Eisbären feiern klaren Heimsieg gegen dezimierte Ice Tigers
Die Eisbären Berlin haben ihr letztes Heimspiel des Kalenderjahres 2025 erfolgreich gestaltet und die Nürnberg Ice Tigersmit 5:2 besiegt. Die Berliner erwischten in der ausverkauften Arena den besseren Start, agierten druckvoll und gingen früh durch Les Lancaster sowie ein schnelles Powerplay-Tor von Liam Kirk in Führung. Nürnberg, personell stark geschwächt, fand zunächst kaum Entlastung und hatte im ersten Drittel vor allem Defensivarbeit zu verrichten.
Auch im Mittelabschnitt bestimmten die Gastgeber das Geschehen. Freddy Tiffels und Jean-Sébastien Dea erhöhten auf 4:0, ehe sich die Ice Tigers für ihren Aufwand belohnten und durch Evan Barratt in Überzahl verkürzten. Trotz dieses Lebenszeichens blieb Berlin spielbestimmend, ließ defensiv wenig zu und zeigte sich vor dem Tor effizienter. Nürnberg kam zwar phasenweise besser ins Spiel, scheiterte aber mehrfach an Jake Hildebrand im Berliner Tor.
Im Schlussdrittel sorgte erneut Liam Kirk mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung. Greg Meireles betrieb für die Gäste noch Ergebniskosmetik, mehr war für die Franken jedoch nicht drin.
München setzt sich in Dresden durch
Der EHC Red Bull München hat sich mit einem 2:5-Auswärtssieg bei den Dresdner Eislöwen belohnt. In der JOYNEXT Arena entwickelte sich zunächst eine torlose Partie, in der München früh das Spiel kontrollierte, jedoch mehrfach am stark aufgelegten Jussi Olkinuora scheiterte. Auch Dresden setzte Nadelstiche, beide Torhüter hielten ihre Teams bis zur ersten Pause im Spiel.
Nach Wiederbeginn erhöhte der amtierende Meister die Effizienz. Jeremy McKenna eröffnete den Torreigen, ehe Chris DeSousa auf 0:2 stellte. Dresden blieb dran und verkürzte durch C. J. Suess im Powerplay, doch Patrick Hager stellte mit seinem 100. DEL-Treffer im Münchner Trikot noch vor der zweiten Sirene den alten Abstand wieder her. Die Gäste präsentierten sich in dieser Phase abgeklärt und nutzten ihre Chancen konsequenter.
Im Schlussabschnitt baute DeSousa mit seinem zweiten Treffer die Führung weiter aus, ehe Rourke Chartier den Eislöwen noch einmal Hoffnung gab. Dresden riskierte in der Schlussphase viel, blieb im Spielaufbau engagiert, musste sich defensiv jedoch den letzten Treffer ins leere Tor durch Philipp Krening gefallen lassen.
Spektakel in der Domstadt: Haie behaupten sich gegen späte Wild-Wings-Aufholjagd
Die Kölner Haie haben ihr letztes Heimspiel des Kalenderjahres mit einem torreichen 6:5-Erfolg gegen die Schwenninger Wild Wings abgeschlossen. Vor ausverkaufter Kulisse in der LANXESS arena erwischten die Gastgeber den besseren Start und setzten früh Akzente. Tore von Tanner Kero, Maximilian Kammerer und Dominik Bokk sorgten für eine 3:0-Führung nach dem ersten Drittel, in dem Köln Tempo, Effizienz und Durchschlagskraft kombinierte.
Auch im Mittelabschnitt blieben die Haie zunächst spielbestimmend und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Kammerer erhöhte auf 4:0, ehe Schwenningen besser in die Partie fand und durch Tyler Spink erstmals verkürzte. Köln antwortete prompt, stellte zwischenzeitlich auf 5:1, ließ die Gäste jedoch mit einem Powerplay-Treffer nochmals herankommen. Trotz zunehmender Spielanteile der Wild Wings ging der Tabellenführer mit einem komfortablen Vorsprung in den Schlussabschnitt.
Im letzten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nach dem 6:2 für Köln schien die Partie entschieden, doch Schwenningen bewies Moral und kämpfte sich mit drei Treffern in der Schlussphase noch einmal bis auf ein Tor heran. Der späte Anschlusstreffer reichte jedoch nicht mehr, um das Spiel zu drehen. Köln brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und feierte den sechsten Sieg in Folge.
Später Treffer entscheidet Duell an der Nordseeküste
Beim Heimspiel in Bremerhaven lieferten sich die Fischtown Pinguins und die Löwen Frankfurt ein intensives und torreiches Duell, das erst in der Verlängerung entschieden wurde. Vor 4.767 Zuschauern erwischten die Gastgeber den besseren Start und gingen früh durch Colt Conrad und Andy Miele mit 2:0 in Führung. Frankfurt zeigte jedoch Moral, kam durch Linus Fröberg und Maksim Matushkin zurück und drehte die Partie noch im ersten Drittel durch Jakob Lilja zum 2:3-Pausenstand.
Im Mittelabschnitt erhöhte Bremerhaven den Druck und kam nach einer Phase mit guten Chancen auf beiden Seiten durch Žiga Jeglič zum verdienten Ausgleich. Beide Teams agierten danach strukturiert, ließen defensiv wenig zu und bauten auf starke Torhüterleistungen. Auch im Schlussdrittel blieb die Partie offen, ehe Kevin Bicker die Löwen in der 51. Minute erneut in Führung brachte und Frankfurt lange wie der mögliche Sieger aussah.
Doch die Pinguins belohnten sich für ihre Beharrlichkeit: Christian Wejse erzielte kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich und rettete sein Team in die Overtime. Dort hatte Bremerhaven schließlich das bessere Ende für sich, als Matthew Abt den entscheidenden Treffer markierte.
Jenike stellt Tigers kalt – Roosters feiern Auswärtssieg zum Jahresende
Die Straubing Tigers mussten gegen die Iserlohn Roosters mit 0:2 geschlagen geben. In einer lange torlosen Partie avancierte Iserlohns Goalie Andy Jenike zum entscheidenden Faktor und feierte seinen zweiten Shutout der Saison – erneut gegen Straubing. Die Niederbayern bestimmten über weite Strecken das Geschehen, scheiterten jedoch immer wieder am stark aufgelegten Schlussmann der Gäste.
Bereits im ersten Drittel erspielten sich die Tigers mehrere gute Möglichkeiten, unter anderem durch Halloran, Leonhardt und Hede, doch entweder fehlte die Präzision oder Jenike war zur Stelle. Auch im Mittelabschnitt blieb Straubing tonangebend und erhöhte den Druck mit mehreren Breakaways und Distanzschüssen. Trotz klarer Chancen auf beiden Seiten hielt das 0:0 bis zur zweiten Pause stand, wobei sich das Spiel nun zunehmend ausglich und auch die Roosters offensiv aktiver wurden.
Die Entscheidung fiel schließlich im Schlussdrittel: Nach einem schnellen Angriff legte Tyler Boland quer auf Christian Thomas, der in der 44. Minute zur Iserlohner Führung traf. Straubing versuchte in der Folge alles, fand jedoch weiterhin kein Mittel gegen die kompakte Defensive und den souveränen Jenike. In der Schlussphase machte Boland mit einem Treffer ins leere Tor den Auswärtssieg perfekt und krönte damit ein erfolgreiches Sechs-Punkte-Wochenende der Roosters.
Ingolstadt setzt sich bei Pietta Rekord im Penaltyschießen gegen Grizzlys durch
Die Grizzlys Wolfsburg haben beim ERC Ingolstadt einen wichtigen Zähler mitgenommen. Am Ende unterlagen die Niedersachsen dem Tabellenzweiten mit 1:2 nach Penaltyschießen, zeigten dabei aber über 65 Minuten eine disziplinierte und kompakte Leistung. Für die Panther bedeutete der Zusatzpunkt zugleich einen gelungenen Heimabschluss 2025 und ein erfolgreiches Rekordspiel für Daniel Pietta. Mit 1017 DEL-Hauptrundenspiele ist er vor Mirko Lüdemann nun alleiniger Spitzenreiter.
Wolfsburg erwischte den besseren Start und nutzte die erste echte Gelegenheit konsequent: Matt White blieb nach überstandener Unterzahl frei vor Brett Brochu eiskalt und brachte die Gäste früh in Führung. Ingolstadt antwortete prompt im Powerplay, als Riley Barber nach Bullygewinn ausglich. In der Folge hatten die Hausherren mehr Spielanteile und ein Chancenplus, bissen sich jedoch an Grizzlys-Goalie Dustin Strahlmeier die Zähne aus. Auch mehrere Überzahlsituationen der Panther blieben ungenutzt, sodass es nach 40 Minuten weiterhin 1:1 stand.
Im Schlussdrittel agierten beide Teams kontrolliert und reduzierten das Risiko, klare Torchancen blieben Mangelware. In der Verlängerung hatten beide Seiten Möglichkeiten zur Entscheidung, ehe das Penaltyschießen die Partie entschied. Dort behielten Barber, Kenny Agostino und Alex Breton für Ingolstadt die Nerven und sicherten dem ERC den zweiten Punkt. Wolfsburg belohnte sich trotz Niederlage für einen reifen Auftritt mit einem verdienten Auswärtspunkt.
Adler setzen sich nach Penaltykrimi in Augsburg durch
Die Augsburger Panther und die Adler Mannheim lieferten sich zum Abschluss des 33. Spieltags der PENNY DEL ein intensives Duell auf Augenhöhe. Am Ende behielten die Gäste aus der Kurpfalz mit 2:3 nach Penaltyschießen die Oberhand und nahmen zwei Punkte aus dem Curt-Frenzel-Stadion mit, während sich Augsburg für eine engagierte Leistung immerhin mit einem Zähler belohnte.
Mannheim erwischte den besseren Start und erspielte sich früh gute Chancen, scheiterte jedoch mehrfach an Pfosten und am aufmerksamen Peyton Jones im Tor der Panther. Effektiver zeigte sich zunächst Augsburg, das ein Powerplay durch Cody Kunyk zur Führung nutzte. Die Antwort der Adler folgte umgehend ebenfalls in Überzahl, ehe Maximilian Heim kurz vor der ersten Pause die Gäste erstmals in Front brachte. Im zweiten Drittel übernahmen die Panther phasenweise die Kontrolle, trafen erneut Aluminium und glichen durch Jason Bast verdient aus, sodass es mit einem 2:2 in den Schlussabschnitt ging.
Auch im dritten Drittel und in der Verlängerung blieb die Partie offen, geprägt von hohem Tempo, intensiven Zweikämpfen und weiteren Treffern an Pfosten und Latte. Da beide Torhüter ihre Teams im Spiel hielten, musste das Penaltyschießen entscheiden. Dort avancierte Nick Mattinen mit dem einzigen verwandelten Versuch zum Matchwinner für Mannheim, das sich damit den Zusatzpunkt sicherte, während Augsburg trotz starker Reaktion erneut auf den ersten Heimsieg warten muss.
Foto: City-Press

