Penny DEL Spieltag am Sonntag

Spektakel bis zur letzten Sekunde: Nürnberg beendet Münchner Serie im Derby-Krimi

Ein echtes Eishockey-Fest erlebten die 7.672 Zuschauer in der ausverkauften Nürnberger Arena. In einem wilden Schlagabtausch setzten sich die Ice Tigers knapp mit 5:4 durch und beendeten die beeindruckende Auswärtsserie von sieben Siegen in Folge des EHC Red Bull München. Die Hausherren legten einen Traumstart hin: Schon nach neun Sekunden traf Samuel Dove-McFalls zur Führung, ehe Brett Murray (4.) früh auf 2:0 erhöhte. Zwar brachte Yasin Ehliz die Gäste zwischenzeitlich heran, doch Murray stellte in Überzahl den alten Abstand zur ersten Pause wieder her (18.). Als Cole Maier kurz nach Wiederbeginn gar auf 4:1 stellte (22.), schien die Vorentscheidung gefallen.
Doch die Red Bulls bewiesen Moral. Angetrieben von Adam Brooks, der im Mittelabschnitt gleich doppelt im Powerplay traf (27./38.), kämpften sich die Münchner zurück. Im Schlussdrittel belohnten sich die Gäste für ihren Sturmlauf: Fabio Wagner nutzte eine Unordnung in der Nürnberger Defensive zum verdienten 4:4-Ausgleich (53.). Als sich beide Teams bereits auf die Verlängerung einzustellen begannen, folgte der Lucky Punch für die Franken: Lediglich 18 Sekunden vor der Schlusssirene fälschte Evan Barratt einen Schuss unhaltbar zum 5:4-Endstand ab und machte das Sechs-Punkte-Wochenende der Ice Tigers perfekt.

Frankfurt erzwingt Overtime – Ingolstadt holt den Zusatzpunkt im Penaltykrimi

Vor 6.669 Fans lieferten sich die Löwen Frankfurt und der ERC Ingolstadt ein intensives Duell, das erst im Penaltyschießen entschieden wurde. Beide Teams starteten diszipliniert ins Spiel, Frankfurt erspielte sich im ersten Abschnitt ein Chancenplus, scheiterte aber mehrfach an ERC-Goalie Brochu. Auch Ingolstadt blieb zunächst unauffällig, ehe Alex Breton im Powerplay zur Gästeführung traf (28.).
Die Löwen erhöhten im Schlussdrittel den Druck, scheiterten jedoch lange an Aluminium und an sich selbst: Rowney traf den Pfosten, Glover setzte den Puck freistehend ebenfalls ans Eisen. Erst 46 Sekunden vor Ende belohnte Cameron Brace den unermüdlichen Einsatz und traf zum umjubelten 1:1-Ausgleich.
In der Overtime sorgte ein vermeintlicher Frankfurter Siegtreffer kurzzeitig für Jubel, wurde jedoch nach Videobeweis zurückgenommen. Auch im Drei-gegen-drei blieb die Partie offen, sodass das Penaltyschießen entscheiden musste. Dort avancierte Kenny Agostino zum Matchwinner: Als einziger Schütze verwandelte er seinen Versuch, während Brochu alle Frankfurter Anläufe parierte.
So sicherte sich Ingolstadt den 2:1-Sieg nach Penaltyschießen.

Grizzlys verderben Wissmann-Comeback

Vor ausverkaufter Kulisse in der Eis Arena mussten sich die Eisbären Berlin trotz spielerischer Dominanz den enorm effizienten Grizzlys Wolfsburg geschlagen geben.Zwar konnte der Meister den frühen 2:0-Rückstand durch Gemel Smith (11.) und Tyler Gaudet (17.) dank einer Blitz-Antwort von Ty Ronning sowie dem Ausgleichstreffer von Rückkehrer Kai Wissmann (21.) egalisieren, doch das Momentum kippte schnell zurück.
Die Niedersachsen erzwangen mit einem Doppelschlag binnen 41 Sekunden die Vorentscheidung: Timo Ruckdäschel (28.) und Justin Feser (29.) schockten die Gäste und stellten den alten Abstand wieder her. Im Schlussabschnitt bissen sich die Berliner an der stabilen Wolfsburger Defensive die Zähne aus, ehe Bobby Lynch (50.) mit dem Treffer zum 5:2-Endstand den Heimsieg der Autostädter endgültig besiegelte.

Haie-Serie hält: Köln ringt mutige Roosters im ausverkauften Derby nieder

Vor der stimmungsvollen Kulisse von 18.600 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess Arena bauten die Kölner Haie ihre beeindruckende Siegesserie auf nunmehr 14 Erfolge aus, mussten für das 4:2 gegen die Iserlohn Roosters jedoch Schwerstarbeit verrichten.
Die Gäste aus dem Sauerland starteten druckvoll, scheiterten jedoch wiederholt am überragenden KEC-Schlussmann Janne Juvonen. Die Hausherren zeigten sich hingegen eiskalt: Dominik Bokk (15.) traf im Powerplay zur Führung, die Nate Schnarr (32.) später ausbaute. Zwar brachten Daniel Fischbuch (34.) und Christian Thomas (58.) die Roosters zweimal heran, doch Louis-Marc Aubry (37.) fand jeweils die passende Antwort. Thomas brachte die Gäste mit einem Treffer aus kurzer Distanz noch einmal heran (58.), bevor die Haie die Entscheidung erzwangen: Patrick Russell traf ins leere Tor zum 4:2-Endstand.

Torfestival vor Sonderzug-Kulisse: Adler lassen Eislöwen keine Chance

Getragen von über 800 mitgereisten Sonderzug-Fans feierten die Adler Mannheim einen ungefährdeten 6:2-Auswärtserfolg bei den Dresdner Eislöwen. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und schockten die Sachsen früh durch Nicolas Mattinen (4.) und Matthias Plachta (6.). Zwar hielt Eislöwen-Goalie Janick Schwendener sein Team zunächst im Spiel und Maximilian Franzreb parierte auf der Gegenseite stark gegen Rückkehrer Andrew Yogan, doch Maximilian Heim (35.) und Justin Schütz (39.) stellten die Weichen noch vor der zweiten Pause klar auf Sieg.
Im Schlussdrittel machten Marc Michaelis (46.) und erneut Schütz per Doppelschlag endgültig alles klar. Den Hausherren blieb lediglich Ergebniskosmetik: Ricardo Hendreschke (48.) und Austin Ortega (58.) sorgten für die Ehrentreffer, konnten die Party der Kurpfälzer aber nicht mehr trüben.

Panther crashen Traditionsspieltag: Straubinger Heimpleite gegen Augsburg

Am Pulverturm sollte es ein Festtag werden: Straubing feierte seine Eishockey-Geschichte mit Sondertrikots und Legendenbesuch, doch am Ende jubelten die Gäste. Die Augsburger Panther siegten im bayerischen Derby mit 1:4 und entführten erstmals seit vier Jahren wieder die vollen drei Punkte aus Niederbayern.
Dabei begann es für die Hausherren zunächst vielversprechend, als Stephan Daschner (11.) das historische 1600. DEL-Heimtor der Tigers erzielte. Doch die Schwaben steckten nicht auf: Riley Damiani (37.) glich nach einem erzwungenen Scheibenverlust aus, ehe Alexander Blank die Partie mit einem Blitzstart im Schlussdrittel (41.) drehte. D.J. Busdeker (53.) erhöhte per Konter sehenswert in den Winkel, bevor Blank mit einem Empty-Netter den Deckel draufmachte (60.). Auch die Rückkehr der langzeitverletzten Mike Connolly und Zac Leslie konnte die Niederlage der Tigers an diesem gebrauchten Nachmittag nicht verhindern.

Revanche im Norden geglückt: Effiziente Wild Wings siegen in Bremerhaven

Im vierten Saisonduell haben die Schwenninger Wild Wings den Bann gebrochen und erstmals gegen die Fischtown Pinguins gewonnen. Beim 2:5-Auswärtserfolg vor 4753 Zuschauern zeigten sich die Gäste besonders kaltschnäuzig. Zwar brachte Ziga Jeglic die Hausherren früh im Powerplay in Front, doch Eric Martinsson antwortete noch im ersten Abschnitt mit einem sehenswerten Solo zum 1:1-Ausgleich. Im Mitteldrittel zogen die Schwarzwälder davon: Philip Feist (31.) per Rückhand und ein weiterer Treffer in Überzahl sorgten für eine komfortable 1:3-Führung. Die Pinguins machten es durch den Anschlusstreffer von Matthew Abt (49.) zwar noch einmal spannend, doch in der Schlussphase besiegelten Alexander Karachun und Phil Hungerecker mit zwei Treffern ins verwaiste Tor den Schwenninger Sieg.

Foto: City-Press