheim ihre Chancen eiskalt nutzten und mit 4:0 triumphierten. Dabei startete der IEC mutig, setzte Mannheim im ersten Drittel mit schnellen Gegenstößen unter Druck und erspielte sich zahlreiche Abschlüsse. Doch weder Törnquist noch Camara oder Boland fanden einen Weg an Adler-Goalie Mattsson vorbei, der am Ende seinen zweiten Shutout der Saison feierte.
Zu Beginn des Mittelabschnitts schlug Mannheim im Powerplay zu: Esposito lenkte einen Plachta-Pass zum 0:1 ins Netz. Iserlohn antwortete mit viel Engagement, ließ jedoch beste Chancen liegen. Kurz vor der Pause folgte der nächste Nackenschlag – Plachta erhöhte erneut in Überzahl.
Im Schlussdrittel verteidigten die Gäste kompromisslos und entschieden die Partie endgültig: Plachta traf zum 3:0, bevor Reichel per Empty-Net alles klar machte. Trotz kämpferischer Leistung fehlte Iserlohn einmal mehr die Durchschlagskraft. Vor dem Kellerduell gegen Dresden wächst der Druck am Seilersee weiter.
Haie bezwingen Schwenningen – Starke Specials und Juvonen führen Köln zum 4:1
Vor fast 18.300 Fans hat der KEC einen souveränen 4:1-Heimsieg gegen die Schwenninger Wild Wings gefeiert – und damit das Ergebnis aus dem ersten Saisonduell erneut bestätigt. Köln erwischte den besseren Start, setzte sich früh in der Offensive fest und ging durch einen abgefälschten Schuss von Dominik Bokk verdient in Führung. In doppelter Überzahl erhöhte Patrick Russell kurze Zeit später auf 2:0, bevor Schwenningen durch Spink den Anschluss schaffte.
Im Mittelabschnitt fanden die Gäste besser ins Spiel, doch genau in dieser Phase schlug Köln zurück: Tanner Kero vollendete nach einem schnellen Umschaltmoment ein stark herausgespieltes Tor zu seinem Premierentreffer im Haie-Trikot. Wenig später nutzte erneut Russell einen Abpraller im Powerplay und stellte auf 4:1.
Im Schlussdrittel verteidigten die Haie konzentriert, während Goalie Janne Juvonen mit überragenden Paraden den Sieg festhielt. Schwenningen blieb engagiert, nahm aber zu viele Strafen und biss sich an Kölns kompakter Defensive die Zähne aus. Am Ende stand ein verdienter Dreier für den KEC, der spielerisch und taktisch klar die Oberhand behielt.
Eislöwen scheitern an eiskalten Grizzlys – Wolfsburg siegt 0:4 in Dresden
Die Dresdner Eislöwen mussten am Sonntagabend eine deutliche 0:4-Heimniederlage gegen die Grizzlys Wolfsburg hinnehmen. Beide Teams starteten mit viel Tempo in die Partie, doch während Dresden ihre frühen Chancen ungenutzt ließ, nutzten die Gäste ihre Gelegenheiten konsequent. Machacek fälschte einen Schuss zur Führung ab, weitere gute Möglichkeiten vereitelten Olkinuora und Strahlmeier auf beiden Seiten.
Im zweiten Drittel boten sich den Hausherren gleich zwei Überzahlsituationen, doch das Powerplay blieb wirkungslos – ein zentraler Knackpunkt der Partie. Strahlmeier hielt mehrfach stark, während Wolfsburg in der Defensive stabil blieb und über Konter gefährlich wurde.
Im Schlussabschnitt kippte das Spiel endgültig zugunsten der Gäste: White verwandelte einen Unterzahlkonter, kurz darauf erhöhte Chrobot nach einem schnellen Angriff. Eine doppelte Überzahl nutzte Lynch schließlich zum 4:0-Endstand. Trotz engagierter Phasen fehlte Dresden die Durchschlagskraft – Wolfsburg hingegen überzeugte mit Effizienz, Kompaktheit und einem starken Goalie.
Foto: City-Press

