Iserlohn, München und Mannheim spielen zu null – Straubing weiter auf Formsuche
Effiziente Roosters bezwingen Straubing klar
Die Iserlohn Roosters feiern einen souveränen 4:0-Erfolg über die Straubing Tigers – getragen von kompakter Defensive, schnellem Umschaltspiel und einem fehlerfreien Auftritt von Goalie Andy Jenike. Straubing startete mit viel Puckbesitz und Druck, ließ jedoch die nötige Durchschlagskraft vermissen. Iserlohn nutzte dagegen die erste große Möglichkeit eiskalt aus: Camara vollendete einen Konter zur Führung.
Im zweiten Drittel kippte die Partie endgültig zugunsten der Hausherren. Ein vierminütiges Powerplay brachte den entscheidenden Schwung – Thomas traf per Abpraller zum 2:0, kurz darauf erhöhte Salsten nach einem 3-auf-1-Angriff auf 3:0. Straubing blieb bemüht, fand jedoch kaum klare Abschlüsse gegen eine konzentrierte IEC-Abwehr.
Auch im Schlussabschnitt setzte Iserlohn die Akzente. Thomas machte mit seinem zweiten Treffer zum 4:0 den Deckel drauf, während Jenike mit starken Paraden den Shutout sicherte. Der IEC präsentiert sich effizient und abgeklärt – Straubing dagegen muss nach einem torlosen Wochenende nachjustieren.
Eiskalt im Abschluss: Nürnberg schlägt Wolfsburg 4:2
In Nürnberg lieferten sich die Ice Tigers und die Grizzlys Wolfsburg ein intensiv geführtes Duell, das lange offen blieb, am Ende jedoch zugunsten der Gastgeber ausfiel. Beide Teams starteten mit hohem Tempo in die Partie, früh gab es Chancen auf beiden Seiten. Der erste Treffer fiel jedoch unglücklich aus Wolfsburger Sicht, als ein abgefälschter Puck zur Nürnberger Führung im Netz landete. Die Grizzlys antworteten durch Lynch, doch ein starker Nürnberger Auftritt im ersten Drittel brachte durch Dove-McFalls die erneute Führung.
Nach der Pause glich Kapitän Machacek per Tip-In zum 2:2 aus. Wolfsburg drückte in dieser Phase auf die Wende, scheiterte jedoch mehrfach an Goalie Treutle. Nürnberg nutzte dagegen den nächsten Abschluss konsequent – Weber traf zur erneuten Führung.
In einem schnellen, offenen Schlagabtausch suchten beide Teams im Schlussabschnitt den nächsten Treffer. Wolfsburg setzte offensiv nach, während Nürnberg durch Konter gefährlich blieb. Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss, als Spezia per Empty-Net zum 4:2-Endstand traf. Die Grizzlys zeigten ein engagiertes Auswärtsspiel, mussten sich jedoch der effizienteren Chancenverwertung des Gastgebers beugen.
Berlin dominiert – Eisbären feiern klaren 5:1-Heimerfolg über Dresden
Die Eisbären Berlin knüpften am Sonntag nahtlos an ihren Auswärtssieg in Augsburg an und komplettierten vor ausverkaufter Kulisse in der Uber Arena ein perfektes Sechs-Punkte-Wochenende. Beim 5:1-Erfolg gegen die Dresdner Eislöwen legte der Hauptstadtclub früh den Grundstein: Veilleux eröffnete per schnellem Abschluss, Vikingstad erhöhte in Unterzahl und trotz des späteren Anschlusstreffers von Turnbull blieb Berlin im ersten Drittel spielbestimmend.
Nach der Pause fand Dresden zwar besser in die Partie, verpasste jedoch in einem starken Powerplay die große Ausgleichschance. Berlin nutzte die entscheidenden Momente eiskalt – Eder stellte im Mittelabschnitt auf 3:1, Tiffels legte kurz vor der Sirene zum 4:1 nach.
Auch im Schlussabschnitt blieben die Hausherren tonangebend. Veilleux schnürte mit seinem zweiten Tor des Abends den Doppelpack, während die Eisbären defensiv souverän agierten und sogar eine doppelte Unterzahl schadlos überstanden. Dresden fehlte trotz Einsatz und guter Phasen die Durchschlagskraft, um das Spiel noch einmal zu öffnen.
Berlin sichert sich damit einen deutlichen Heimsieg und blickt mit Rückenwind auf das kommende Auswärtsspiel in Straubing.
Red Bulls zu mächtig für die Löwen – Red Bulls gewinnen in Frankfurt klar mit 0:5
Der EHC Red Bull München setzte am zweiten Adventswochenende ein deutliches Ausrufezeichen und feierte nach dem Sieg gegen Ingolstadt auch in Frankfurt einen souveränen 5:0-Erfolg. Vor 6.298 Zuschauern in der NIX-Eissporthalle kontrollierten die Gäste das Spiel über weite Strecken und ließen den Löwen kaum Raum für Entfaltung. Bereits früh stellte Kastner im Powerplay die Weichen, McKenna erhöhte wenig später auf 2:0 – ein Vorsprung, den München bis zur ersten Pause verdient mitnahm.
Frankfurt suchte im Mittelabschnitt Struktur und Offensivwege, fand jedoch kaum zwingende Abschlüsse. München blieb spielbestimmend und legte durch Fontaine das 3:0 nach – ein Treffer, der sinnbildlich für die Kräfteverhältnisse stand. Der Gastgeber stemmte sich zwar gegen die drohende Entscheidung, kam jedoch selbst im Powerplay selten gefährlich zum Abschluss.
Im letzten Drittel blieb das Bild unverändert: München dominierte den Puck, Frankfurt verteidigte lange sauber, ohne den nötigen Zugriff zurückzuerlangen. Ferguson erhöhte fünf Minuten vor Schluss per Nachschuss, Wagner setzte im Powerplay den Schlusspunkt zum 5:0.
Damit feiern die Red Bulls ein perfektes Wochenende inklusive zweitem Shutout von Goalie Bibeau, während Frankfurt ohne Punkt bleibt und sich vor allem offensiv zu wenig Durchschlagskraft erarbeitete.
Adler im Torrausch – Mannheim deklassiert Augsburg mit 7:0
Die Adler Mannheim haben vor 11.767 Fans ein Ausrufezeichen gesetzt und ihre Siegesserie mit einem beeindruckenden 7:0 über die Augsburger Panther fortgeführt. Von Beginn an bestimmte der Tabellenführer Tempo und Zweikämpfe, während Augsburg trotz engagiertem Start kaum Kontrolle entwickeln konnte. Mattinen eröffnete den Torreigen im ersten Drittel, Reichel legte im Powerplay nach. Eine doppelte Unterzahl überstanden die Adler ohne Schaden, zur Pause stand eine stabile 2:0-Führung.
Der zweite Abschnitt brachte die Entscheidung in Rekordzeit: Solow erhöhte per Abstauber und legte wenig später nach, Greco und Schütz trafen im Überzahlspiel – binnen weniger Minuten war Mannheim auf 6:0 davongezogen. Augsburg traf zwar die Latte und blieb kämpferisch präsent, fand jedoch keine Lösungen gegen die konsequenten Hausherren und Goalie Mattsson, der seinen dritten Shutout einfuhr.
Im Schlussdrittel verwaltete Mannheim souverän und setzte durch Kühnhackl das siebte Tor. Am Ende stand ein klarer Erfolg, der Mannheims Dominanz untermauert – während Augsburg weiter auf Formsuche bleibt.
Ingolstadt bleibt zuhause unbezwingbar – 12. Heimsieg in Serie
Der ERC Ingolstadt hat seine beeindruckende Heimserie weiter ausgebaut und sich mit einem 5:2-Erfolg gegen die Schwenninger Wild Wings drei weitere Punkte gesichert. Beide Teams fanden früh in einen offenen Schlagabtausch, wobei klare Chancen zunächst selten waren. Ein Fehler in der ERC-Defensive brachte Schwenningen die Führung, Barber glich jedoch wenig später präzise aus.
Im Mittelabschnitt übernahm Ingolstadt zunehmend die Kontrolle und Schmölz belohnte den Druck im Powerplay – doch Spink konterte postwendend per verwandeltem Penalty. Erst im Schlussdrittel setzte sich die Heimstärke der Panther endgültig durch: Powell traf unter die Latte, Brochu verhinderte den erneuten Ausgleich mit einer starken Parade.
Schwenningen blieb bemüht, fand aber kein Mittel mehr gegen den stabilen ERC, der in der Schlussphase mit zwei Empty-Net-Treffern durch Powell und Abbandonato alles klar machte. Ingolstadt bleibt damit erster Verfolger von Spitzenreiter Mannheim und zuhause weiter makellos.
Köln effizient – Bremerhaven scheitert an Juvonen
Die Fischtown Pinguins mussten am zweiten Advent eine 2:5-Heimniederlage gegen die Kölner Haie hinnehmen. Trotz 36 Torschüssen fehlte dem Team aus Bremerhaven die Durchschlagskraft – Haie-Goalie Janne Juvonen avancierte mit zahlreichen Paraden zum spielentscheidenden Faktor. Die Gäste legten früh vor: Schnarr traf nach sieben Minuten, Kammerer erhöhte im zweiten Drittel auf 0:2. In dieser Phase konterten die Pinguins jedoch stark – Verlic im Powerplay sowie Abt stellten innerhalb kurzer Zeit auf 2:2.
Eine längere Unterbrechung nach einer blutigen Kopfverletzung von Wejse brachte das Spiel kurz aus dem Rhythmus, Köln fand danach jedoch schneller zurück. Bokk besorgte die erneute Führung, Kemiläinen und MacInnis legten im Schlussabschnitt nach. Bremerhaven blieb bemüht, scheiterte aber immer wieder am überragenden Haie-Schlussmann.
Die Haie feierten damit ihren sechsten Sieg in Serie, während Bremerhaven trotz engagierten Auftritts ohne Punkte blieb und zusätzlich einen schmerzhaften Ausfall verkraften musste.
Foto: City-Press

