Last-Minute-Dramatik in Bremerhaven und Köln – Ingolstadt klettert zurück an die Spitzenposition
Dramatische Schlussphase: Bremerhaven behält zu Hause knapp die Oberhand
Die Fischtown Pinguins haben ihr Heimspiel gegen die Augsburger Panther mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen. In einer defensiv geprägten und lange torlosen Partie lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, das erst spät entschieden wurde.
Augsburg erwischte den besseren Start und hatte im ersten Drittel mehr Abschlüsse, scheiterte jedoch mehrfach an Julius Hudacek. Auch Bremerhaven kam zu Chancen, fand aber in Peyton Jones einen sicheren Rückhalt. Tore fielen zunächst keine.
Im Mittelabschnitt nutzten die Panther ein Powerplay zur Führung, als ein Zuspiel von D.J. Busdeker von Vladimir Eminger unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde (32.). Bremerhaven erhöhte danach den Druck, blieb aber zunächst ohne Erfolg.
Im Schlussdrittel drängten die Gastgeber auf den Ausgleich und wurden 58 Sekunden vor Spielende belohnt: Miha Verlic traf bei gezogenem Torhüter in Überzahl zum 1:1. In der Overtime sorgte Ziga Jeglic schließlich für den Zusatzpunkt der Pinguins, während Augsburg sich für einen engagierten Auftritt zumindest mit einem Zähler belohnte.
ERC Ingolstadt baut Heimserie aus und stelle Vereinsrekord ein – Roosters bleiben ohne Ertrag
Der ERC Ingolstadt hat seine starke Heimform bestätigt und die Iserlohn Roosters mit 4:2 besiegt. Mit dem 13. Heimsieg in Folge stellten die Panther einen clubinternen Rekord ein und sicherten sich erneut ein Sechs-Punkte-Wochenende.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen früh durch Kenny Agostino in Führung (4.). Luca Hauf erhöhte wenig später mit seinem ersten DEL-Tor auf 2:0, ehe Daniel Neumann die Roosters mit dem Anschlusstreffer im Spiel hielt (15.).
Im zweiten Drittel kontrollierte Ingolstadt das Geschehen, ließ defensiv kaum Chancen zu und scheiterte mehrfach nur knapp an Hendrik Hane oder dem Torgestänge. Iserlohn blieb vor allem auf Konter beschränkt.
Als Austen Keating im Schlussabschnitt einen Fehler der Gäste zum 3:1 nutzte, schien die Partie entschieden. Anthony Camara sorgte im späten Überzahlspiel zwar noch einmal für Spannung, doch Daniel Pietta machte mit einem Empty-Net-Treffer alles klar. Effizienz und Heimstärke gaben letztlich den Ausschlag zugunsten des ERC.
Eisbären kontrollieren Spiel und feiern Heimsieg am dritten Advent
Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings am dritten Adventssonntag mit 2:0 gewonnen und damit einen verdienten Shutout-Erfolg eingefahren. Vor ausverkaufter Uber Arena präsentierten sich die Gastgeber über weite Strecken als spielbestimmende Mannschaft und ließen defensiv nur wenig zu.
Berlin übernahm von Beginn an die Initiative, benötigte jedoch etwas Geduld, um die Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel abzubilden. Erst im Powerplay kurz vor der ersten Pause brachte Liam Kirk die Eisbären in Führung (18.). Schwenningen tat sich im ersten Drittel schwer, offensive Akzente zu setzen, steigerte sich jedoch im Mittelabschnitt.
Trotz ausgeglichenerer Spielanteile blieb Berlin effizienter. Yannick Veilleux erhöhte in der 38. Minute auf 2:0 und verschaffte den Hausherren eine komfortable Ausgangslage. Im Schlussdrittel verteidigten die Eisbären konzentriert, blockten zahlreiche Schüsse und ließen keine klare Chance der Gäste mehr zu.
Torhüter Jake Hildebrand feierte damit seinen zweiten Shutout der Saison, während die Wild Wings trotz verbesserter Leistung im weiteren Verlauf ohne Torerfolg blieben.
Effiziente Tigers entscheiden Spiel in Frankfurt deutlich für sich
Die Straubing Tigers haben bei den Löwen Frankfurt einen 3:7-Auswärtssieg eingefahren und damit ihre Offensivstärke unterstrichen. Der Endstand fiel klarer aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken widerspiegelte, denn bis zur Mitte der Partie agierten beide Teams auf Augenhöhe.
Straubing erwischte den besseren Start, setzte die Gastgeber früh unter Druck und ging durch Tyler Madden in Führung. Frankfurt arbeitete sich trotz hoher Anfangsbelastung zurück in die Begegnung und glich kurz vor der ersten Pause durch Daniel Pfaffengut aus. Auch nach dem erneuten Führungstreffer der Tigers im zweiten Drittel antworteten die Löwen im Powerplay durch Matthew Wedman prompt.
Die entscheidende Phase folgte wenig später: Innerhalb von gut einer Minute nutzten die Gäste Frankfurter Fehler konsequent aus. Marcel Brandt und Justin Scott stellten mit einem Doppelschlag auf 2:4 und verschafften Straubing erstmals klaren Vorteil. Mit zunehmender Spielzeit agierten die Tigers abgeklärter und blieben vor dem Tor äußerst effektiv.
Im Schlussabschnitt baute Straubing den Vorsprung weiter aus, während Frankfurt zwar Moral zeigte und durch Daniel Wirt nochmals verkürzte, den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkleinern konnte. Nick Halloran setzte mit dem siebten Treffer den Schlusspunkt. Während die Tigers für ihre Effizienz belohnt wurden, blieb den Löwen trotz ordentlicher Spielanteile erneut kein zählbarer Erfolg.
Red Bulls setzen Heimserie fort – Nürnberg bleibt lange im Spiel
Der EHC Red Bull München hat am 28. Spieltag der PENNY DEL seine Heimstärke erneut unter Beweis gestellt und die Nürnberg Ice Tigers mit 3:1 besiegt. Vor 10.538 Zuschauern im SAP Garden feierten die Münchner damit ihren neunten Heimsieg in Folge, mussten dafür jedoch bis in die Schlussphase konzentriert arbeiten.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen früh durch Nikolaus Heigl in Führung. Nürnberg fand danach besser in die Partie, tat sich gegen die kompakte Münchner Defensive jedoch schwer, klare Chancen zu kreieren. Auch im zweiten Drittel blieb das Spiel intensiv und ausgeglichen, ehe Adam Brooks eine der Münchner Möglichkeiten konsequent zum 2:0 nutzte.
Im Schlussabschnitt erhöhten die Ice Tigers den Druck, ließen jedoch zunächst gute Gelegenheiten ungenutzt. Erst in der Schlussminute belohnte sich Nürnberg für den Aufwand, als Evan Barratt im Spiel mit sechs Feldspielern verkürzte. Die Antwort der Red Bulls folgte jedoch prompt: Brady Ferguson entschied die Partie mit einem Treffer ins leere Tor.
Haie jubeln spät im Klassiker – Mannheim unterliegt knapp in Köln
Der Klassiker zwischen den Kölner Haien und den Adler Mannheim hielt vor ausverkauftem Haus in der LANXESS Arena, was er versprach: Tempo, Wendungen und Spannung bis zur letzten Minute. Am Ende setzten sich die Gastgeber mit 5:4 durch und fügten dem Tabellenführer eine denkbar knappe Niederlage zu.
Mannheim erwischte den besseren Start und belohnte sich früh für die aktive Anfangsphase. Treffer von Dan Renouf und Kris Bennett brachten die Adler mit 0:2 in Führung, ehe Köln noch vor der ersten Pause durch Ryan MacInnis verkürzte. Im zweiten Drittel kippte die Partie: Innerhalb weniger Minuten drehten die Haie das Spiel, doch die Gäste antworteten prompt durch Nick Mattinen. Eine doppelte Überzahl nutzte Köln kurz vor der zweiten Sirene zur erneuten Führung.
Auch im Schlussabschnitt blieb das Spiel offen. Bennett glich für Mannheim erneut aus und sorgte für eine ausgeglichene Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten. Als vieles bereits auf eine Verlängerung hindeutete, setzte Brady Austin mit seinem Treffer in der letzten Minute den Schlusspunkt zugunsten der Haie.
Effizienz schlägt Spielanteile: Grizzlys entführen Punkte aus Dresden
Die Dresdner Eislöwen mussten sich am Sonntagabend den Grizzlys Wolfsburg mit 1:4 geschlagen geben, obwohl sie über weite Strecken mehr Spielanteile und Abschlüsse verzeichneten. Entscheidend war die konsequentere Chancenverwertung der Gäste sowie deren Effektivität in Überzahlsituationen.
Dresden erwischte den besseren Start und ging früh durch Austin Ortega in Führung. In der Anfangsphase ließen die Eislöwen weitere gute Möglichkeiten ungenutzt, während Wolfsburg sich zunehmend stabilisierte. Ein erstes Powerplay nutzten die Niedersachsen durch Keaton Thompson zum Ausgleich.
Im Mittelabschnitt kippte das Spiel zugunsten der Grizzlys. Erneut in Überzahl brachte Jacob Hayhurst sein Team in Führung, während Dresdens Offensivbemühungen mehrfach an Dustin Strahlmeier scheiterten.
Im Schlussdrittel erhöhte Wolfsburg nach einem Dresdner Fehler durch Tyler Gaudet auf 1:3. Trotz einer späten Schlussoffensive mit gezogenem Torhüter gelang den Eislöwen kein weiterer Treffer. Stattdessen setzte Justin Feser mit einem Empty-Net-Goal den Schlusspunkt.
Foto: City-Press

